Toni Tuklan hat nicht nur Musik, sondern auch Fußball im Kopf

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Werne. Vor fünf Jahren landete Toni Tuklan zusammen mit dem jamaikanischen Dancehall-Musiker Sean Paul und dem DJ Rico Bernasconi den Sommer-Hit „Ebony Eyes“. Gern hätte das Multitalent mit Wohnsitz in Werne im vergangenen Sommer einen neuen Song nachgelegt, doch wegen der Corona-Pandemie musste auch der Musiker viele seiner Pläne ändern.

Im August wollte Tuklan eigentlich seinen 50. Geburtstag groß feiern. Doch das Virus machte früh einen Strich durch die Pläne. „Das wollte ich unter diesen Umständen keinem antun. Feiern können wir auch noch später.“ Nicht nur hier hat der Musiker mit Absagen leben müssen. „Ich hatte seit einem Jahr keinen einzigen Auftritt, denn viele Veranstalter sind schon im letzten November nervös geworden, als es aus dem Ausland die ersten Meldungen zur Pandemie gegeben hat.“

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Wer den Tausendsassa kennt, weiß aber, dass der Mann, der seit diesem Jahr offiziell UNO-Friedensbotschafter ist, dennoch keine Langeweile hatte. Statt dessen ist der in Nigeria geborene Musiker eigentlich immer auf dem Sprung. Seit Anfang des Jahres arbeitet er unter anderem im Afrika-Haus, einer Begegnungsstätte für die afrikanische Gemeinschaft in Dortmund. Tuklan war bei der Entwicklung der Anlaufstelle beteiligt und ist Gründungsmitglied des Vereins African Tide Union, der hinter dem Projekt steht. Seminare und Workshops gibt es in dem Haus ebenso wie Beratungen für Menschen mit afrikanischen Wurzeln. Ein Kindergarten, eine Online-Bücherei und ein afrikanisches Restaurant sind mittlerweile entstanden.

Erst seit einem guten Jahr ist Tuklan zudem Sprecher und somit Berater des Königs seines Heimatstammes „Agba“ im nigerianischen Dorf Onicha-Olona. „Wir sind fast täglich in Kontakt“, sagt der 50-Jährige über seine Beziehung zum König. Eigentlich stehen regelmäßige Besuche an, die in diesem Jahr alle wegen der Pandemie ausgefallen sind. Im Gepäck hätte Tuklan dann viele Trikots und andere Sportutensilien gehabt, die er im Rahmen einer gemeinsamen Aktion mit dem SuS Rünthe und der Stadt Bergkamen unter dem Motto „Glücklich geht einfach“ sammelt.

Es sei ein tolles Gefühl, wenn ihm später Bilder der spielenden Kinder übermittelt werden, die voller Stolz ein Trikot einer hiesigen Amateurmannschaft tragen, gibt der Musiker zu. Spenden aus ganz Deutschland gingen ein. Tuklan hofft, dass sich die Corona-Situation im kommenden Jahr durch Impfungen entscheidend ändert. Er hat gleich mehrere Titel in der Pipeline, unter anderem den tanzbaren Song „Make your mind up“, eine Zusammenarbeit mit Tito Jackson, einem Bruder des verstorbenen Michael Jackson. Diese Nummer wird aber zunächst von DJs in Brasilien getestet, bevor Tuklan in seinem Studio einen Mix für europäische Hörgewohnheiten fertig stellt. Damit möchte er dann in hiesigen Breitengraden die Tanzflächen füllen, sobald das wieder möglich ist.

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