Neue Entkeimunsgeräte hat Wolfgang Klinge bei Lederwaren Küper installieren lassen. Foto: Wagner
Neue Entkeimungseräte hat Wolfgang Klinge bei Lederwaren Küper installieren lassen. Foto: Wagner
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Werne. Große Lockdown-Lockerungen für den Einzelhandel sind am Mittwoch (3. April) bei den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten nicht zu erwarten. Dabei sehnen die Kaufleute einer Wiedereröffnung entgegen – natürlich auch in Werne. Sie sind vorbereitet.

Wolfgang Klinge von Lederwaren Küper hat beispielsweise spezielle Filteranlagen im Erd- und Obergeschoss installieren lassen, um den Einkauf für seine Kunden noch sicherer als ohnehin schon zu machen. Mit der Entkeimung über das UV-C-Gerät „Scoon“ werde nichts aus der Luft herausgefiltert, sondern in der Luft befindliche Bakterien, Viren – auch Sars-CoV-2 – und Pilzsporen würden abgetötet. „Die genannten Mikroorganismen verbleiben in der Luft, und sind, nachdem sie das Gerät verlassen haben, völlig unbedenklich. Das System ist zertifiziert“, erklärt Klinge, der die Geräte zuerst in Supermärkten entdeckt hatte, sie aber auch geeignet für kleinere Geschäfte befunden hat.

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Ohnehin verfügt Lederwaren Küper über ein ausgereiftes Hygienekonzept. Zusätzlich gibt es für die Kunden gratis FFP2-Masken, auch für Kinder, beispielsweise bei der Tornisterberatung. Aktuell führt Wolfgang Klinge Beratungen per Video-Shopping über WhatsApp oder vor der Schaufensterscheibe durch. Das habe sich vor allem beim Verkauf von Tornistern und Rucksäcken bewährt, sagt er.

Sporthaus Werne: Neues Frühjahr-Sortiment schon da

Sieben Wochen Lockdown im Jahr 2020, jetzt schon zwölf Wochen – das zerrt auch an den Nerven von Martin Gößl und Tochter Kristina. „Ich befürchte, es werden noch zwei, drei Wochen mehr. Das ist eine Katastrophe“, machen die Sporthaus-Inhaber klar. Sie fordern die Wiedereröffnung, gerne auch mit strengen Vorgaben bei der gleichzeitigen Anzahl von Kunden im Ladenlokal. Alles sei besser als eine komplette Schließung.

Kristina und Martin Gößl sind auch im Lockdown weiter für ihre Kundschaft da, sehnen sich aber nach einer Wiedereröffnung. Foto: Wagner

„Wir haben schon fünf Mal das Geschäft umgeräumt“, erklärt Kristina Gößl. Inzwischen wurde die Ski-Abteilung weg und Platz für das Frühjahr-Sortiment geschafft. „Es gibt schon Tage, da verzweifelt man“, gibt sie Einblick in ihre Gefühlswelt.

Arbeit gibt es für Familie Gößl aber dennoch genug, denn die neue Ware trifft ein oder Rechnungen müssen bezahlt werden. Außerdem können per Telefon, E-Mail oder über die Intersport-Onlineplattform Schuhe, Jacken und Co. bestellt und dann auch abgeholt werden.

Modeboutique Edelbine: Dank für große Kundenunterstützung

Auch Edelgard Aßmann von der Modeboutique Edelbine hofft auf eine baldige Wiedereröffnung, auch mit Auflagen, also weniger Kunden, Abstand, Masken und Desinfektion. „Man kommt so sehr an seine Grenzen, die Motivation lässt nach, da kein Ende in Sicht ist“, berichtet sie. Regelmäßig dekoriert die Mode-Expertin das Schaufenster neu.

Über Werbung bei Facebook und WhatsApp sowie Click & Collect konnte Aßmann durchaus Ware verkaufen. Jetzt ist die erste neue Frühjahrskollektion gekommen. „Die Kundinnen freuen sich, wenn sie etwas Schönes ergattern können“, sagt sie und freut sich über jeden, der anruft und sie unterstützt. „Ich freue mich, mit tollen Angeboten und Aktionen auf die baldige Eröffnung“, fiebert Edelgard Aßmann dem Re-Start entgegen. Wann der sein wird, ist jetzt noch unklar. Aber vielleicht kommt am Mittwoch (3. März) ein Signal aus Berlin.

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