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Werne. Mit zwölf Grad, kaltem Wind und viel Regen startete Wernes Freibad am Samstag eher ungemütlich in die Freibadsaison. „Überraschend muckelig“ fanden es dagegen die ersten Gäste im 24 Grad warmen Wasser.

„Einfach mal die Bahnen schwimmen und den Kopf frei kriegen“, sagt Besucherin Julia aus Dortmund, für die aufgrund einer Knieoperation und der Pandemie das Schwimmtraining lange Zeit ausfallen musste. Dann habe sie von der Öffnung des Werner Freibads gehört. „Für viele aus meinem Schwimmverein war das zu weit weg. Aber ich dachte nur: Hauptsache Wasser“, sagt sie, während sie aus dem warmen Schwimmbecken durch den Regen zur Umkleide läuft.

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Die Badegäste Annika und Tobias bleiben nach dem Bahnschwimmen noch eine Weile im warmen Wasser. Auf die Frage, was sie an diesem grauen Morgen ins Freibad gezogen hätte, hat Annika eine klare Antwort: „Ich war einfach nur froh, dass ich endlich mal wieder schwimmen kann.“ Angst vor einer Ansteckung haben die Gäste dabei keine. „Letztes Jahr war ich auch in der Coronazeit regelmäßig schwimmen. Man kann gut Abstand halten und seine Bahnen ziehen“, sagt Tobias.

Mehrere Monate konnten Schwimmbäder nicht für Besucherinnen und Besucher öffnen. Auch Treffen der Schwimmvereine und Gesundheitsangebote mussten deshalb ausfallen. „Es gibt durch die Pandemie nicht mehr viele Angebote, um sich zum Beispiel im Alter fit zu halten. Das darf man nicht unterschätzen. Deshalb ist die Öffnung auch ein Zeichen, dass wir Gesundheitsförderung wieder unterstützen möchten“, sagt kaufmännischer Leiter Carsten Langstein.

Eintreten dürfen die Gäste nur nach vorheriger Anmeldung und mit einem negativen Coronatest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Ausnahmen sind vollständig Geimpfte, zwei Wochen nach der zweiten Dosis, und Genesene, 28 Tage nach einem positiven PCR-Test. Bis zu 120 Personen dürfen das Freibad nutzen. Erwachsene zahlen vier Euro Eintritt, Kinder, Jugendliche und Studierende 2,50 Euro. Auch der TV Werne Wassersport kann das Becken wieder für Vereinstraining nutzen.

Das Solebad und der Innenbereich bleiben nach wie vor geschlossen. „Wir haben keine Ahnung, wann wir wieder ganz öffnen dürfen“, sagt Langstein. Das Solebad könne man in der Zeit, außer durch Freibadbesuche, nur indirekt unterstützen: „Mit Likes und geteilten Inhalten auf unseren Social Media Kanälen“, so Langstein.

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