Donnerstag, Dezember 9, 2021

Skulptur im Kreisel erlebbare Draußen-Kultur

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Werne. Werne hat ein neues Wahrze­ichen. Die Stahl-Skulp­tur im Kreisverkehr an Mün­ster­straße, Beck­lo­hhof und Burgstraße, die in ihrem großen Kreis die Werne-Sym­bole Kloster, Sim-Jü-Riesen­rad, Fahrrad sowie ein Wellen­band für Lippe und Horne zusam­men­führt, wurde am Sam­sta­gnach­mit­tag von Bürg­er­meis­ter Lothar Christ, Vertretern des Heimatvere­ines Werne, der Sparkassen­S­tiftung, den aus­führen­den Kün­stlern und den zahlre­ichen Entschei­dern aus Poli­tik und Ver­wal­tung eingeweiht.

Bürg­er­meis­ter Lothar Christ zeigte sich sichtlich beein­druckt von dem Kunst­werk, das am Don­ner­stag in ein­er spek­takulären Aktion aufge­baut wor­den war.

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Ein fröh­lich-bunt beleuchtetes Pago­den­zelt an der Ein­mün­dung Beck­lo­hhof sorgte für den richti­gen Rah­men, um das iden­titätss­tif­tende Werne-Sym­bol offiziell einzuwei­hen. Neben Kün­stler Alfred Gock­el und Ideenge­ber Wil­fried Thöne, zählten Pater Romuald, Guardian des Kapuzin­erk­losters, sowie mit Rain­er Tappe und Willi Lülf zwei Amtsvorgänger von Lothar Christ zu den Gästen aus Rat, Ver­wal­tung, vie­len Vere­inen und Institutionen.

„Ein Kunst­werk mit hohem Iden­titätswerk“, freute sich der Bürg­er­meis­ter, und hob den Wert von Kun­st im öffentlichen Raum her­vor. „Kreisverkehre sind die neuen Stadt­tore“, zeigte sich Kün­stler Alfred Gock­el überzeugt.

Die Idee zur „Draußen-Kul­tur“, erleb­bar für alle, hat­te der gebür­tige Wern­er und heute in Lüd­ing­hausen behei­matete Wil­fried Thöne. Das Kapuzin­erk­loster anstelle des his­torischen Wern­er Rathaus­es in die Mitte der Skulp­tur zu set­zen, fand aus viel­er­lei Grün­den bre­ite Zus­tim­mung. Umso mehr, da das Kloster aktuell auf 350 Jahre Grund­stein­le­gung zurück­blick­en kann und ger­ade die Kapuzin­er eine wehrhafte Rolle im Wider­stand während der Zeit des Nation­al­sozial­is­mus spielten.

Gemein­sam befre­it­en Raimund Happ (Heimatvere­in), Bürg­er­meis­ter Lothar Christ, Kün­stler Alfred Gock­el sowie Ideenge­ber und Motor, Wil­fried Thöne (v.l.) die Werne-Skulp­tur von ihrer Hülle. Foto: Gaby Brüggemann

„Das Fahrrad in der Skulp­tur ste­ht für Werne als das „Tor zum Mün­ster­land“, während der alles umgebende Ring die gesamte Aura der Stadt einkreisen soll“, erläuterte Kün­stler Alfred Gock­el. Das Sym­bol des Sim Jü-Riesen­rades an der Hand ein­er der bei­den Fig­uren kann übri­gens auf Wun­sch aus­ge­tauscht und beson­deren Umstän­den angepasst wer­den. So kön­nen zum Beispiel Sym­bole für das Straßen­fes­ti­val oder die Lenklar­er Reit­ertage etc. nach Bedarf in den Blick gerückt werden.

Zahlre­iche Inter­essierte waren zur offiziellen Ein­wei­hung der Kreisel-Kun­st gekom­men. Foto: Gaby Brüggemann

Ein Alle­in­stel­lungsmerk­mal hat die Wern­er Kreisel-Kun­st zudem. Denn die beglei­t­ende Lichtin­stal­la­tion, für die Man­fred Döp­per ver­ant­wortlich zeich­net, ver­spricht eine Beson­der­heit: Wer den Kreisverkehr kün­ftig befahre, den werde die Skulp­tur dabei begleit­en. Am Sam­stag blieb die Beleuch­tung noch pro­vi­sorisch, weil ein tech­nis­ches Detail noch aus­gebessert wer­den muss.

Die Fig­uren inner­halb der Skulp­tur ste­hen schräg nach innen zum Kloster, während die Fig­uren sel­ber aus zwei Ebe­nen beste­hen, die in deren Inneren in einem 135 Grad-Winkel gedreht wer­den. Vor dem Hin­ter­grund der Lichtin­stal­la­tion soll die Skulp­tur tagsüber durch das Son­nen­licht und nachts durch die LED-Lam­p­en Schat­ten wer­fen und auf diese Art und Weise mit Aut­o­fahrern und Pas­san­ten interagieren.

Vor dem Hin­ter­grund der Lichtin­stal­la­tion soll die Skulp­tur tagsüber durch das Son­nen­licht und nachts durch die LED-Lam­p­en Schat­ten wer­fen und auf diese Art und Weise mit Aut­o­fahrern und Pas­san­ten inter­agieren. Foto: Gaby Brüggemann

Dass der vorgegebene finanzielle Rah­men in Höhe von 120.000 Euro dank entsprechen­der Spon­soren einge­hal­ten wer­den kon­nte, run­det ein beson­deres kün­st­lerisches Pro­jekt ab, bei dem sich Gäste und Besuch­er let­ztlich beein­druckt von der Größe, Präzi­sion und der Idee dieser Skulp­tur zeigten. „All dies werde fra­g­los beson­dere Maßstäbe mit Blick auf kün­ftige Pla­nun­gen set­zen“, so das ein­hel­lige Faz­it aller Beteiligten.

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