Egal ob Handball, Fußball oder eine andere Sportart - die Erstklässler erhalten einen 50-Euro-Sportgutschein. Dieser Antrag der SPD wurde im Sportausschuss mit knapper Mehrheit angenommen. Foto: Wagner
Egal ob Handball, Fußball oder eine andere Sportart - die Erstklässler erhalten einen 50-Euro-Sportgutschein. Dieser Antrag der SPD wurde im Sportausschuss mit knapper Mehrheit angenommen. Foto: Wagner
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Werne. Der von der SPD-Fraktion vor genau einem Jahr durchgebrachte Antrag auf einen 50-Euro-Sportgutschein für Erstklässler ist (noch) ein Ladenhüter. Schuld sei die Corona-Pandemie, hieß es im Schul- und Sportausschuss. Ein Antrag der UWW zu außerschulischen Maßnahmen kam dagegen gar nicht zur Abstimmung,

257 Gutscheine hat das Sportamt zu Beginn des Schuljahres 2020/21 an die Eltern der Erstklässler verschickt. „Eingelöst wurden – Stand 7. Juni nur 16, was sicher auch mit Corona zu tun hatte“, berichtete Norbert Hölscher aus dem Sportamt. Die Auswertung falle demnach schwer, von einem Scheitern wolle man daher nicht sprechen, ergänzte Dezernent Alexander Ruhe.

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Denkbar sei es, die Einlösefrist um drei Monate auf den 31. Dezember 2021 zu verlängern. „Außerdem denken wir darüber nach, die Aktion für die kommenden Erstklässler noch mal aufzulegen. Wir haben viele Eltern hier im Sportamt, die darauf verweisen, dass in den vergangenen Monaten kaum oder gar kein Sport möglich war“, schilderte Hölscher die schwierige Situation. Deshalb wolle man an den Sportgutscheinen festhalten und die Politik in einer der nächsten Ausschusssitzung darüber entscheiden lassen.

„Wenn wir über die Gutscheine rund 50 Kinder erreichen, wäre das schon eine tolle Sache“, so Hölscher abschließend.

Der Sportgutschein für eine Jahresmitgliedschaft in einem Werner Sportverein war wegen Corona sehr schwach nachgefragt. Foto: Wagner

Die UWW hat ihren Antrag zur „Schließung pandemiebedingter Lernlücken durch außerschulische Maßnahmen und Ferienprogramme“ bereits vor der Diskussion selbst einkassiert. Zu überzeugend war die Verwaltungsvorlage. Darin wurde dargelegt, dass die Grundschulleitungen in Werne eine Durchführung des Programms „Extra-Zeit zum Lernen in NRW“ nach dem Unterricht als wenig sinnvoll betrachten. Die Schülerinnen und Schüler seien nach dem Schultag erschöpft. Sie bräuchten ihre Mittagspause und das Spiel am Nachmittag, heißt es.

Vorgabe des Förderprogramms ist es, dass die Kinder nach dem Unterricht mindestens über drei Zeitstunden gefördert werden.

Die Schulverwaltung arbeite derzeit an der Planung eines zusätzlichen Lernförderangebots in den Sommerferien an den Werner Grundschulen. Eine Inanspruchnahme von Fördermitteln werde geprüft.

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