Die Abbiegeassistenten wurden installiert, um die Maschinisten bei der Fahrt der Feuerwehrfahrzeuge zu unterstützen und zuverlässig Fußgänger, Radfahrer und andere ungeschützte Verkehrsteilnehmer im Umfeld des Fahrzeugs zu schützen. Foto: Feuerwehr Werne
Die Abbiegeassistenten wurden installiert, um die Maschinisten bei der Fahrt der Feuerwehrfahrzeuge zu unterstützen und zuverlässig Fußgänger, Radfahrer und andere ungeschützte Verkehrsteilnehmer im Umfeld des Fahrzeugs zu schützen. Foto: Feuerwehr Werne
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Werne (ots). Seit Jahren steigt die Zahl der Todesfälle von Radfahrern und Fußgängern, die von einem Lastwagen beim Rechtsabbiegen übersehen und getötet werden. Unfallursache ist hierbei zumeist der „tote Winkel“. Mit dem Einbau von einem Abbiegeassistenzsystem sorgt die Freiwillige Feuerwehr Werne für mehr Sicherheit.

Als toter Winkel wird der trotz Rückspiegeln nicht einsehbare Bereich seitlich des Fahrzeugs bzw. vor und dahinter bezeichnet. Aktuell sind bei modernen Lastkraftwagen insgesamt sechs Spiegel vorgeschrieben, um den toten Winkel zu reduzieren.

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Das Bundesamt für Güterverkehr fördert mit dem Programm „Abbiegeassistenzsysteme (AAS)“ den Einbau von Abbiegeassistenten für Bestandsfahrzeuge. Diese Förderung betrifft Nutzfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen, die unter anderem auch für gemeinnützige Tätigkeit angeschafft und betrieben werden. Dies trifft auf die Großfahrzeuge der Feuerwehr zu.

Die Freiwillige Feuerwehr Werne wurde auf das Förderprogramm des Bundes aufmerksam. Die Verwaltung stellte daraufhin für acht Großfahrzeuge einen Antrag beim Bundesamt für Güterverkehr. Nun habe die Stadt Werne die Zusage über die Summe in Höhe von 12.000 Euro erhalten und die Maßnahmen bereits umgesetzt, berichtet die Feuerwehr Werne.

Das verbaute System besteht aus drei aufeinander abgestimmten Komponenten: Eine an der rechten Fahrzeugseite verbaute Radareinheit, die zuverlässig schwächere Verkehrsteilnehmer detektiert. Ein im Inneren an der rechten A-Säule montierter Bildschirm, der den nicht einsehbaren Bereich neben dem Fahrzeug zeigt und sich direkt im Blickfeld des Fahrers oder der Fahrerin befindet. Dritte Komponente ist das Steuergerät, das unmittelbar die Gefahrensituationen erkennt und dies dem Fahrer oder der Fahrerin über eine LED visuell sowie akustisch signalisiert.

ine an der rechten Fahrzeugseite verbaute Radareinheit, die zuverlässig schwächere Verkehrsteilnehmer detektiert. Foto: Feuerwehr Werne
ine an der rechten Fahrzeugseite verbaute Radareinheit, die zuverlässig schwächere Verkehrsteilnehmer detektiert. Foto: Feuerwehr Werne

„Das System ist nicht permanent aktiv, sondern schaltet sich über die Fahrtrichtungsanzeiger bei einem Abbiegevorgang oder einer Person im Gefahrenbereich automatisch ein“, erläutert Oberbrandmeister Tobias Tenk.

Abbiegemanöver der großen Einsatzfahrzeugen fordern im Innenstadtbereich z.B. auf einer Einsatzfahrt sowie im normalen Verkehrsgeschehen vom Maschinisten die volle Aufmerksamkeit. Die Abbiegeassistenten wurden installiert, um die Maschinisten bei der Fahrt der Feuerwehrfahrzeuge zu unterstützen und zuverlässig Fußgänger, Radfahrer und andere ungeschützte Verkehrsteilnehmer im Umfeld des Fahrzeugs zu schützen“, so Tenk abschließend.

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