Heiko Antoniewicz gilt mit seinen innovativen Rezepturen als wegweisend für die moderne deutsche Küche. Am Dienstag stellte der Starkoch sein neues Buch „Aromen“ bei Bücher Beckmann vor. Foto: Volkmer
Heiko Antoniewicz gilt mit seinen innovativen Rezepturen als wegweisend für die moderne deutsche Küche. Am Dienstag stellte der Starkoch sein neues Buch „Aromen“ bei Bücher Beckmann vor. Foto: Volkmer
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Werne. Heiko Antoniewicz ist durch die molekulare Küche bekannt geworden und gilt mit seinen innovativen Verarbeitungsmethoden und Rezepturen als wegweisend für die moderne deutsche Küche. Am Dienstag stellte der Starkoch sein neues Buch „Aromen“ bei Bücher Beckmann vor.

Der frühere Sieger des Wettbewerbs „Koch des Jahres“ ist in Werne kein Unbekannter. In der Lippestadt ist der Sitz der Antoniewicz GmbH samt Produktionsstätte und erst im Dezember stellte der gebürtige Dortmunder auf dem Wochenmarkt seine „One Pot“-Konserven-Gerichte aus eigener Produktion an. Diese gibt es seit Dienstag ebenso im Buchgeschäft zu kaufen, wie das neue Buch des Kochprofis.

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„Das ist ein Buch für den ambitionierten Hobbykoch“, sagt Buchhändler Hubertus Waterhues, der die Deutschland-Premiere gern mit einer Verkostung verbunden hätte, was aber zur Zeit nicht möglich ist. Wegen der Pandemie sind zudem viele Fans nicht angereist, sondern haben ihr Buch mit persönlicher Widmung über den Buchhändler bestellt. „Wir haben nicht nur Lieferungen in ganz Deutschland, sondern auch in die Niederlande, in die Schweiz, nach Österreich und nach Belgien, berichtet Waterhues.

Eis aus Banane und Petersilie

Das „Aromen“-Buch für experimentierfreudige Hobbyköche soll laut Verlag „Schluss mit langweiligen Konventionen in der Küche“ machen. Ziel der Veröffentlichung sei es, „ein vermeintlich kulinarisches Chaos in ein geschmackliches Feuerwerk zu verwandeln“. Da sind ungewohnte Kombinationen überaus erlaubt. So gibt es bei den 90 Rezepten im Buch kulinarische Begegnungen von Gurkensalat mit Rhabarber oder aber Eis aus Banane und Petersilie. „Es sind sicher noch schrägere Sachen dabei, wie Makrele mit Banane. Aber ich habe alles mehrfach so zubereitet und es funktioniert und schmeckt super“, versichert der Autor. So komme es oftmals auf die jeweils verwendete Menge an. „Zu viel Lakritz zum Lachs funktioniert nicht, aber ein Hauch Lakritz funktioniert grandios“, erklärt Antoniewicz.

Das Buch beinhaltet Geschmackserlebnisse mit Gemüse, Fisch, Fleisch und Frucht. „Alles, was schmeckt, ist erlaubt“, unterstreicht der Koch, der normalerweise Profiköche für die Gastronomie in Sachen Geschmack schult. Das neue Buch richtet sich nun primär an Hobbyköche. „Jeder, der in der Küche steht und kocht, ist neugierig. Und diese Neugier wollen wir mit dem Buch ein Stück weit befeuern. Dazu möchten wir die Leute ermutigen, Ideen, die sie im Kopf haben, zu realisieren, selbst wenn ihnen mal irgendjemand gesagt hat, dass das nicht zusammen passt“. Ein gutes Beispiel dafür ist Antoniewicz höchstpersönlich. „Ich habe schon mit zehn Jahren Nutella zusammen mit Senf gegessen und es hat mir geschmeckt.“

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