Die Nordwest-Ansicht des geplanten neuen Feuerwehrgerätehauses in Stockum. Visualisierung: ulrich+bahr architekten gmbh
Die Nordwest-Ansicht des geplanten neuen Feuerwehrgerätehauses in Stockum. Visualisierung: ulrich+bahr architekten gmbh
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Aktualisiert 31.03.2021 – 13.00 Uhr

Stockum. In der Sitzung des Betriebsauschusses des Kommunalbetriebs Werne (KBW) wies Ratsfrau Uta Leisentritt (CDU) auf die Fördermöglichkeit für Feuerwehrhäuser seitens des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hin. Die KBW-Leitung hatte aber ihre Hausaufgaben gemacht – mit Erfolg. Am Mittwoch (31. März) flatterte der Förderbescheid ins Postfach.

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Das Ministerium hat heute die Förderung für Feuerwehrhäuser veröffentlicht. Ergebnis: Die Stadt Werne profitiert mit ihrem Neubau eines Feuerwehrhauses zur Aufrechterhaltung des Brandschutzes. 250.000 Euro wurden jetzt bewilligt.

Ebenfalls 250.000 Euro fließen nach Fröndenberg-Ostbüren. Für die Sanierung eines Feuerwehrhauses erhält die Stadt Schwerte 45.000 Euro.

Ursprüngliche Meldung

Stockum. Mit einer Fahrzeughalle als Herzstück, einem Schulungsraum, Werkstattbereich und extensiv begrünte Dachflächen: So soll das neue Feuerwehrgerätehaus in Stockum am Ende aussehen. Den Entwurf stellte Dipl.-Ing. Uwe Ulrich für das Büro ulrich+bahr Architekten GmbH aus Dortmund im Betriebsausschuss des Kommunalbetriebs Werne (KBW) vor.

Im Eingangsbereich, der zum Nordwesten ausgerichtet werden soll, entstehen die Umkleideräume und Sanitäranlagen, jeweils für Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr in Stockum. In einem Schulungsraum finden 56 Personen Platz. Dieser kann später auch für andere Sitzungen, zum Beispiel für den Bezirksausschuss Stockum, sowie Feierlichkeiten genutzt werden und erhält daher einen separaten Eingang.

Der Werkstattbereich liegt in unmittelbarer Nähe zum „Herzstück“, der Halle mit Waschanlage, in der fünf Fahrzeuge Platz finden. Im Obergeschoss wird es eine Hausmeisterwohnung geben, die Dachflächen sollen extensiv begrünt und zudem eine Photovoltaikanlage installiert werden. Weiterhin haben sich die Feuerwehrleute eine Übungstreppe an der nordöstlichen Seite gewünscht. 24 Parkplätze werden vor dem Feuerwehrhaus für die ehrenamtlichen Kräfte eingerichtet.

In Sachen Klimaschutz wünschte sich Ulrich Höltmann (SPD) „alles, was möglich ist“. Uta Leisentritt (CDU) fragte nach den Kosten und wies auf ein aktuelles Förderprogramm für Feuerwehrhäuser hin. „Wir befinden uns in einem Prozess. Die Kostenberechnung wird folgen, nachdem wir Ihre Anregungen aufgenommen haben“, antwortete KBW-Leiter Frank Adamietz.

Auch Klaus Schlüter (Bündnis 90/Die Grünen) forderte, alle Fördermaßnahmen – auch in Sachen Klimaschutz – zu nutzen. „Wir werden das sehr genau beobachten“, sagte der Ratsherr.

Die Installation einer Ampelanlage habe man verworfen, da sie anrückende Kameraden blockieren würde. Stattdessen habe man sich auf Warnschilder verständigt, berichtete Feuerwehr-Chef Thomas Temmann. Hintergrund war der Einwurf von Markus Rusche (CDU), der durch eine Ampel die Anwohner mehr vor Lärm geschützt sehen würde, da die Einsatzkräfte ohne Sirene ausrücken könnten.

Die Betriebsleitung wurde am Ende der Diskussion einstimmig damit beauftragt, den Projektverlauf auf Basis des vorgestellten Entwurfsstandes fortzuführen. „Es geht jetzt auf die nächste Konkretisierungsstufe. Die Frage wird lauten, wieviel wir ausgeben wollen“, schloss Ausschussvorsitzender Lars Hübchen diesen Tagesordnungspunkt.

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