Mittwoch, Juli 6, 2022

„Schneefrei Werne”: Angehende Abiturienten packen mit an

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Wer­ne. Als die Schnee­mas­sen in der Nacht von Sams­tag auf ver­gan­ge­nen Sonn­tag auch Wer­ne heim­such­ten, kam Schü­lern der Jahr­gangs­stu­fe elf am Gym­na­si­um St. Chris­to­pho­rus die spon­ta­ne Idee, ein mobi­les „Schnee­räum-Kom­man­do” aus dem Boden zu stamp­fen. Die Reso­nanz war überwältigend.

Schnell mach­te am Sonn­tag­mor­gen in den Sozia­len Medi­en und über den Whats­App-Sta­tus­das Ange­bot der ange­hen­den Abitu­ri­en­ten die Run­de: „Zuge­schneit? Wir hel­fen ger­ne!” Gegen eine klei­ne Spen­de für die Abi­fei­er ver­si­cher­te die 15-köp­fi­ge Grup­pe Ein­fahr­ten von der wei­ßen Pracht zu befreien.

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„Wir haben zunächst unse­ren Nach­barn gehol­fen. Doch dann wur­de der Ansturm groß und wir haben alles bes­ser orga­ni­siert”, erzählt Juli­us Köck­ler. 14 Anfra­gen gin­gen ein, davon sogar wel­che aus Sto­ckum und Her­bern. Nicht nur, wie ange­kün­digt, am Sonn­tag (7. Febru­ar), son­dern auch am Mon­tag und Diens­tag kamen die Schü­ler der außer­ge­wöhn­li­chen Nach­bar­schafts­hil­fe nach.

Zwischendurch gönnten sich die angehenden Abiturienten eine kurze Atempause - wie in diesem Garagenhof in Werne. Foto: Privat
Zwi­schen­durch gönn­ten sich die ange­hen­den Abitu­ri­en­ten eine kur­ze Atem­pau­se – wie in die­sem Gara­gen­hof in Wer­ne. Foto: Privat

Ein har­ter Kern von fünf Leu­ten war seit dem Win­ter­ein­bruch nahe­zu rund um die Uhr im Ein­satz, so dass sich die Abi­kas­se füll­te. „Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zeig­ten sich sehr dank­bar. Es war eine schö­ne Atmo­sphä­re”, berich­tet Juli­us Köck­ler. Der 16-Jäh­ri­ge und sei­ne Mit­strei­ter erhiel­ten nicht nur war­me Geträn­ke oder einen Dan­kes­brief der Anwoh­ner, son­dern auch groß­zü­gi­ge Spen­den. „Bis­lang haben wir rund 500 Euro für unse­re Abi­kas­se erar­bei­tet”, freut sich der Chris­to­pho­rus-Schü­ler. Im Som­mer 2022 soll dann die Par­ty steigen.

„Am Diens­tag müs­sen wir noch zu zwei Bür­gern. Das hat­ten wir nicht mehr geschafft”, sagt Juli­us Köck­ler. Danach sei das Auf­trags­buch für das nach­bar­schaft­li­che Schnee­schie­ben erst ein­mal leer.

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