Montag, Januar 24, 2022

Rekordbeteiligung bei Lichterfahrt durch Werne und Umgebung

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Werne. Mit fes­tlich beleuchteten Trak­toren haben sich Land­wirte aus Werne und den benach­barten Städten am Sam­stagabend auf Lichter­fahrt begeben. Im Gegen­satz zur Pre­miere im ver­gan­genen Jahr war die Route vor dem Start bekan­nt gegeben wor­den, sodass die viele Men­schen die Möglichkeit genutzt haben, Augen­zeu­gen der Tour unter dem Mot­to „Ein Funken Hoff­nung“ zu werden.

Geduldig wurde am Straßen­rand gewartet, wohl wis­send, dass der Zug irgend­wann schon vor­bei kom­men würde. Ein­set­zen­der Niesel­re­gen machte dieses Unter­fan­gen zwar nicht angenehm, doch wer nach dem umjubel­ten Vor­beifahren der Kolonne einen Blick auf die Wartenden warf, wusste sofort, dass sich die Geduld gelohnt hat­te, denn über­all hin­ter­ließen die wei­h­nachtlich geschmück­ten Fahrzeuge strahlende Gesichter.

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Ein Zuschauer auf der Capeller Straße brachte es auf den Punkt: „Das ist wie beim Rosen­mon­tag­sumzug.“ Dass dabei keine Kamellen durch die Luft flo­gen, störte in nie­man­den, galt es doch, in der kurzen Zeit des Vor­beifahrens möglichst viele der liebevoll gestal­teten Details an den Fahrzeu­gen zu ent­deck­en – und natür­lich den Gruß der Fahren­den wink­end zu erwidern.

Erst­mals war die Strecke der wei­h­nachtlichen Lichter­fahrt der Land­wirte bekan­nt. Viele hat­ten sich am Straßen­rand ver­sam­melt, um den Umzug zu bewun­dern. Foto: Volkmer

„Wir sind super zufrieden. Es hat alles gut geklappt. Viele freudi­ge Kinder haben wir gese­hen und das hat uns bestätigt, dass es richtig war, den Ver­lauf bekan­nt zu geben, sodass viele passend ste­hen kon­nten“, so Fer­di­nand Schulze Fron­ing, der sich um den Ablauf des beson­deren Umzugs geküm­mert hat­te, der in Langern startete und nach 33 Kilo­me­tern und über 250 Minuten in Horst endete.

Die zweite Lichter­fahrt in Werne und Umge­bung stieß dank der län­geren Vor­bere­itungszeit auf eine enorme Res­o­nanz an Teil­nehmenden, denn mit den 65 Schlep­pern roll­ten mehr als dop­pelt so viele Fahrzeuge über die Straßen wie bei der Pre­miere. Ein großer Erfolg für den Land­wirtschaftlichen Ortsver­band Werne, der als Ver­anstal­ter fungierte.

Große Änderun­gen bei der Wegführung gab es unter­wegs nicht, lediglich die Landwehrstraße und die Her­mann-Löns-Straße wur­den aus­ge­lassen, weil sich viele Zuschauen­den ent­lang der Selmer Land­straße und bei Möbel Neuhaus posi­tion­iert hat­ten. „Die Bürg­er haben sich an die Coro­na-Regeln gehal­ten. Auch dann, wenn teil­weise viele zusam­men standen“, berichtete der Agrar­be­trieb­swirt zufrieden. Auch die Zusam­me­nar­beit mit der Polizei Werne habe super geklappt. „Die haben für einem rei­bungslosen Ablauf gesorgt“, so Schulze Froning.

Den heimis­chen Land­wirten ist es erneut gelun­gen, mit geschmück­ten und beleuchteten Treck­ern und Zug­fahrzeu­gen Licht in den Pan­demie-Advent zu brin­gen. Foto: Volkmer

Ziel der Parade war es auch, dass die Zuschauen­den das eigene Einkaufsver­hal­ten über­denken sollen. Im zur Fahrt erschiene­nen Posi­tion­spa­pi­er heißt es dazu: „Wir wollen weit­er machen, eine Lebens­mit­telver­sorgung für das Land sich­er­stellen. Das geht nur gemein­sam. Achtet darauf, was ihr kauft. Kauft region­al oder lokal.“

Ein Punkt, den der Haupt-Organ­isator der Lichter­fahrt auch in seinem Faz­it auf­nahm. „Ich denke, wir haben alle zum Strahlen gebracht. Und hof­fentlich die Eltern auch zum Nach­denken, dass es ohne die regionalen Land­wirte nicht geht“, sagte Schulze Froning.

Hier geht es zu unser­er Fotostrecke.

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