Dienstag, September 27, 2022

Kreis Unna möchte die Corona-Notbremse mit Test-Option ziehen

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Kreis Unna/Werne. Liegt die 7‑Ta­ges-Inzi­denz in einem Kreis an drei Werk­ta­gen in Fol­ge über dem Wert von 100 Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Ein­woh­ner, greift die Coro­na-Not­brem­se. Dann ent­schei­det die betrof­fe­ne Kom­mu­ne in Abstim­mung mit dem Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um zwi­schen zwei Vari­an­ten: stren­ger Lock­down mit Auf­he­bung der zum 8. März in Kraft getre­te­nen Öff­nun­gen oder Test-Opti­on. Letz­te­re möch­te der Kreis Unna ziehen. 

Der Kreis liegt aktu­ell bei einem Wert von 100,5. Am Sonn­tag lag die Inzi­denz bei 101.5. Wie erst heu­te bekannt gewor­den ist, war bereits am Sams­tag, als der Wert zunächst mit 97 ange­ge­ben wur­de, eben­falls die 100 bereits über­schrit­ten. Der Wert ist auf 101,5 hoch­kor­ri­giert wor­den. Das teil­te Uwe Hasche, Gesund­heits­de­zer­nent des Krei­ses, am Mon­tag­nach­mit­tag bei einer Pres­se­kon­fe­renz mit. Die amt­li­che Fest­stel­lung des Minis­te­ri­ums sei aber noch nicht erfolgt, so dass aus dem Kreis­haus noch kein genau­es Datum für den Beginn der Not­brem­se mit­ge­teilt wer­den konn­te. Dies ist aber par­al­lel zur Pres­se­kon­fe­renz bekannt gewor­den. Das Minis­te­ri­um für Arbeit, Gesund­heit und Sozia­les wird auf­grund der aktu­el­len Infek­ti­ons­zah­len die Not­brem­se ab Mitt­woch, 31. März, für den Kreis Unna anordnen.

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„Wie in den meis­ten ande­ren Krei­sen oder kreis­frei­en Städ­ten, in denen in den letz­ten Tagen die Not­brem­se gezo­gen wur­de, haben wir uns dafür ent­schie­den, an der Opti­on mit Test-Mög­lich­keit fest­zu­hal­ten. Das bedeu­tet, dass der Ein­zel­han­del auch wei­ter­hin geöff­net bleibt“, sag­te Land­rat Mario Löhr gegen­über den Medi­en­ver­tre­tern. Die­se Ent­schei­dung sei in Abstim­mung mit den jewei­li­gen Bür­ger­meis­tern, von denen zwei nicht erreich­bar gewe­sen sei­en, erfolgt. „Wir wol­len also auch wei­ter­hin Click & Meet anbie­ten, wenn ein tages­ak­tu­el­les nega­ti­ves Test­ergeb­nis vor­liegt“, sag­te der Landrat. 

Die Locke­run­gen für den Han­del sol­len nach Wunsch des Krei­ses also nicht wie­der zurück­ge­nom­men wer­den, das Ein­kau­fen mit Vor­ab-Ter­min soll so mög­lich blei­ben. Die­ses Vor­ge­hen des Krei­ses könn­te jedoch nur von kur­zer Dau­er sein. „Ich kann das heu­te nur aktu­ell sagen. Ich kann nicht sagen, wie das Land dar­auf reagiert“, so der Land­rat wei­ter. Vor­aus­set­zung für die Test-Opti­on ist ein aus­rei­chen­des Ange­bot an kos­ten­lo­sen Bür­ger­tests. Ins­ge­samt gibt es im Kreis knapp 60 Ange­bo­te die­ser Art. „Beim Betre­ten der Geschäf­te muss eine Bestä­ti­gung einer Test­stel­le vor­lie­gen. Das kann in Text­form oder als digi­ta­les Zeug­nis erfol­gen“, erklär­te Hasche.

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