Mittwoch, Juli 6, 2022

Gemeinsame Impfstelle der Städte Bergkamen und Werne ist gestartet

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Rünthe/Werne. Die kom­mu­na­le Impf­stel­le der Städ­te Berg­ka­men und Wer­ne in den Räum­lich­kei­ten des ehe­ma­li­gen Restau­rants „Gate to Asia“ in der Mari­na Rün­the ist eröff­net. 144 Per­so­nen hat­ten sich für den Start am Frei­tag­nach­mit­tag einen Ter­min gesi­chert. Der Groß­teil davon hol­te sich auch wie geplant die Sprit­ze ab.

Ob Erst- und Zweit­imp­fun­gen oder Auf­fri­schimp­fun­gen – in den kom­men­den Mona­ten wird an den zwei Impf­stra­ßen in der Impf­stel­le in Berg­ka­men-Rün­the viel los sein, denn alle zur Zeit ver­füg­ba­ren Ter­mi­ne sind bereits aus­ge­bucht. Ein Ter­min für einen der vier Öff­nungs­ta­ge pro Woche ist für eine Imp­fung zwin­gend erfor­der­lich. Neue Ter­mi­ne wer­den mit 14 Tagen Vor­lauf auf der Home­page des Krei­ses Unna freigeschaltet.

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„Trotz­dem stan­den schon am frü­hen Mor­gen die ers­ten Leu­te vor der Tür, die gefragt haben, ob sie nicht doch noch einen Ter­min bekom­men kön­nen”, so Kars­ten Qua­beck vom Stadt­mar­ke­ting, der sich auf Berg­ka­mener Sei­te um die Abläu­fe im Impf­zen­trum auf Zeit küm­mert. Es soll­ten nicht die ein­zi­gen blei­ben, die am Frei­tag weg­ge­schickt wer­den muss­ten. Ein Ehe­paar hat­te zwar einen Ter­min, doch fehl­ten vier Tage, damit die abge­schlos­se­ne Grund­im­mu­ni­sie­rung ein hal­bes Jahr zurück lag. Auch sie muss­ten ohne Sprit­ze wie­der den Heim­weg antreten.

„Dann gibt es die Men­schen, die sich über­all Ter­mi­ne besorgt haben und viel­leicht beim Haus­arzt schnel­ler dran­ge­kom­men sind. Die soll­ten so viel Cha­rak­ter haben, den Ter­min auch wie­der zurück zu gebn, damit dann jemand ande­res kom­men kann”, so Qua­beck. Ins­ge­samt ver­lief der ers­te Tag recht unauf­ge­regt. Von lan­gen War­te­schlan­gen, wie sie zuletzt bei Impf­ter­mi­nen ohne Ter­min­ver­ga­be zu sehen waren, gab es im Hafen­ge­biet kei­ne Spur.

Woher die Impf­lin­ge kom­men, ist den Orga­ni­sa­to­ren nicht bekannt. „Auf unse­rer Lis­te ste­hen Uhr­zeit des Ter­mins, Name, Vor­na­me und Geburts­da­tum. Das reicht uns zum Abgleich”, sag­te Hei­ko Rahn, sonst beim Amt für Schul­ver­wal­tung, Wei­ter­bil­dung und Sport bei der Stadt Berg­ka­men tätig ist. 

Vor dem Start der von den Städ­ten Berg­ka­men und Wer­ne betrie­be­nen Impf­stel­le muss­ten die Orga­ni­sa­to­ren sich in kür­zes­ter Zeit um Per­so­nal küm­mern, denn nur Phar­ma­zeu­tisch-tech­ni­sche Assis­ten­ten (PTA) oder Medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te (MFA) dür­fen Impf­stof­fe vor­be­rei­ten sowie Imp­fun­gen und Nach­be­ob­ach­tun­gen durchführen.

Dezer­nent Frank Gründ­ken, hier zusam­men mit Hei­ko Rahn von der Stadt Berg­ka­men, ver­folg­te die Eröff­nung inter­es­siert, denn mitt­wochs und don­ners­tags über­nimmt die Stadt Wer­ne die Regie über die Impf­stel­le. Foto: Volkmer

Die Stadt Berg­ka­men such­te medi­zi­ni­sches Per­so­nal unter ande­rem mit Ver­öf­fent­li­chung einer Pres­se­mit­tei­lung –und hat­te Erfolg. „Erst lief es schlep­pend an, aber dann haben sich sogar so vie­le Leu­te gemel­det, dass wir eine Reser­ve­lis­te ein­ge­rich­tet haben”, sag­te Qua­beck. In Wer­ne ist Dezer­nent Frank Gründ­ken zustän­dig. „Wir haben unter ande­rem den Flur­funk im Stadt­haus genutzt und unter unse­ren Mit­ar­bei­tern bekannt gege­ben, dass wir Hil­fe bei der Arbeit benö­ti­gen”, berich­te­te Gründ­ken. Die auf die­sem Weg gefun­de­nen Unter­stüt­zer küm­mern sich um die Anmel­dun­gen und das Erfas­sen von Daten. 

Etwas schwie­ri­ger sei es gewe­sen, medi­zi­sches Per­so­nal zu bekom­men. „Da haben wir bei unse­rer Feu­er­wehr nach­ge­fragt, die Apo­the­ken in der Stadt abte­le­fo­niert und Kon­takt mit den Ärz­ten auf­ge­nom­men”, so Gründ­ken. Die Suche war erfolg­reich. „Jetzt sind wir gut auf­ge­stellt”, berich­te­te der Dezernent.

Geimpft wird in den glei­chen Räum­lich­kei­ten, die Ver­ant­wor­tung für die Beset­zun­gen der Impf­ter­mi­ne wird von den bei­den Städ­ten getrennt von­ein­an­der gema­nagt. Die Ein­tei­lung sieht vor, dass die Stadt Berg­ka­men frei­tags und sams­tags als Gast­ge­ber fun­giert, mitt­wochs und don­ners­tags über­nimmt die Stadt Wer­ne die Regie über die Impf­stel­le. Gemie­tet ist die Immo­bi­lie für die Durch­füh­rung der Imp­fun­gen vor­erst bis Ende Januar.

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