Heiko Mönster vor seinem „Mönsterländer
Heiko Mönster vor seinem „Mönsterländer". Nach seinem Umbau ist er jetzt in seinem mobilen zuhause autark unterwegs. Foto: Isabel Schütte
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Herbern. Vor fünf Jahren hat die Familie Mönster aus Herbern das Campen für sich entdeckt. Über 40 Campingplätze hat die fünfköpfige Familie in dieser Zeit schon angefahren – in Italien, Holland, Frankreich und vor allem in Deutschland.

Ihr Wohnwagen, der „Mönsterländer“, ist 24 Jahre alt und damit zwar ein altes Schätzchen, aber immer noch gut in Schuss. Damit die Familie auch in Corona-Zeiten auf Tour gehen kann, hat Heiko Mönster (52) seinen Camper umgerüstet. Damit ist dieser jetzt energieautark.

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„Die Idee hatte ich schon länger, aber im Lockdown war genügend Zeit, mich um alles zu kümmern“, erzählt der Herberner. Dabei wurde erst einmal alles getestet. Herhalten musste eine Autobatterie. Mönster schloss einen Fernseher an und schaute, wie lange dieser mit der Batterie läuft. „Zwei Tage war das Resultat. Aber es war eben nur ein Fernseher.“

Mit einem kleinen Regler kann Heiko Mönster die Energieversorgung im Wohnwagen regeln und kontrollieren. Gleiches geht auch mit der dazugehörigen App auf seinem Handy. Foto: Isabel Schütte
Mit einem kleinen Regler kann Heiko Mönster die Energieversorgung im Wohnwagen regeln und kontrollieren. Gleiches geht auch mit der dazugehörigen App auf seinem Handy. Foto: Isabel Schütte

Die zentrale Versorgung mit Energie klügelte Heiko Mönster daraufhin bis ins kleinste Detail aus. Die Leuchtmittel im Wohnwagen wurden – energiesparend – auf LED umgerüstet. Ein Spannungswandler und zwei Solarplatten mit jeweils 100 Watt vervollständigen das Werk. Der Herberner achtete bei seinen Umbauten immer auf das Zuladungsgewicht und die gute Qualität der eingebauten Produkte. Das handwerkliche Geschick hat er „im Blut“.

Der Spannungswandler wurde in einer Klappe verbaut. Und durch eine auf dem Handy installierten App kann jetzt der Stromverbrauch eingesehen und kontrolliert werden. Auf die Frage, wie die Platten mit dem Wohnwagen verbunden werden, gab es eine kurze Antwort: Sie wurden verklebt. Mit der Märzsonne kamen in vier Stunden 120  Amperstunde zusammen. Zudem wird dank des Spannungswandlers eine Menge Strom gespart. „Wir kommen so auf jeden Fall klar“, betont Heiko Mönster.

Zwei Solarplatten wurden für die autark-Versorgung auf den Wohnwagen verklebt. Foto: Isabel Schütte
Zwei Solarplatten wurden für die autark-Versorgung auf den Wohnwagen verklebt. Foto: Isabel Schütte

Da die Familie ihren Wohnwagen jetzt selbst mit Strom versorgen kann, hat sie mit Blick auf den Sommerurlaub wohl bessere Karten als die meisten anderen, die es in die Ferne zieht. „Wir haben Italien gebucht und hoffen, dass es in diesem Jahr klappt. Für alles gerüstet sind wir ja jetzt auf jeden Fall“, gibt Mönster die einhellige Einschätzung der gesamten Familie wieder.

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