Montag, Januar 24, 2022

Gemeinsame Impfstelle der Städte Bergkamen und Werne ist gestartet

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Rünthe/Werne. Die kom­mu­nale Impf­stelle der Städte Bergka­men und Werne in den Räum­lichkeit­en des ehe­ma­li­gen Restau­rants „Gate to Asia“ in der Mari­na Rün­the ist eröffnet. 144 Per­so­n­en hat­ten sich für den Start am Fre­ita­gnach­mit­tag einen Ter­min gesichert. Der Großteil davon holte sich auch wie geplant die Spritze ab.

Ob Erst- und Zweitimp­fun­gen oder Auf­frischimp­fun­gen – in den kom­menden Monat­en wird an den zwei Impf­s­traßen in der Impf­stelle in Bergka­men-Rün­the viel los sein, denn alle zur Zeit ver­füg­baren Ter­mine sind bere­its aus­ge­bucht. Ein Ter­min für einen der vier Öff­nungstage pro Woche ist für eine Imp­fung zwin­gend erforder­lich. Neue Ter­mine wer­den mit 14 Tagen Vor­lauf auf der Home­page des Kreis­es Unna freigeschaltet.

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„Trotz­dem standen schon am frühen Mor­gen die ersten Leute vor der Tür, die gefragt haben, ob sie nicht doch noch einen Ter­min bekom­men kön­nen”, so Karsten Quabeck vom Stadt­mar­ket­ing, der sich auf Bergkamen­er Seite um die Abläufe im Impfzen­trum auf Zeit küm­mert. Es soll­ten nicht die einzi­gen bleiben, die am Fre­itag weggeschickt wer­den mussten. Ein Ehep­aar hat­te zwar einen Ter­min, doch fehlten vier Tage, damit die abgeschlossene Grundim­mu­nisierung ein halbes Jahr zurück lag. Auch sie mussten ohne Spritze wieder den Heimweg antreten.

„Dann gibt es die Men­schen, die sich über­all Ter­mine besorgt haben und vielle­icht beim Hausarzt schneller drangekom­men sind. Die soll­ten so viel Charak­ter haben, den Ter­min auch wieder zurück zu gebn, damit dann jemand anderes kom­men kann”, so Quabeck. Ins­ge­samt ver­lief der erste Tag recht unaufgeregt. Von lan­gen Warteschlangen, wie sie zulet­zt bei Impfter­mi­nen ohne Ter­min­ver­gabe zu sehen waren, gab es im Hafenge­bi­et keine Spur.

Woher die Impflinge kom­men, ist den Organ­isatoren nicht bekan­nt. „Auf unser­er Liste ste­hen Uhrzeit des Ter­mins, Name, Vor­name und Geburts­da­tum. Das reicht uns zum Abgle­ich”, sagte Heiko Rahn, son­st beim Amt für Schul­ver­wal­tung, Weit­er­bil­dung und Sport bei der Stadt Bergka­men tätig ist. 

Vor dem Start der von den Städten Bergka­men und Werne betriebe­nen Impf­stelle mussten die Organ­isatoren sich in kürzester Zeit um Per­son­al küm­mern, denn nur Phar­mazeutisch-tech­nis­che Assis­ten­ten (PTA) oder Medi­zinis­che Fachangestellte (MFA) dür­fen Impf­stoffe vor­bere­it­en sowie Imp­fun­gen und Nach­beobach­tun­gen durchführen.

Dez­er­nent Frank Gründ­ken, hier zusam­men mit Heiko Rahn von der Stadt Bergka­men, ver­fol­gte die Eröff­nung inter­essiert, denn mittwochs und don­ner­stags übern­immt die Stadt Werne die Regie über die Impf­stelle. Foto: Volkmer

Die Stadt Bergka­men suchte medi­zinis­ches Per­son­al unter anderem mit Veröf­fentlichung ein­er Pressemit­teilung –und hat­te Erfolg. „Erst lief es schlep­pend an, aber dann haben sich sog­ar so viele Leute gemeldet, dass wir eine Reserveliste ein­gerichtet haben”, sagte Quabeck. In Werne ist Dez­er­nent Frank Gründ­ken zuständig. „Wir haben unter anderem den Flur­funk im Stadthaus genutzt und unter unseren Mitar­beit­ern bekan­nt gegeben, dass wir Hil­fe bei der Arbeit benöti­gen”, berichtete Gründ­ken. Die auf diesem Weg gefun­de­nen Unter­stützer küm­mern sich um die Anmel­dun­gen und das Erfassen von Daten. 

Etwas schwieriger sei es gewe­sen, medi­zis­ches Per­son­al zu bekom­men. „Da haben wir bei unser­er Feuer­wehr nachge­fragt, die Apotheken in der Stadt abtele­foniert und Kon­takt mit den Ärzten aufgenom­men”, so Gründ­ken. Die Suche war erfol­gre­ich. „Jet­zt sind wir gut aufgestellt”, berichtete der Dezernent.

Geimpft wird in den gle­ichen Räum­lichkeit­en, die Ver­ant­wor­tung für die Beset­zun­gen der Impfter­mine wird von den bei­den Städten getren­nt voneinan­der gem­anagt. Die Ein­teilung sieht vor, dass die Stadt Bergka­men fre­itags und sam­stags als Gast­ge­ber fungiert, mittwochs und don­ner­stags übern­immt die Stadt Werne die Regie über die Impf­stelle. Gemietet ist die Immo­bilie für die Durch­führung der Imp­fun­gen vor­erst bis Ende Januar.

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