Dienstag, September 27, 2022

In Corona-Zeiten entdeckt der Nachwuchs den Golfsport für sich

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Wer­ne. Seit einer guten Woche wird auf dem Golf­platz in Wer­ne wie­der gespielt. Lan­des­weit ver­bucht der Sport stei­gen­de Mit­glie­der­zah­len, dies ist eben­so in der Lip­pe­stadt der Fall. „Das Bild vom Gol­fen, das sich lan­ge in der Öffent­lich­keit gehal­ten hat, ver­än­dert sich – und das ist gut so“, sagt Golf­platz­be­trei­be­rin Ute Schul­ze Kersting.

Rund fünf Kilo­me­ter legen die Golf­spie­ler auf der 15-Loch-Anla­ge in rund zwei Stun­den zurück. Die 440 Mit­glie­der kom­men aus Lünen, Selm, Unna, Kamen und Berg­ka­men. Rund ein Vier­tel stam­men direkt aus Wer­ne. Wäh­rend ande­re Ver­ei­ne im zurück­lie­gen­den Jahr Mit­glie­der ver­lo­ren haben, hat die Golf­platz Wer­ne an der Lip­pe GmbH sogar etli­che Neu­auf­nah­men verzeichnet.

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„Wir haben eine gan­ze Rei­he an Neu­schü­lern, die jetzt – unter­stützt von unse­ren Trai­nern – das Golf­spie­len erler­nen wol­len“, erklärt Betrei­be­rin Ute Schul­ze Kers­t­ing. Schon im Dezem­ber habe es vor dem mitt­ler­wei­le wie­der auf­ge­ho­be­nen Golf-Lock­down vie­le Neu­zu­gän­ge gege­ben, die ihre Platz­rei­fe erlan­gen wollten.

„Vie­le Leu­te konn­ten im ver­gan­ge­nen Jahr nicht wie gewünscht ver­rei­sen und auch die kur­zen Trips über das Wochen­en­de sind für vie­le aus­ge­fal­len. Golf konn­te dage­gen bis Mit­te Dezem­ber bestän­dig gespielt wer­den und nicht weni­ge emp­fin­den das Spiel an fri­scher Luft in schö­ner und gepfleg­ter Umge­bung wie einen Tag Urlaub“, sagt Ute Schul­ze Kers­t­ing. Ein wei­te­res Argu­ment für vie­le Neu­ein­stei­ger sei zudem die Tat­sa­che, dass die Anla­ge ohne eine wei­te Anrei­se zu errei­chen ist. 

Golf ist kein eli­tä­rer Sport mehr

Zudem habe sich die Wahr­neh­mung des Sports schon in den Vor­jah­ren, ganz beson­ders aber 2020 aus Sicht vie­ler Inter­es­sen­ten ver­än­dert. „Immer mehr Men­schen erken­nen, dass Golf kein eli­tä­rer Sport für rei­che, ver­snob­te und älte­re Leu­te ist. Das ist bei uns sehr deut­lich gewor­den, weil wir einen guten Zulauf von jun­gen Men­schen haben, die Spaß an dem Sport gefun­den haben“, berich­tet Ute Schul­ze Kers­t­ing. Ganz neben­bei, so die Golf­platz­be­trei­be­rin, hät­ten erschwing­li­che­re Mit­glieds­bei­trä­ge vie­ler Ver­ei­ne und leicht über das Inter­net zu bekom­men­de gebrauch­te Schlä­ger zu einem wei­te­ren Popu­la­ri­täts­schub für den Sport geführt.

Manch einer der Neu­star­ter habe mitt­ler­wei­le jedoch auch fest­ge­stellt, dass Golf gar nicht so ein­fach sei, wie es aus­se­he. „Da müs­sen vie­le neue Bewe­gun­gen gelernt und ein paar Kilo­me­ter gelau­fen wer­den. Zudem muss man muss sich schon auf das kon­zen­trie­ren, was man da macht“, erklärt Ute Schul­ze Kers­t­ing. Übung macht also auch beim Golf den Meis­ter – und ist dank der aktua­li­sier­ten Coro­na­schutz­ver­ord­nung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len wie­der möglich. 

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