Donnerstag, September 29, 2022

Surfpark Werne: Möglicher Start verschiebt sich auf 2023

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Wer­ne. Der auf dem alten Zechen­ge­län­de in Wer­ne geplan­te Surf­park wird ver­mut­lich erst im Jahr 2023 – und nicht wie zunächst vor­ge­se­hen im Herbst 2022 – mit dem wis­sen­schaft­li­chen Teil SCNCWAVE an den Start gehen. Das berich­te­te Pro­jekt­ent­wick­ler Dr. Micha­el Dete­ring am Don­ners­tag im Rah­men des digi­ta­len Stamm­tischs der FDP Werne.

Das The­ma lau­te­te „Surf­world in Wer­ne – Idee, Pla­nung, Umset­zung“. Kaum ein Groß­pro­jekt der letz­ten Jah­re habe in Wer­ne so viel Auf­se­hen erregt wie der Surf­park, schil­der­ten die Libe­ra­len im Vor­feld. „Bei einem solch gro­ßen Vor­ha­ben müs­sen die Bür­ger mit ihren Anre­gun­gen und Fra­gen früh­zei­tig ein­ge­bun­den wer­den, um dem Pro­jekt einen guten Start zu ermög­li­chen”, begrün­de­te Frak­ti­ons­chefin Clau­dia Lan­ge. In der Spit­ze nah­men 75 Wer­ner Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an der Online-Ver­an­stal­tung teil und stell­ten Dr. Micha­el Dete­ring vie­le Fragen.

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„Wir begin­nen mit dem For­schungs­teil im Lau­fe des Jah­res 2023. Die Pro­zes­se dau­ern aktu­ell län­ger, auf der För­der­schie­ne klemmt es”, sag­te Dete­ring zum vor­ge­se­he­nen Zeit­plan. Das Fünf-Stand­or­te-Pro­gramm bie­te dem Pro­jekt eine gro­ße Chan­ce. „Ich den­ke, wir haben da jetzt den ent­schei­den­den Kno­ten zer­schla­gen und kom­men zügig wei­ter”, so der Grün­der der SURFWRLD weiter. 

Rats­herr Jür­gen Rege­ner woll­te etwas zur Finan­zie­rung des 30-Mil­lio­nen-Euro-Pro­jekts wis­sen. Hier wür­den Dete­ring + Part­ner mit Eigen­ka­pi­tal in die Vor­fi­nan­zie­rung und damit auch ins Risi­ko gehen. Auch Crowd­fun­ding, die Bean­tra­gung öffent­li­cher För­der­mit­tel sowie Bank­dar­le­hen sei­en wei­te­re Säu­len der Finanzierung.

Gene­rell soll das Surf­park-Gelän­de für jeden zugäng­lich sein, um den Sur­fern zuzu­schau­en oder in der Gas­tro­no­mie zu essen. Bei mög­li­chen Ver­an­stal­tun­gen wer­de man aber kei­nen öffent­li­chen Zugang gewähr­leis­ten kön­nen, berich­te­te Dr. Dete­ring weiter.

Eine Teil­neh­me­rin am digi­ta­len FDP-Stamm­tisch woll­te wis­sen, wie nach­hal­tig das Pro­jekt sei, also wie lan­ge man den Surf­park vor­aus­sicht­li­chen betrei­ben wer­de. „Wir wol­len das ganz lan­ge machen. Ein bestimm­tes Ende gibt es nicht”, so Dete­ring. Der Auf­stel­lungs­be­schluss sei gefasst, das Plan­ver­fah­ren lau­fe nun in die­sem Rahmen.

„Kri­tik an unse­ren Plä­nen ist völ­lig okay, die gehört dazu. Wir wer­den unse­re Arbeit sau­ber machen – mit Hand und Fuß. Wir wis­sen aber auch, dass wir nicht alle über­zeu­gen kön­nen”, erläu­ter­te der Pro­jekt­ent­wick­ler, der die Stadt Wer­ne als „För­de­rer und For­de­rer” bezeich­ne­te, die einem kri­tisch auf die Fin­ger schaue. Rund 200 direk­te Arbeits­plät­ze in Voll- und Teil­zeit sol­len im Surf­park geschaf­fen werden.

Ob die Surf­world in Zei­ten von tro­cke­nen Som­mern nicht ein fal­sches Signal set­ze, woll­te eine Teil­neh­me­rin wis­sen. Dr. Dete­ring ant­wor­te­te: „Das Was­ser wird nur zwi­schen­ge­spei­chert, wir haben kei­nen Was­ser­ver­brauch. Es ent­steht ledig­lich eine gewünsch­te Ver­duns­tung. Wir brau­chen kein schlech­tes Gewis­sen haben. Gut­ach­ten kön­nen, sobald sie vor­lie­gen, auch ganz nor­mal ein­ge­se­hen werden.”

Bür­ger­meis­ter Lothar Christ, der eben­falls an dem digi­ta­len FDP-Stamm­tisch teil­nahm, kün­dig­te für den 11. Mai ab 18 Uhr ein Online-Bür­ger­fo­rum zum Surf­park in Wer­ne an. „Da wol­len wir noch tie­fer ein­stei­gen und auch den wis­sen­schaft­li­chen Teil stär­ker beleuch­ten. Auch Land­rat Mario Löhr hat zuge­sagt”, sag­te Christ.

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