Donnerstag, Dezember 9, 2021

Frauenforum und Jobcenter optimieren Zusammenarbeit

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Kreis Unna. Das Frauen­fo­rum Unna e.V. bietet Schutz und Beratung sowie Wohn­hil­fen für Frauen in Not. 

Oft­mals fliehen Betrof­fene auf Grund von famil­iär­er oder part­ner­schaftlich­er Gewalt in ein Frauen­haus. Um diesen Frauen in ihrem neuen Lebens­ab­schnitt die best­mögliche Betreu­ung und Begleitung zukom­men zu lassen, haben nun die Ver­ant­wortlichen des Frauen­fo­rums im Kreis Unna e.V. und des Job­cen­ters Kreis Unna am ver­gan­genen Don­ner­stag eine entsprechende Koop­er­a­tionsvere­in­barung in Unna unterzeichnet.

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Hier­mit sollen die Weichen gestellt wer­den, um Men­schen in Not eng­maschig auf ihrem Weg in ein neues, gewalt­freies Leben zu unterstützen. 

Die Ver­ant­wortlichen der Insti­tu­tio­nen wis­sen aus den Erfahrun­gen der ver­gan­genen Jahre, dass Betrof­fene oft­mals mit ihren Kindern in ein Frauen­haus fliehen und schnell­st­möglich ver­schiedene Hil­festel­lun­gen benöti­gen. Ins­beson­dere eine finanzielle Grund­sicherung ist hier­bei existenziell. 

Im Nor­mal­fall ist das Job­cen­ter Kreis Unna in solchen Fällen zuständig, entsprechende Geldleis­tun­gen auszuzahlen. Das Frauen­fo­rum im Kreis Unna e.V. unter­stützt die Betrof­fe­nen u.a. dabei, bürokratis­che Hür­den zu meis­tern und die notwendi­gen Anträge zeit­nah zu stellen.

Die nun unterze­ich­nete Koop­er­a­tionsvere­in­barung legt auch interne Abläufe fest und benen­nt konkrete Ansprech­part­ner­in­nen und Absprech­part­ner. Bir­git Unger, Geschäfts­führerin des Frauen­fo­rums Unna e.V., erk­lärt: „Mit der nun unterze­ich­neten Koop­er­a­tionsvere­in­barung kön­nen wir sich­er­stellen, dass Abstim­mungsabläufe zwis­chen bei­den Insti­tu­tio­nen rei­bungs­los funk­tion­ieren und die Hil­fe schnell ankommt, wo sie so drin­gend benötigt wird.“ 

Mar­i­anne Old­en­burg, stel­lvertre­tende Geschäfts­führerin des Job­cen­ters Kreis Unna, fügt hinzu: „Bei der Zusam­me­nar­beit ist die notwendi­ge Sen­si­bil­ität gefragt, aber auch die Ein­hal­tung der rechtlichen Daten­schutzbes­tim­mungen.“ All das haben das Frauen­fo­rum und das Job­cen­ter in ihrer zehn­seit­i­gen Vere­in­barung beschrieben und nun per Unter­schrift besiegelt.

Betrof­fene kön­nen tele­fonisch weit­erge­hende Infor­ma­tio­nen unter den fol­gen­den Rufnum­mern erhal­ten: Frau Taubert beant­wortet unter 02303 77891–50 Fra­gen zur Unter­bringung im Frauenhaus.

Fra­gen rund um die Grund­sicherung nach dem SGB II (Arbeit­slosen­geld II) im Zusam­men­hang mit dem Einzug im Frauen­haus beant­wortet Frau Sim­mat unter
02303 2538–5100.

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