Das Krankenhaus in Werne. Foto: Wagner
Das Krankenhaus in Werne. Foto: Wagner
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Werne. Eine Bombendrohung hat in der Nacht zu Donnerstag die umgehende Evakuierung eines Gebäudeteils des St.-Christophorus-Krankenhauses ausgelöst. Nach Eingang des Anrufs gegen 22.50 Uhr wurden rund 80 Patienten umgehend in einen anderen Teil des Krankenhauses gebracht. Unbekannte hatten demnach damit gedroht, einen Sprengsatz im Bereich Küche und zentrale Notaufnahme zu zünden, schilderte Standortleiter Ludger Risse am Freitag (26. März).

Polizei-Sprecher Bernd Pentrop bestätigte die Bombendrohung, die sich aber glücklicherweise als Fehlalarm herausstellte: „Gegen 1.45 Uhr konnten wir Entwarnung geben, nachdem unsere Spürhunde keine Bomben gefunden haben. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefährdungslage für Patienten oder Personal des Krankenhauses“, erklärte er gegenüber WERNEplus. Die Kreispolizeibehörde habe die Ermittlungen aufgenommen, hieß es weiter.

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Die Evakuierung der Patienten lief nach der Checkliste des Einsatz- und Alarmplans ab, der kontrollierte Abläufe in Gefahrensituationen sicherstellt. Rund 15 Ärzte und Pflegekräfte, die zum Teil per Telefonkette zusätzlich gerufen wurden, sorgten für einen geordneten und zügigen Ablauf. „Das hat sehr gut geklappt“, schilderte Ludger Risse die nächtliche Evakuierungsaktion des betroffenen Gebäudetraktes. Die Cafeteria und die Stationsküchen waren in dem Anruf als mögliche Positionen des Sprengsatzes genannt worden. Die Patienten wurden in dem weiter abgelegenen Röntgenbereich und im Konferenzraum sicher untergebracht. Die Intensiv- und Corona-Stationen waren nicht betroffen. Das wäre auch deutlich schwieriger gewesen, meinte der Standortleiter.

Der Einsatz von zwei Sprengstoffspürhunden brachte schließlich zur Erleichterung aller die Entwarnung. „Das sind extrem gut ausgebildete Tiere“, zeigte sich Risse von der konzentrierten Leistung der vierbeinigen Helfer beeindruckt.

Anschließend begann die Rückverlegung, die gegen 3.30 Uhr beendet war. „Dank der Armbänder, die unsere Patienten tragen, ließen sie sich so schnell wieder ihren Zimmern zuordnen, denn nicht alle kannten ihre Zimmernummern“, sagte Risse. „Alle haben sehr gut mitgemacht“, freute er sich, dass alle Beteiligten die nächtliche Aufregung besonnen aufnahmen.

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