Der Grafiker und Künstler Karl Losch wäre im Dezember 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass widmen Werne Marketing und das Stadtmuseum Werne dem früheren Stadtgrafiker ein großes Projekt. Das Foto zeigt Dr. Constanze Döhrer und Christoph Schwartländer mit historischen Kirmes-Plakaten. Foto: Werne Marketing / Nicole Friedrich
Der Grafiker und Künstler Karl Losch wäre im Dezember 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass widmen Werne Marketing und das Stadtmuseum Werne dem früheren Stadtgrafiker ein großes Projekt. Das Foto zeigt Dr. Constanze Döhrer und Christoph Schwartländer mit historischen Kirmes-Plakaten. Foto: Werne Marketing / Nicole Friedrich
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Werne. Der Grafiker und Künstler Karl Losch (1921–2006) wäre im Dezember 100 Jahre alt geworden. Für die Stadt Werne schuf er verschiedenste grafische Arbeiten – begonnen mit dem Kirmes-Plakat 1949, das den Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg symbolisiert.

Losch entwarf den Christophorus mit Stadtwappen ebenso wie das berühmte Sim-Jü-Logo. Auch für Werner Unternehmen, darunter die Firma R. Moormann, war er tätig. Wie kein anderer fing Karl Losch etwa in Öl und Aquarell die Atmosphäre des historischen Stadtkerns ein und begleitete das sich verändernde Werne zudem als Fotograf.

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Werne Marketing und das Stadtmuseum Werne widmen dem leidenschaftlichen Gestalter im Jahr seines 100. Geburtstages mit „Werne in den Augen von Karl Losch“ ein großes Projekt. Unterstützt werden sie von Sim-Jü-Experte Rainer Schulz, den eine langjährige Freundschaft mit Karl Losch verband.

Im Herbst zeigt eine Ausstellung im Museum neben Gemälden, Zeichnungen und Fotos auch Plakate, Bücher und Broschüren sowie historische Druckplatten. 1978 entwarf Karl Losch ein monumentales Relief für das Solebad, mit dem er die Werner Badegeschichte in faszinierenden Bildern erzählte.

Elemente dieses mittlerweile archivierten Objektes werden erstmals wieder öffentlich präsentiert. Zugleich wird die gesamte Innenstadt zum Schauraum: Weil Karl Losch im Laufe der Zeit nahezu jeden Bereich dargestellt hat, kehren entsprechende Motive an die jeweils gemalten, gezeichneten oder fotografierten Orte zurück. Ein begleitendes Buch über Karl Losch gewährt noch nie dagewesene Einblicke: Ausgewählte Werke aus fünf Jahrzehnten beleuchten das ganze Spektrum seines Schaffens, ergänzt durch
Texte und Interviews. Geplant sind darüber hinaus weitere Angebote wie Workshops und besondere Artikel.

Schon 2020 gab Werne Marketing ein Getreidekissen, bedruckt mit den von Karl Losch gezeichneten Wärmehäuschen, heraus. Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer und Redakteur Christoph Schwartländer von Werne Marketing sind nun auf der Suche nach Privatpersonen, die Werke von Karl Losch besitzen und diese für die Dauer der Ausstellung als Leihgaben zur Verfügung stellen möchten.

Zeitzeugen werden gebeten, ihre persönlichen Erinnerungen an Karl Losch zu teilen. Das Projektteam freut sich über Anrufe im Museum (Tel. 02389 780773) und Nachrichten per E-Mail (losch@werne.de).

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