Nach Beobachtungen von WERNEplus fahren aus Richtung Rünthe deutlich mehr Verkehrsteilnehmer über die gesperrte Straße und die Lippebrücke. Dennoch ist es nicht vorgesehen, eine ähnliche Schranke auf der Bergkamener Seite einzurichten, wie sie am Südring in Werne existiert. Foto: Volkmer
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Werne/Rünthe. Selbst wenn die Schilder unmissverständlich deutlich machen, dass die Lippebrücke derzeit gesperrt ist, gibt es Verkehrsteilnehmende, die dies auch nach knapp drei Wochen noch immer missachten.

Das ist auch bei der StraßenNRW-Regionalniederlassung Ruhr bekannt, die die neue B233-Brücke über die Lippe zwischen Bergkamen-Rünthe und Werne errichtet. Jetzt steht fest, ob das Fehlverhalten einiger Fahrer Konsequenzen haben wird.

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Zu Erinnerung: Am Werner Stadtausgang an der Ampelkreuzung am Südring ist die bisherige Geradeausspur für den Autoverkehr versperrt, an der Busspur wurde eine Schranke installiert, durch die Busse und Rettungsfahrzeuge weiter in Richtung Rünthe fahren können. Auf der Seite von Rünthe gibt es keine Schranke, die den Zufluss zusätzlich zur Baustellenampel regelt.

Am Mittwoch (21. Juli) hat zu diesem Thema eine Besprechung der Bauleitung stattgefunden – mit dem Ergebnis, dass alles wie bisher bleibt. „Es sind unsererseits alle Möglichkeiten ausgeschöpft“, berichtet Sprecherin Nadia Leihs auf WERNEplus-Anfrage vom Ergebnis der Sitzung. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich nur um einzelne Verkehrsteilnehmende handele, die die Regelungen ignorieren, seien zusätzliche Maßnahmen sehr aufwendig, so die Sprecherin weiter.

Die Arbeiten für die künftige Zufahrt auf die neue Brücke laufen auf Hochtouren. Foto: Volkmer

Das Aufstellen einer Schranke sei beispielsweise mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden und bei den wenigen Falschfahrern letztlich nicht gerechtfertigt, berichtet Leihs. Die neuen Zahlen der Polizei bestätigen diese Einschätzung. Seit dem Beginn der Vollsperrung hat die Polizei bis einschließlich Mittwoch (21. Juli) bereits elf Kontrollen durchgeführt, dabei aber lediglich vier Vergehen erfasst. „Das sind drei Verwarnungsgelder gewesen und eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit“, berichtet Polizeisprecher Christian Stein, der überdies ankündigt, dass weitere Kontrollen folgen werden.  

Aktuell laufen auf beiden Seiten der Brücke die Straßenarbeiten samt der dazugehörigen Unterkonstruktionen auch für den künftigen Gehweg. Bereits abgeschlossen sind die vorbereitenden Arbeiten für die Verlegung der Kabel für Strom und Telekommunikation, die künftig unter der Brücke herlaufen werden.

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