Die Sternsinger haben in diesem Jahr Briefe oder Tüten mit dem Segensaufkleber verteilt. Foto: St. Lamberti
Die Sternsinger haben in diesem Jahr Briefe oder Tüten mit dem Segensaufkleber verteilt. Foto: St. Lamberti
Anzeige

Kreisdekanat Coesfeld/Werne (pbm/mek). Trotz der Corona-Pandemie waren zahlreiche Aktive auch in diesem Jahr in den 20 Pfarreien des Kreisdekanats Coesfeld von Rosendahl bis Lünen, von Dülmen bis Werne für notleidende Kinder im Einsatz.

Einen persönlichen Segen an den Haustüren konnten sie zwar nicht verteilen, dafür hatten sie sich etwas anderes einfallen lassen. Sie verteilten Tüten oder verschickten Briefe mit einem Gruß, einem Segensaufkleber sowie der Bitte um eine Spende. Einige Gemeinden hatten ein Video mit singenden Sternsingern online gestellt, damit sich die Menschen den Segen auch in ihr Wohnzimmer holen konnten.

Anzeige

Insgesamt gut 230.400 Euro Spenden melden die Pfarreien im Kreisdekanat Coesfeld bei der diesjährigen Sternsingeraktion zurück. Die Pfarrgemeinde St. Christophorus meldet einen Anteil von 11.964,54 Euro. Zum Vergleich: 2020 waren es knapp 30.000 Euro. Insgesamt sind es im Dekanat rund 42 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. „Die Menschen haben aber nicht weniger gespendet. Im Gegenteil, in einigen Pfarreien liegt das Spendenaufkommen sogar höher als im Jahr zuvor. Aber viele Menschen haben ihre Spende direkt an das Kindermissionswerk in Aachen überwiesen“, erklärt Kreisdechant Johannes Arntz den vermeintlichen Spendeneinbruch. Diese Spenden ließen sich den Pfarreien nicht zuordnen.

Nach einem Sternsingergottesdienst zu Beginn des Jahres in der Christophoruskirche in Werne und der Segnung von Kreide und Aufklebern in allen Kirchen, konnten sich Interessierte Kreidestückchen oder Aufkleber dort abholen. Eine Spendenbox stand bereit. Lisa Bleckmann als Kommunionkind nahm mit Geschwistern, Cousin und Cousine ein Sternsingervideo auf und sammelte per WhatsApp fleißig in der Bauernschaft Holthausen-Schmintrup. Die Nachbarn brachten ihre Spende auf den Hof und erhielten dort ihren Aufkleber. Antonia Schneider stellte eine Sammeldose in der Apotheke ihres Vaters auf. Kinder aus St. Johannes nahmen einen kleinen Sternsingerfilm auf und veröffentlichten ihn auf die Homepage der Gemeinde. Andere sammelten in ihren Nachbarschaften.

Mit dem Gesamterlös der Aktion fördert das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ in Aachen in diesem Jahr unter anderem Kinder von Arbeitsmigranten in der Ukraine. Aber auch viele Partnerprojekte der Pfarreien in Ländern wie beispielsweise Tansania, Brasilien, Indien, Nigeria, Ghana, Mexiko und Südafrika erhalten durch die Sternsinger eine finanzielle Unterstützung.


Anzeige