FDP-Fraktionsschefin Claudia Lange diskutierte mit Dr. Michael Detering und vielen Interessierten beim digitalen Stammtisch über den geplanten Surfpark in Werne. Foto: FDP Werne
FDP-Fraktionschefin Claudia Lange diskutierte mit Dr. Michael Detering und vielen Interessierten beim digitalen Stammtisch über den geplanten Surfpark in Werne. Foto: FDP Werne
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Werne. Der auf dem alten Zechengelände in Werne geplante Surfpark wird vermutlich erst im Jahr 2023 – und nicht wie zunächst vorgesehen im Herbst 2022 – mit dem wissenschaftlichen Teil SCNCWAVE an den Start gehen. Das berichtete Projektentwickler Dr. Michael Detering am Donnerstag im Rahmen des digitalen Stammtischs der FDP Werne.

Das Thema lautete „Surfworld in Werne – Idee, Planung, Umsetzung“. Kaum ein Großprojekt der letzten Jahre habe in Werne so viel Aufsehen erregt wie der Surfpark, schilderten die Liberalen im Vorfeld. „Bei einem solch großen Vorhaben müssen die Bürger mit ihren Anregungen und Fragen frühzeitig eingebunden werden, um dem Projekt einen guten Start zu ermöglichen“, begründete Fraktionschefin Claudia Lange. In der Spitze nahmen 75 Werner Bürgerinnen und Bürger an der Online-Veranstaltung teil und stellten Dr. Michael Detering viele Fragen.

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„Wir beginnen mit dem Forschungsteil im Laufe des Jahres 2023. Die Prozesse dauern aktuell länger, auf der Förderschiene klemmt es“, sagte Detering zum vorgesehenen Zeitplan. Das Fünf-Standorte-Programm biete dem Projekt eine große Chance. „Ich denke, wir haben da jetzt den entscheidenden Knoten zerschlagen und kommen zügig weiter“, so der Gründer der SURFWRLD weiter.

Ratsherr Jürgen Regener wollte etwas zur Finanzierung des 30-Millionen-Euro-Projekts wissen. Hier würden Detering + Partner mit Eigenkapital in die Vorfinanzierung und damit auch ins Risiko gehen. Auch Crowdfunding, die Beantragung öffentlicher Fördermittel sowie Bankdarlehen seien weitere Säulen der Finanzierung.

Generell soll das Surfpark-Gelände für jeden zugänglich sein, um den Surfern zuzuschauen oder in der Gastronomie zu essen. Bei möglichen Veranstaltungen werde man aber keinen öffentlichen Zugang gewährleisten können, berichtete Dr. Detering weiter.

Eine Teilnehmerin am digitalen FDP-Stammtisch wollte wissen, wie nachhaltig das Projekt sei, also wie lange man den Surfpark voraussichtlichen betreiben werde. „Wir wollen das ganz lange machen. Ein bestimmtes Ende gibt es nicht“, so Detering. Der Aufstellungsbeschluss sei gefasst, das Planverfahren laufe nun in diesem Rahmen.

„Kritik an unseren Plänen ist völlig okay, die gehört dazu. Wir werden unsere Arbeit sauber machen – mit Hand und Fuß. Wir wissen aber auch, dass wir nicht alle überzeugen können“, erläuterte der Projektentwickler, der die Stadt Werne als „Förderer und Forderer“ bezeichnete, die einem kritisch auf die Finger schaue. Rund 200 direkte Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit sollen im Surfpark geschaffen werden.

Ob die Surfworld in Zeiten von trockenen Sommern nicht ein falsches Signal setze, wollte eine Teilnehmerin wissen. Dr. Detering antwortete: „Das Wasser wird nur zwischengespeichert, wir haben keinen Wasserverbrauch. Es entsteht lediglich eine gewünschte Verdunstung. Wir brauchen kein schlechtes Gewissen haben. Gutachten können, sobald sie vorliegen, auch ganz normal eingesehen werden.“

Bürgermeister Lothar Christ, der ebenfalls an dem digitalen FDP-Stammtisch teilnahm, kündigte für den 11. Mai ab 18 Uhr ein Online-Bürgerforum zum Surfpark in Werne an. „Da wollen wir noch tiefer einsteigen und auch den wissenschaftlichen Teil stärker beleuchten. Auch Landrat Mario Löhr hat zugesagt“, sagte Christ.

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