Freitag, Juli 1, 2022

Skulptur im Kreisel erlebbare Draußen-Kultur

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Wer­ne. Wer­ne hat ein neu­es Wahr­zei­chen. Die Stahl-Skulp­tur im Kreis­ver­kehr an Müns­ter­stra­ße, Beck­loh­hof und Burg­stra­ße, die in ihrem gro­ßen Kreis die Wer­ne-Sym­bo­le Klos­ter, Sim-Jü-Rie­sen­rad, Fahr­rad sowie ein Wel­len­band für Lip­pe und Hor­ne zusam­men­führt, wur­de am Sams­tag­nach­mit­tag von Bür­ger­meis­ter Lothar Christ, Ver­tre­tern des Hei­mat­ver­ei­nes Wer­ne, der Spar­kas­sen­Stif­tung, den aus­füh­ren­den Künst­lern und den zahl­rei­chen Ent­schei­dern aus Poli­tik und Ver­wal­tung eingeweiht.

Bür­ger­meis­ter Lothar Christ zeig­te sich sicht­lich beein­druckt von dem Kunst­werk, das am Don­ners­tag in einer spek­ta­ku­lä­ren Akti­on auf­ge­baut wor­den war.

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Ein fröh­lich-bunt beleuch­te­tes Pago­den­zelt an der Ein­mün­dung Beck­loh­hof sorg­te für den rich­ti­gen Rah­men, um das iden­ti­täts­stif­ten­de Wer­ne-Sym­bol offi­zi­ell ein­zu­wei­hen. Neben Künst­ler Alfred Gockel und Ideen­ge­ber Wil­fried Thö­ne, zähl­ten Pater Romu­ald, Guar­di­an des Kapu­zi­ner­klos­ters, sowie mit Rai­ner Tap­pe und Wil­li Lülf zwei Amts­vor­gän­ger von Lothar Christ zu den Gäs­ten aus Rat, Ver­wal­tung, vie­len Ver­ei­nen und Institutionen.

„Ein Kunst­werk mit hohem Iden­ti­täts­werk“, freu­te sich der Bür­ger­meis­ter, und hob den Wert von Kunst im öffent­li­chen Raum her­vor. „Kreis­ver­keh­re sind die neu­en Stadt­to­re“, zeig­te sich Künst­ler Alfred Gockel überzeugt.

Die Idee zur „Drau­ßen-Kul­tur“, erleb­bar für alle, hat­te der gebür­ti­ge Wer­ner und heu­te in Lüding­hau­sen behei­ma­te­te Wil­fried Thö­ne. Das Kapu­zi­ner­klos­ter anstel­le des his­to­ri­schen Wer­ner Rat­hau­ses in die Mit­te der Skulp­tur zu set­zen, fand aus vie­ler­lei Grün­den brei­te Zustim­mung. Umso mehr, da das Klos­ter aktu­ell auf 350 Jah­re Grund­stein­le­gung zurück­bli­cken kann und gera­de die Kapu­zi­ner eine wehr­haf­te Rol­le im Wider­stand wäh­rend der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus spielten.

Gemein­sam befrei­ten Rai­mund Happ (Hei­mat­ver­ein), Bür­ger­meis­ter Lothar Christ, Künst­ler Alfred Gockel sowie Ideen­ge­ber und Motor, Wil­fried Thö­ne (v.l.) die Wer­ne-Skulp­tur von ihrer Hül­le. Foto: Gaby Brüggemann

„Das Fahr­rad in der Skulp­tur steht für Wer­ne als das „Tor zum Müns­ter­land“, wäh­rend der alles umge­ben­de Ring die gesam­te Aura der Stadt ein­krei­sen soll“, erläu­ter­te Künst­ler Alfred Gockel. Das Sym­bol des Sim Jü-Rie­sen­ra­des an der Hand einer der bei­den Figu­ren kann übri­gens auf Wunsch aus­ge­tauscht und beson­de­ren Umstän­den ange­passt wer­den. So kön­nen zum Bei­spiel Sym­bo­le für das Stra­ßen­fes­ti­val oder die Len­kla­rer Rei­ter­ta­ge etc. nach Bedarf in den Blick gerückt werden.

Zahl­rei­che Inter­es­sier­te waren zur offi­zi­el­len Ein­wei­hung der Krei­sel-Kunst gekom­men. Foto: Gaby Brüggemann

Ein Allein­stel­lungs­merk­mal hat die Wer­ner Krei­sel-Kunst zudem. Denn die beglei­ten­de Licht­in­stal­la­ti­on, für die Man­fred Döp­per ver­ant­wort­lich zeich­net, ver­spricht eine Beson­der­heit: Wer den Kreis­ver­kehr künf­tig befah­re, den wer­de die Skulp­tur dabei beglei­ten. Am Sams­tag blieb die Beleuch­tung noch pro­vi­so­risch, weil ein tech­ni­sches Detail noch aus­ge­bes­sert wer­den muss.

Die Figu­ren inner­halb der Skulp­tur ste­hen schräg nach innen zum Klos­ter, wäh­rend die Figu­ren sel­ber aus zwei Ebe­nen bestehen, die in deren Inne­ren in einem 135 Grad-Win­kel gedreht wer­den. Vor dem Hin­ter­grund der Licht­in­stal­la­ti­on soll die Skulp­tur tags­über durch das Son­nen­licht und nachts durch die LED-Lam­pen Schat­ten wer­fen und auf die­se Art und Wei­se mit Auto­fah­rern und Pas­san­ten interagieren.

Vor dem Hin­ter­grund der Licht­in­stal­la­ti­on soll die Skulp­tur tags­über durch das Son­nen­licht und nachts durch die LED-Lam­pen Schat­ten wer­fen und auf die­se Art und Wei­se mit Auto­fah­rern und Pas­san­ten inter­agie­ren. Foto: Gaby Brüggemann

Dass der vor­ge­ge­be­ne finan­zi­el­le Rah­men in Höhe von 120.000 Euro dank ent­spre­chen­der Spon­so­ren ein­ge­hal­ten wer­den konn­te, run­det ein beson­de­res künst­le­ri­sches Pro­jekt ab, bei dem sich Gäs­te und Besu­cher letzt­lich beein­druckt von der Grö­ße, Prä­zi­si­on und der Idee die­ser Skulp­tur zeig­ten. „All dies wer­de frag­los beson­de­re Maß­stä­be mit Blick auf künf­ti­ge Pla­nun­gen set­zen“, so das ein­hel­li­ge Fazit aller Beteiligten.

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