Freitag, März 31, 2023

Schwerpunkteinsatz der Polizei zum Thema Fahrrad und Pedelec

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Kreis Unna. Die Kreis­po­li­zei­be­hör­de Unna hat am Sonn­tag (18. Juli) im gesam­ten Kreis­ge­biet einen mehr­stün­di­gen Schwer­punkt­ein­satz zum The­ma Fahr­rad und Pedelec durch­ge­führt. Dabei wur­den ins­ge­samt 1.008 Ver­kehrs­teil­neh­men­de kon­trol­liert. Die ernüch­tern­de Bilanz: Die Ein­satz­kräf­te stell­ten 422 Ver­stö­ße fest. Das berich­tet die Kreispolizeibehörde.

Hin­ter­grund des Schwer­punkt­ein­sat­zes: Der Rad­ver­kehr gewinnt mit Blick auf die Mobi­li­täts­wen­de immer mehr an Bedeu­tung. Das Fahr­rad und ins­be­son­de­re das Pedelec wer­den als Ver­kehrs­mit­tel immer mehr ange­nom­men. In Nord­rhein-West­fa­len ist die Zahl der ver­un­glück­ten Rad­fah­ren­den auf einem kon­stant hohen Niveau (15183 Fahr­rad­un­fäl­le mit Per­so­nen­scha­den in 2020). 

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Die Zahl der ver­un­glück­ten Pedelec­fah­ren­den nahm in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ste­tig zu. So sind im Jahr 2020 ins­ge­samt 3898 Pedelec­fah­ren­de ver­un­glückt (ein Plus von 1190 zu 2019). Im Jahr 2020 ist die Zahl der getö­te­ten Pedelec­fah­ren­den (30) im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum (23) um ins­ge­samt 30,43 Pro­zent gestie­gen. Die Zahl der schwer­ver­letz­ten Pedelec­fah­ren­den stieg von 620 im Jahr 2019 auf 973 in 2020. Bei den Leicht­ver­letz­ten erhöh­te sich die Zahl von 2065 im Jahr 2019 auf 2895 in 2020.

Im Zustän­dig­keits­be­reich der Kreis­po­li­zei­be­hör­de Unna ist die Gesamt­zahl der Ver­kehrs­un­fäl­le mit Fahr­rad- und Pedelec­fah­ren­den um 3,7 Pro­zent (2019: 307, 2020: 296) zwar zurück­ge­gan­gen, und auch die Anzahl der Ver­un­glück­ten sank um acht auf 247, aller­dings ist die­ser Rück­gang mar­gi­nal und im Ver­hält­nis zu ande­ren Ver­kehrs­be­tei­li­gungs­ar­ten nur gering. Im Jahr 2020 waren 28 Pro­zent aller Ver­un­glück­ten Fahr­rad- und Pedelec­fah­ren­de. Dabei wur­de ein Rad­fah­rer getötet. 

Die Zahl der Schwer­ver­letz­ten stieg im Ver­gleich zu 2019 um sechs auf 39 Per­so­nen an. 187 Rad­fah­ren­de ver­un­glück­ten bei 231 Ver­kehrs­un­fäl­len, 25 Per­so­nen wur­den dabei schwer ver­letzt – eine Stei­ge­rung um sechs im Ver­gleich zum Vor­jahr. Im glei­chen Zeit­raum ver­un­glück­ten 60 Pedelec­fah­ren­de bei ins­ge­samt 65 Ver­kehrs­un­fäl­len. Wie 2019 wur­den dabei 14 Per­so­nen schwer verletzt.

Aufgrund dieser Zahlen hat die Kreispolizeibehörde Unna während des Schwerpunkteinsatzes neben den repressiven auch präventive Maßnahmen ergriffen: An zwei mobilen Infoständen in Bönen und Kamen hatten Fahrrad- und Pedelecfahrende die Möglichkeit, sich über sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu informieren. Außerdem klärten Mitarbeiter aus der Kriminalprävention interessierte Bürgerinnen und Bürger darüber auf, wie sie ihre Fahrräder bzw. Pedelecs vor Diebstählen schützen können. Foto: Kreispolizeibehörde Unna
Auf­grund die­ser Zah­len hat die Kreis­po­li­zei­be­hör­de Unna wäh­rend des Schwer­punkt­ein­sat­zes neben den repres­si­ven auch prä­ven­ti­ve Maß­nah­men ergrif­fen: An zwei mobi­len Info­stän­den in Bönen und Kamen hat­ten Fahr­rad- und Pedelec­fah­ren­de die Mög­lich­keit, sich über siche­res Ver­hal­ten im Stra­ßen­ver­kehr zu infor­mie­ren. Außer­dem klär­ten Mit­ar­bei­ter aus der Kri­mi­nal­prä­ven­ti­on inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dar­über auf, wie sie ihre Fahr­rä­der bzw. Pedelecs vor Dieb­stäh­len schüt­zen kön­nen. Foto: Kreis­po­li­zei­be­hör­de Unna

„Auf der einen Sei­te sind wir mit dem Schwer­punkt­ein­satz sehr zufrie­den, denn wir haben vie­le posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen von den Men­schen für unse­re Maß­nah­men erhal­ten und konn­ten direkt vor Ort Prä­ven­ti­ons­ar­beit leis­ten. Auf der ande­ren Sei­te zeigt die hohe Zahl der fest­ge­stell­ten Ver­stö­ße, dass vie­le Ver­kehrs­teil­neh­men­de – egal ob auf einem Fahr­rad bzw. Pedelec oder im Kraft­fahr­zeug – die Gefah­ren im Stra­ßen­ver­kehr immer noch ver­ken­nen und sich nicht an die Regeln hal­ten. Und die­ses Ver­hal­ten sorgt lei­der für Ver­kehrs­un­fäl­le mit zum Teil schlim­men Fol­gen. Denn auf dem Spiel ste­hen: Leben und kör­per­li­che Unver­sehrt­heit. Des­halb wer­den wir unse­ren Weg auch kon­se­quent wei­ter­ge­hen, Schwer­punkt­ein­sät­ze die­ser Art fort­zu­set­zen und die Men­schen in unse­rem Zustän­dig­keits­be­reich für die Gefah­ren im Stra­ßen­ver­kehr zu sen­si­bi­li­sie­ren. Gegen­sei­ti­ge Rück­sicht­nah­me der Ver­kehrs­teil­neh­men­den wäre schon ein ers­ter Erfolg unse­rer täg­li­chen Arbeit“, bilan­ziert Ers­ter Poli­zei­haupt­kom­mis­sar Tho­mas Stol­te­fuß, Lei­ter des Ver­kehrs­diens­tes bei der Kreis­po­li­zei­be­hör­de Unna und Lei­ter des Schwerpunkteinsatzes.

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