Schülerinnen sollen nachhaltige Menstruationsartikel kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, fordert die Linke. Symbolfoto: pixabay
Schülerinnen sollen nachhaltige Menstruationsartikel kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, fordert die Linke. Im Ausschuss gab es nun eine überraschende Wende zu diesem Antrag. Symbolfoto: pixabay
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Werne. In einem Antrag an den Rat befasst sich die Fraktion Die Linke mit einem Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit und fordert darin, Menstruationsartikel künftig an Schulen und kommunalen Bildungseinrichtungen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Im Schul- und Sportausschuss wurde nun diskutiert und die Entscheidung vertagt.

Schuldezernent Alexander Ruhe sah noch viele offene Fragen und erbat seinem Team mehr Zeit, um ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten. Alle Fraktionen stimmten letztlich für diesen Arbeitsauftrag.

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Wer ist alles anspruchsberechtigt? Wie lässt sich die Ausgabe der Artikel praktisch umsetzen, an welcher Stelle sollen diese ausgegeben werden – über einen Automaten auf der Mädchentoilette oder im Schulsekretariat? In der zweiten Alternative bestünde die Gefahr der Stigmatisierung, so Alexander Ruhe, der zusammenfasste: „Wir müssen noch viele Punkte klären und aufgrund der zu erwartenden Kosten auch den Haupt- und Finanzausschuss beteiligen. Denn dieser Antrag hat Signalwirkung.“

Der Dezernent schlug außerdem vor, das Vorhaben zeitlich zu befristen und wissenschaftlich zu begleiten. Und schließlich wolle man noch die Expertise der Schulleitungen berücksichtigen. Ein „vernünftiges Konzept“ soll bis um 31. August 2021 vorliegen, versprach Ruhe abschließend.

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