Personen des Jahrgangs 1941 und ihre Ehe- bzw. Lebenspartner können in Kürze Termine im Impfzentrum Unna vereinbaren. Foto: Volkmer
Personen des Jahrgangs 1941 und 1948 und die Über-80-Jährigen sowie ihre Ehe- bzw. Lebenspartner können Termine im Impfzentrum Unna vereinbaren. Foto: Volkmer
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Kreis Unna/Werne. Lieferprobleme bei Biontech Pfizer haben konkrete Auswirkungen auf die Impf-Planungen in Nordrhein-Westfalen: Der Start der Impfzentren wird um eine Woche verschoben und für Kliniken gilt ein sofortiger Impfstopp.

Das Impfzentrum für den Kreis Unna ist in der neuen Kreissporthalle an der Platanenallee 20a eingerichtet worden und sollte am 1. Februar offiziell seine Pforten öffnen. Jetzt steht fest, dass das Unnaer Impfzentrum und die 52 weiteren Einrichtungen ihren Betrieb erst am 8. Februar aufnehmen können. „Die von Biontech aktuell mitgeteilten geänderten Liefermengen machen zwingend eine Änderung der Impfplanung erforderlich“, heißt es in dem Schreiben des Gesundheits-Ministeriums, das am Dienstagabend auch beim Kreis eingegangen ist. „Davon sind wir nicht ausgegangen, weil bis dahin noch eine ganz andere Aussage im Raum stand“, reagierte Kreis-Presseprecher Volker Meier auf Anfrage überrascht. Gemeint sind die Umbauten an einem Pfizer-Werk in Belgien, die eigentlich keine Auswirkungen auf die Lieferungen haben sollten. Das scheint nun anders zu sein.

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Wegen der verzögerten Lieferung hat NRW den Start der Impfungen für über 80-Jährige, die zu Hause leben, verschoben. Einen Termin für die Impfung können Senioren aber nach aktuellem Stand wie geplant ab dem kommenden Montag, 25. Januar, vereinbaren. Impfberechtigte Bürger können ab 8 Uhr online unter www.116117.de einen Termin ab dem 8. Februar ausmachen. Darüber hinaus wird auch eine telefonische Terminvergabe unter den kostenfreien Telefonnummern 116 117 sowie ausschließlich in Westfalen-Lippe auch unter 0800 116 117 02 möglich sein.

„Die Verschiebung ist für die Menschen, die darauf warten, nicht schön, denn die möchten möglichst bald geimpft werden“, stellt Meier fest. Dass viele Menschen auf ihre Impfung warten, zeige jüngst ein erhöhtes Aufkommen an Nachfragen – unter anderem beim Gesundheitsamt. Dafür, dass das Thema bei den durch das SARS-CoV-2-Virus besonders gefährdeten Menschen besonders groß ist, hat der Pressesprecher Verständnis: „Das sind hoch betagte Menschen, die natürlich jetzt auch versuchen, an die Reihe zu kommen.“

Der Lieferverzögerungen führen auch dazu, dass die Erst-Impfungen in Krankenhäusern und in den Pflegeeinrichtungen pausieren müssen. Erst am Dienstag hatten 42 Mitarbeiter des St.-Christophorus-Krankenhauses in Werne die Spritze bekommen. Ab dem 1. Februar sollen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern die Impfungen fortgesetzt werden. 

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