Schüler des St. Christophorus Gymnasiums erwiesen sich als tatkräftige Helfer für viele Werner beim Schneeschieben. Foto: Privat
Schüler des St. Christophorus Gymnasiums erwiesen sich als tatkräftige Helfer für viele Werner beim Schneeschieben. Foto: Privat
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Werne. Als die Schneemassen in der Nacht von Samstag auf vergangenen Sonntag auch Werne heimsuchten, kam Schülern der Jahrgangsstufe elf am Gymnasium St. Christophorus die spontane Idee, ein mobiles „Schneeräum-Kommando“ aus dem Boden zu stampfen. Die Resonanz war überwätigend.

Schnell machte am Sonntagmorgen in den Sozialen Medien und über den WhatsApp-Statusdas Angebot der angehenden Abiturienten die Runde: „Zugeschneit? Wir helfen gerne!“ Gegen eine kleine Spende für die Abifeier versicherte die 15-köpfige Gruppe Einfahrten von der weißen Pracht zu befreien.

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„Wir haben zunächst unseren Nachbarn geholfen. Doch dann wurde der Ansturm groß und wir haben alles besser organisiert“, erzählt Julius Köckler. 14 Anfragen gingen ein, davon sogar welche aus Stockum und Herbern. Nicht nur, wie angekündigt, am Sonntag (7. Februar), sondern auch am Montag und Dienstag kamen die Schüler der außergewöhnlichen Nachbarschaftshilfe nach.

Zwischendurch gönnten sich die angehenden Abiturienten eine kurze Atempause - wie in diesem Garagenhof in Werne. Foto: Privat
Zwischendurch gönnten sich die angehenden Abiturienten eine kurze Atempause – wie in diesem Garagenhof in Werne. Foto: Privat

Ein harter Kern von fünf Leuten war seit dem Wintereinbruch nahezu rund um die Uhr im Einsatz, so dass sich die Abikasse füllte. „Die Bürgerinnen und Bürger zeigten sich sehr dankbar. Es war eine schöne Atmosphäre“, berichtet Julius Köckler. Der 16-Jährige und seine Mitstreiter erhielten nicht nur warme Getränke oder einen Dankesbrief der Anwohner, sondern auch großzügige Spenden. „Bislang haben wir rund 500 Euro für unsere Abikasse erarbeitet“, freut sich der Christophorus-Schüler. Im Sommer 2022 soll dann die Party steigen.

„Am Dienstag müssen wir noch zu zwei Bürgern. Das hatten wir nicht mehr geschafft“, sagt Julius Köckler. Danach sei das Auftragsbuch für das nachbarschaftliche Schneeschieben erst einmal leer.

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