Lolli-Tests an Grundschulen „für Kinder viel einfacher“

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Werne. Seit Montag vergangener Woche werden an allen Grund- und Förderschulen in NRW die so genannten Lolli-Tests angeboten. Am 17. Mai ist der Wechselunterricht in den Grundschulen in Werne wieder gestartet. WERNEplus hat bei der größten Grundschule nachgefragt, wie die Testungen laufen.

In der vergangenen Woche sind an der Uhlandschule die Kinder aus der Notbetreuung mit den neuen Tests gestartet. „Da hatten wir fünf Lerngruppen, in denen die Kinder erstmals mit dem Lolli-Test getestet worden ist. Erfreulicherweise waren alle Ergebnisse negativ“, berichtet Rektorin Eleonore Neumann. Anders als bei den bisher genutzten Antigen-Tests sind die Lolli-Tests PCR-Tests und werden als Pool, also von der gesamten Lerngruppe oder Klasse genommen, dann eingesammelt und zusammen untersucht.

Das Ergebnis bekommen die Schulen am Tag nach dem Testungen spätestens bis 6 Uhr morgens mitgeteilt. Ist ein Test positiv, müssen alle Betroffenen noch einmal einzeln getestet werden. Das funktioniert ebenso mit einem Lolli-Test, der von der Schule zur Verfügung gestellt wird. Diese Probe bringen dann die Eltern zur Schule, bevor diese gemeinsam mit den anderen Tests in Labor ausgewertet wird. Spätestens nach zwei Tagen kann dadurch genau festgestellt werden kann, welches Kind in der Klasse infiziert ist.

Die Einführung der Lolli-Tests war vor Monaten noch nicht abzusehen. „Wie waren daher komplett auf die Schnelltests vorbereitet. Wir haben Handschule und Schnupftücher gekauft und Desinfektionstücher von der Stadt bekommen“, berichtet Neumann. Da die Schule aber geschlossen war, haben lediglich die Kinder in der Notbetreuung die Schnelltests kennengelernt. In der zurückliegenden Woche waren diese Kinder dann auch die Ersten beim Lolli-Test. „Das ist natürlich für die Kinder einfacher durchführbar und geht auch viel schneller“, ist die Schulleiterin von der leichteren Test-Möglichkeit angetan. In dieser Woche werden erstmals alle 430 Kinder einen PCR-Lolli-Test machen.

Komplizierter als die Durchführung der Tests sei die Beschaffung. „Die Bezirksregierung hat eine Hotline eingerichtet und leitet unsere Wünsche dann an das Labor weiter“, sagt Neumann. Um die 35 Lehrer über die Tests zu informieren, musste Neumann gleich vier Videokonferenzen durchführen, da coronabedingt derzeit keine anderen Möglichkeiten gegeben sind. Das Kollegium nutzt übrigens auf Anweisung des Ministeriums weiterhin die Schnelltests.

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