Der Schul-Lockdown in NRW soll ab dem 22. Februar gelockert werden. Der Start soll unter anderem in den Grundschulen erfolgen. Foto: Volkmer
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Aktualisiert 12.02.2021 (12.15 Uhr)

Werne. Die Schulmail aus dem Ministerium ist allen Schulen zugestellt worden, bestätigte Wernes zuständiger Dezernent Alexander Ruhe. Die Schulleitungen machen sich nun an die Arbeit, Konzepte auszuarbeiten. Genau wie Eleonore Neumann, Leiterin der Uhlandschule, sieht Ruhe beim Hybrid-Unterricht die personellen Ressourcen der Schulen kritisch. „Anders als beim Lernen auf Distanz wird noch mehr Selbstständigkeit der Schüler nötig sein“, sagt der Schuldezernent.

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Unsicherheit bestehe laut Alexander Ruhe zudem bei der Meldung, dass die Primarstufe bei einem Inzidenzwert von 50 und darunter wieder in den reinen Präsenzunterricht wechseln könne. „Dazu stand meines Wissens nichts in der Schulmail. Die Frage stellt sich, ob der Wert im jeweiligen Landkreis erreicht sein muss oder landesweit. Dies gilt es noch zu klären“, so Ruhe abschließend.

Aktualisiert 11.02.2021 (18.30 Uhr)

Werne. In den frühen Nachmittagsstunden haben die Grundschulen in Werne die neuen Informationen aus Düsseldorf erhalten. Ab Montag, 22. Februar, wird demnach der Unterricht für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen der Primarstufe in Form eines Wechsels aus Präsenz- und Distanzunterricht wiederaufgenommen.

Bei den festzulegenden Intervallen der beiden Unterrichtsformen erhalten die Schulen Gestaltungsspielräume und treffen die dafür notwendigen Abstimmungen mit dem Schulträger. Die Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung des Wechselmodells trifft die Schulleitung. „Wir haben also einen sehr großen Spielraum“, ordnet Eleonore Neumann die Neuigkeiten der Schulministerin ein. Die Leiterin der Uhlandschule hat aber im Hinblick auf die Notbetreuung jedoch Bauchschmerzen. „Wir haben aktuell einfach zu wenig Personal, denn jetzt muss der Unterricht für Präsenz- und Distanzunterricht gestaltet werden. Gleichzeitig müssen wir für Schülerinnen und Schüler, die die Eltern an den Tagen des Distanzunterrichtes nicht betreuen können, eine pädagogische Betreuung gewährleisten. Das ist dann quasi eine kleine Schule innerhalb der Schule. Da frage ich mich, wer das morgens noch machen soll“, so Neumann weiter.

Bis jetzt sei die Durchführung der Notbetreuung mit Lehramtsanwärtern und sozialpädagogischen Fachkräften personell gerade noch zu bewerkstelligen gewesen. 50 der 430 Kinder der Uhlandschule haben in den vergangenen Wochen die Notbetreuung in Anspruch genommen. „Die Eltern haben das Angebot zuletzt aus unterschiedlichsten Gründen immer mehr wahrgenommen. Wenn das nun noch so weiter geht, könnte das bei uns der Knackpunkt sein, denn wenn ich die Leute von 8 bis 12 im Unterricht einsetze, kann ich die nicht zeitgleich in der Notbetreuung einsetzen“, sagt die Schulleiterin.

Bis Mitte nächster Woche wird sich die Schulleiterin mit ihrem Schulleitungsteam und den anderen Grundschulen absprechen und dann die Information an die Eltern weitergeben, an welchen Tagen die jeweiligen Klassen wieder in der Schule am Unterricht teilnehmen können.

Ursprüngliche Meldung

Werne. Nach der Corona-Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Länderchefs zeichnet sich ein schrittweise Öffnung der Schulen ab dem 22. Februar ab. Vorrang in NRW haben die Grundschulen, an denen Wechselunterricht stattfinden soll.

Nicht alle Kinder kommen demnach gleichzeitig in die Schulen. Stattdessen soll es abwechselnd Präsenz- und Distanzunterricht geben. Die genauen Pläne, will NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am heutigen Donnerstag (11. Februar) bekanntgeben; auch wie es mit älteren Schülern und vor allem Abschlussklassen weitergeht. Auch die vollständige Rückkehr zum Präsenzunterricht bei einem Inzidenzwert unter 50 „geistern“ durch die Medien.

Wernes Schulamtsleiterin Kathrin Kötter bestätigte auf Anfrage, dass ihr keine weiteren Informationen vorliegen. „Wir warten ab, bis sich das Ministerium meldet. Dann sehen wir weiter“, sagte sie.

Mit Blick auf den nahenden Rosenmontag und Karnevalsdienstag (15./16. Februar) steht fest, dass die Marga-Spiegel-Schule an den beweglichen Ferientagen festhalte, so Kötter. Währenddessen findet am Anne-Frank-Gymnasium und an den Grundschulen Unterricht statt – sowohl digital als auch in Präsenz in den Notgruppen. Am bischöflichen Gymnasium St. Christophorus hätte man nur bei einem Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht auf die freien Tage verzichtet. Auch das Berufskolleg verfährt so und hält an den Ferientagen fest.

Bei den Kitas scheint sich nach derzeitigem Stand nichts zu ändern. Es bleibt bei festen Gruppen und reduzierter Betreuungszeit. Die Einrichtungen bleiben geöffnet.

Wir berichten an dieser Stelle weiter.

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