Donnerstag, Dezember 9, 2021

Nordkirchen-Projekte: Hallenbad und Gebäude für JCS-Oberstufe

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Nord­kirchen. Mit den bei­den Pro­jek­ten „Hal­len­bad-Neubau“ und „Erweiterung der Johann-Con­rad-Schlaun-Gesamtschule (JCS)“ geht es in der Gemeinde Nord­kirchen voran. 

Einge­bet­tet in die Pläne für eine Hote­lan­lage und die Fort­bil­dungs-Akademie Finanzen NRW auf dem Grund­stück direkt neben der Gesamtschule Am Gor­bach sollen hier ein Hal­len­bad und der Erweiterungs­bau für die Ober­stufe der JCS entste­hen. „Sie sehen in glück­liche Gesichter“, leit­ete Bürg­er­meis­ter Diet­mar Bergmann am Dien­stag, 9. Novem­ber, im Rathaus das Medi­enge­spräch zum aktuellen Pro­jek­t­stand ein. Zusam­men mit Bauamt­sleit­er Josef Klaas und Fach­bere­ich­slei­t­erin Ali­na Kundt (Bürg­erser­vice, Fam­i­lie, Soziales) informierte er über die bei­den großen Vorhaben, deren Bau im Jahr 2022 begin­nen und anschließend in einem Zeitraum von zwei Jahren fer­tiggestellt sein solle.

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Was let­ztlich noch fehlt, sind die Unter­schriften des Lan­des NRW als Träger der Fach­hochschule für Finanzen (FHF) mit dem Ja zum Bau des Fort­bil­dungsakademie auf dem Gelände und des Hotel-Investors unter das kom­plexe Ver­tragswerk. Der Rat der Gemeinde Nord­kirchen hat­te sein­er­seits am ver­gan­genen Don­ner­stag in nicht öffentlich­er Sitzung ein­stim­mig beschlossen, den eige­nen Part in Form eines Dien­stleis­tungsver­trags für die Nutzung des Hal­len­bades zu übernehmen.

„Das war eine schwierige Entschei­dung, weil es ja auch dauer­haft Geld kostet“, räumte Bergmann ein. Den­noch: Ein Hal­len­bad ist in Nord­kirchen in der Bürg­er­schaft spätestens seit der Schließung des Vorgänger­bades im Schloss­park 2015 drin­gend erwün­scht. Allein die Sanierung des ver­al­teten Gebäudes hätte damals schon rund drei Mil­lio­nen Euro ver­schlun­gen, ohne Mod­ernisierungskosten, erin­nerte er an die Entschei­dung, stattdessen einen Neubau zu erricht­en. Der war auch schon beschlossen, als später mit den Hotel-Plä­nen die Option ein­er gemein­samen Nutzung für Hotel­gäste und Bürger/innen ins Auge gefasst wurde. Eine Schwimm­schule ist neben Hotel und Gemeinde die dritte im Hal­len­bad-Bunde, die eigene Räume und ein Kurs­beck­en für ihr Ange­bot nutzen will.

Wir haben 1.300 Schüler/innen in der Gemeinde, betonte Bergmann den wichti­gen Anspruch, Schulschwim­men zu ermöglichen. Hinzu komme die Nutzung durch Vere­ine wie DLRG und vor allem auch für jene Schwim­mgäste hinzu, die nicht vere­ins­ge­bun­den sind und so ein Sportange­bot bekom­men. Das gelte ins­beson­dere auch für Ältere. Neben den Hotel­gästen, der Klien­tel der Schwimm­schule und den Nord­kirch­en­er Schwim­mgästen dürften auch die Studieren­den der FHF das Hal­len­bad eben­so fre­quen­tieren wie etwa Touris­ten. Unmit­tel­bar benach­bart sind der Wohn­mo­bil­stellplatz und viele Sportan­la­gen um das Gelände herum.

In dem Dien­stleis­ter-Ver­trag mit dem Hotel­be­treiber wird die Gemeinde Per­son­al, Betrieb und Tech­nik für die Nutzung des Hal­len­bads buchen. Das hat aus Sicht der Ver­wal­tung zum Beispiel den Charme, dass die Hotel­tech­niker eine Schwim­m­meis­ter-Aus­bil­dung erhal­ten wer­den und man somit kein eigenes Per­son­al stellen muss. Eben­falls von Vorteil ist die gemein­same Finanzierung der Unter­hal­tungs- und Nebenkosten durch die Part­ner, die auch bei etwaigen Ver­anstal­tun­gen im Bad zusam­me­nar­beit­en wollen. Der finanzielle Anteil der Gemeinde Nord­kirchen an dem Kon­strukt werde jährlich in einem sechsstel­li­gen Bere­ich liegen, hieß es.

Ein kom­plex­es Ver­tragswerk regele die Details, erläuterte Josef Klaas. Der Hotel­be­treiber als Dien­stleis­ter arbeite nicht gewin­nori­en­tiert. Der Bau des Hal­len­bades mit einem vier mal 25 Meter großen Vario-Edel­stahl-Beck­en genügt dem höch­sten ener­getis­chen Stan­dard. Für Bar­ri­ere­frei­heit ist unter anderem mit Roll­stuhlram­p­en bis ins Beck­en gesorgt.

Direkt angrenzend an das Gelände der Gesamtschule Am Gorbach sollen unter anderem auch der Hallenbad-Neubau und ein Erweiterungsbau für die Oberstufe der Gesamtschule entstehen. Foto: Gaby Brüggemann
Direkt angren­zend an das Gelände der Gesamtschule Am Gor­bach sollen unter anderem auch der Hal­len­bad-Neubau und ein Erweiterungs­bau für die Ober­stufe der Gesamtschule entste­hen. Foto: Gaby Brüggemann

Neubau für die Ober­stufe der Gesamtschule

Ein Erweiterungs­bau für die Ober­stufe der Johann-Con­rad-Schlaun-Gesamtschule soll im beste­hen­den Schul­ge­bäude den drin­gend benötigten Raumgewinn für die Klassen der Unter- und Mit­tel­stufe bringen. 

In der Ober­stufe bauen nicht nur die Schüler/innen der JCS ihr Abitur, son­dern auch viele Jugendliche aus den Schulen der Umge­bung, schilderte Diet­mar Bergmann den in den ver­gan­genen Jahren stets gewach­se­nen Bedarf. 

In dem neuen dreigeschos­si­gen Gebäude sollen auf ins­ge­samt 1.200 Quadrat­metern Fläche zwölf Klassen- und Kursräume plus weit­ere Räum­lichkeit­en ange­siedelt wer­den. Das Gebäude wird die Gemeinde für die Schul­nutzung vom Investor mieten und schließt zu diesem Zweck einen städte­baulichen Ver­trag. Unter Strich erwarten pos­i­tive Effek­te auf Arbeit­splätze und Wirtschaft­skraft der Gemeinde, zeigte sich Bergmann überzeugt.

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