Die Landesregierung lässt sich bei der Entscheidung, ob sich NRW zur Hälfte an den Elternbeiträgen für Kita und OGS in der Pandemie beteiligt, viel Zeit. Symbolfoto: Volkmer
Zwischen Städte- und Gemeindebund sowie dem Land NRW gibt es nun eine Einigung zur Übernahme der Kita- und OGS-Beiträge. Symbolfoto: Volkmer
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Werne. Der Corona-Lockdown hatte seit Januar zu Schulschließungen und reduzierten und eingeschränkten Betreuungsmöglichkeiten in den Kindertagesstätten und beim Offenen Ganztagsschulen (OGS) geführt. Deshalb verzichteten das Land NRW und die Kommunen auf die Erhebung von Elternbeiträgen im Januar und Februar. Sie teilten sich die Kosten. Im März und April trugen Land und Kommunen je 25 Prozent sowie die Eltern 50 Prozent der Kosten.

Für Mai, Juni und den halben Juli gibt es nun gute Nachrichten für die Eltern, ganz im Sinne der Stadt. Denn Land und Kommunen übernehmen – wiederum je zur Hälfte – die Elternbeiträge für die Kitas und OGS. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am Mittwoch (23. Juni) hat dies der Rat für seinen Anteil einstimmig so beschlossen.

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Die Einziehung der Mai- und Juni-Beiträge hatte die Stadt aber schon aus eigenem Entschluss schon ausgesetzt, vorbehaltlich einer späteren Einigung mit dem Land. Das erläuterte Jugendamtsleiter Maik Rolefs auf Nachfrage von WERNEplus. Ein Vorgehen, das auf Kreisebene so einheitlich gehändelt werde.

„Wir wollten ein Signal für die Entlastung der Eltern setzen“, betonte er zu der vorauseilenden Zustimmung zum Beitragserlass durch die Stadt. Die Information, dass nun auch das Land – nach langwierigen Verhandlungen mit den kommunalen Spitzenverbänden – zur Kostenteilung mit dem Kommunen bereit sei, verbreitete der Städte- und Gemeindebund dazu just am vergangenen Donnerstag in seinem Schnellbrief.

Der einmonatige Verzicht auf einen Kita- und OGS-Beiträge schlägt für die Stadt Werne übrigens mit 100.000 Euro zu Buche, bezifferte Rolefs den Kostenaufwand.

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