Einen beeindruckenden Erfolg landeten die beiden AFG-Schüler Anton Mors (links) und Dustin Hegner bei „Jugend forscht“. Foto: AFG
Einen beeindruckenden Erfolg landeten die beiden AFG-Schüler Anton Mors (links) und Dustin Hegner bei „Jugend forscht“. Foto: AFG
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Werne. Einen großen Erfolg verbuchten Dustin Hegner aus der Q2 und Anton Mors aus der 9b vom Anne-Frank-Gymnasium. Die beiden Jungforscher, die an dem bundesweiten Wettbewerb „Jugend forscht“ im Fachgebiet Mathematik/Informatik teilgenommen hatten, stellten ihren Beitrag der Jury vor und errangen einen hervorragenden zweiten Platz in der Regionalrunde.

Grundlage der Bewertung war eine schriftliche Arbeit, die Ende Januar abgegeben werden musste, und ein digitales Gespräch mit der Jury. Die beiden talentierten Mathematiker hatten sich ihr Thema „Ein mathematisches Modell zur Abbildung von Funktionen als Sehnenmenge” selbst gewählt.

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Bei dieser Forschungsarbeit wurden sie von den Mathematiklehrerinnen Charlotte Kauba und Julia Krickau begleitet. Diese haben die beiden Schüler vor allem organisatorisch unterstützt. Dazu gehörten u. a. ein Besuch in der Fachbibliothek Mathematik der WWU Münster, das Kontakte knüpfen zu einem ehemaligen AFG-Schüler, der aktuell an der WWU in Mathematik promoviert und weitere Gedankenanstöße geben konnte.

Dann hieß es Daumen drücken, als die beiden mathematischen Könner ihr Projekt der Jury präsentierten. Nachdem sie sich den anschließenden Juryfragen gestellt hatten, mussten sich die beiden Schüler und ihre Lehrerinnen noch bis zum Nachmittag gedulden, bevor ihnen gegen 18.30 Uhr endlich das Ergebnis mitgeteilt wurde. Die Jury beurteilte die schriftliche Arbeit als „sehr überzeugend und sehr professionell“ und die Präsentation vor der Jury ebenfalls als „auf sehr hohem Niveau und auch sehr überzeugend“. Die eigene Begeisterung für das Thema sei zu spüren gewesen.

In der Laudatio hieß es: „Das, was hier geleistet wurde, ist doch eine sehr, sehr komplexe Arbeit. Denn bei dem Projekt von Anton und Dustin handelt es sich um Grundlagenforschung aus der Zahlentheorie der Mathematik.“ Was die Bezeichnung „komplexe Arbeit“ konkret bedeutet, wird dem Laien bereits klar, wenn er die Frage hört, die Anton und Dustin beantwortet haben, nämlich: Welche mathematischen Grundeigenschaften haben die Sehnenmengen von linearen Funktionen in Abhängigkeit von der Funktionsgleichung und der Anzahl von dem auf dem Kreisrand verteilten Punkten? Die monatelange intensive Auseinandersetzung des Schülerduos mit dem mathematischen Problem wurde nun nicht nur mit dem bereits oben erwähnten zweiten Platz gewürdigt, sondern auch noch mit einem Sonderpreis belohnt, einem Jahresabonnement der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“.

Die gesamte Schulgemeinde gratuliert zu dieser tollen Leistung. Und was sagen die beiden Preisträger, die beide ein Mathematikstudium anstreben, selbst zu ihrem Erfolg? Es habe ihnen Spaß gemacht und sie könnten sich gut vorstellen, im nächsten Jahr wieder anzutreten. Wenn sich dann beide, Dustin regulär und Anton im Rahmen der Schüler-Uni, im Mathematikstudium befinden, könnte die Arbeit an Komplexität sogar noch gewinnen. Die beiden Jungforscher verstehen das mathematisch. Sie forschen bereits jetzt daran, wie sich ihre Ergebnisse auf die komplexe Zahlenmenge übertragen lassen.

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