Die Stadtverwaltung und die Geschäftsführung des Solebades reichten eine Projektbeschreibung ein, damit das Bad zu einem der sogenannten Control Covid Modelle in NRW wird. Eine Entscheidung fällt nach Ostern. Foto: Solebad Werne
Die Stadtverwaltung und die Geschäftsführung des Solebades reichten eine Projektbeschreibung ein, damit das Bad zu einem der sogenannten Control Covid Modelle in NRW wird. Eine Entscheidung fällt nach Ostern. Foto: Solebad Werne
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Werne. Ist ein Schwimmen für die Öffentlichkeit im Solebad Werne bald wieder möglich? Das wird sich in wenigen Tagen entscheiden. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW verschickte am 30. März den Kriterienkatalog an die Kommunalen Verwaltungen, nach dem die zu stellenden Anträge bewertet werden.

Gesucht wurden Modellprojekte, mit denen unter strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept die schrittweise Öffnung einzelner Lebensbereichen unter Pandemiebedingungen möglich wäre. Passend dazu formulierte die Stadtverwaltung und die Geschäftsführung des Solebades eine Projektbeschreibung und reichte diese innerhalb der 30-stündigen Frist beim zuständigen Ministerium ein.

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Die sehr kurze Frist war auch der Grund, warum ein sicheres abgestimmtes Konzept für weitere Bereiche der Innenstadt nicht möglich war, heißt es in der Erklärung von Solebad und Stadt Werne. Neben klaren Abbruchkriterien ist eine flächendeckende Teststrategie zentraler Inhalt der zeitlich befristeten modellhaften Erprobung. In Kooperation mit den lokalen Corona-Teststellen und insbesondere dem stadteigenen Testzentrum auf dem Parkplatz vor dem Solebad könne gewährleistet werden, dass nur Gäste, die einen nicht älter als 24 Stunden alten Negativ-Test vorlegen können, das Schwimmangebot nutzen.

Das Solebad Werne hat in 2020 viele positive Erfahrungen im Umgang mit den neuen corona-bedingten Begebenheiten im operativen Betrieb sammeln können. So finden auch die im letzten Jahr eingeführten und bewährten Besucherobergrenzen Anwendung. Laut Konzept dürfen sich 100 Gästen im Solebereich, 150 im Sport-und Familienbereich und 200 Gäste im Freibad gleichzeitig aufhalten. Selbst an heißen Sommertagen waren die vorsichtig kalkulierten Obergrenzen ausreichend, damit die notwendigen Abstandsregeln eingehalten werden konnten.

Digitalisierung spielt bei der Auswahl der Modellprojekte eine große Rolle

Das stadteigene Testzentrum Werne nimmt in Sachen Digitalisierung eine Vorreiterrolle ein. Von der Anmeldung über die Terminvergabe, die Datenweiterleitung, die Testergebnismitteilung bis hin zur Bescheinigung für den Getesteten, erfolgt alles auf rein digitaler Basis und erfreut sich auf Grund der Verlässlichkeit eines großen Zuspruchs, heißt es weiter. Zukünftig würden die Solebad-Gäste mit der „luca-App“ im Solebad einchecken können. Dies erspare das Ausfüllen des Kontaktdatenformulars am Empfang und hat zum Vorteil, dass im Bedarfsfall die verschlüsselten Daten schnell zur Nachverfolgung von Infektionsketten an das Kreisgesundheitsamt weitergeleitet werden könnten.

„Wir merken, dass unseren Gästen ihr geliebtes Solebad fehlt und würden uns sehr freuen, den Werner Bürgern wieder ein erholsames Schwimmbaderlebnis anbieten zu können“, so Jürgen Thöne, Geschäftsführer des Solebades: „Wichtig dabei ist allerdings, dass das Schwimmen verantwortungsvoll und sicher ist. Dazu haben wir einen strikten Pandemieplan mit Hygienebestimmungen erarbeitet, unter dem ein klar geregelter Badebetrieb im Hinblick auf die Pandemiesituation beschrieben ist.“

Wie hoch nun die Chancen stehen, könne nicht gesagt werden, da in NRW nur sechs bis acht der sogenannten Control Covid Modelle ausgewählt werden. Zu einer Entscheidung soll es laut Schreiben des Ministeriums in der Woche nach Ostern kommen.

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