Montag, Januar 24, 2022

Feuerwehr: Mit Impfen und Hygienekonzept contra Omikron

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Werne. Die neue Coro­na-Vari­ante Omikron sei „extrem ansteck­end“, schätzte RKI-Chef Lothar Wiel­er am Mittwoch, 22. Dezem­ber, bei einem gemein­samen Auftritt mit Gesund­heitsmin­is­ter Karl Lauter­bach vor den Medi­en ein. 

Eine ras­ante Aus­bre­itung von Omikron in kurz­er Zeit führt daher bere­its zu der all­ge­meinen Befürch­tung, dass es an den Schalt­stellen der Gesellschaft wie etwa im Gesund­heitswe­sen, bei der Feuer­wehr oder anderen wichti­gen Infra­struk­turen zu Per­son­alk­nap­pheit­en durch Quar­an­täne oder eben Erkrankun­gen kom­men könnte.

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Die Frei­willige Feuer­wehr Werne sieht Stadt­brandin­spek­tor Thomas Tem­mann gle­ich­wohl gut auf kom­mende Ein­sätze vor­bere­it­et. Mit ein­er Aus­nahme seien alle Kamerad/innen zweifach geimpft und auch schon fast alle geboost­ert, schilderte er auf Nach­frage von WERNE­plus. Auch die ein­schlägi­gen Konzepte (Hygien­eregeln, Tra­gen von FFP2-Masken, Abstand hal­ten) seien längst eingeübt und der jew­eils gel­tenden Coro­na-Schutzverord­nung angepasst.

Doch anders als bei ein­er per­son­ell stärk­er aufgestell­ten Berufs­feuer­wehr, könne man vor Ort die Ein­satzkräfte nicht etwa nach einem Not­fallplan in Grup­pen aufteilen und ein­set­zen. „Bei einem Ein­satz müssen wir alle alarmieren“, machte er klar. Denn bei ein­er Frei­willi­gen-Wehr wisse man nicht genau, wer tat­säch­lich zum Ein­satz kom­men könne. Deshalb müsse man immer mehr Feuer­wehrleute alarmieren, erk­lärte er. Ein Zusam­men­tr­e­f­fen der Ein­satzkräfte aus den Löschzü­gen könne fol­glich nicht ver­hin­dert wer­den. „Eine saubere Tren­nung ist da nicht möglich“, schloss er aus.

Anders sieht es bei den Dien­staben­den aus. Hier werde man im Jan­u­ar wieder auf Online-Besprechun­gen umstellen, das habe in der Ver­gan­gen­heit gut funk­tion­iert, sagte Thomas Tem­mann. In der aktuellen Phase werde man die Präsenz herun­ter­fahren und beispiel­sweise auch keine Besuch­er mehr in den Feuer­wehrhäusern emp­fan­gen kön­nen, erläuterte der Feuerwehr-Chef.

Bei den Ein­sätzen der Wehr habe man in zu Ende gehen­den Jahr ohne­hin erneut eine „Schüppe drau­fle­gen“ müssen, berichtete er. Deshalb begrüßen die Brand­schützer auch, dass die Sil­vester­feuer­wehrw­erke in diesem Jahr wiederum aus­fall­en und so keine zusät­zlichen Ein­sätze verur­sacht wür­den. In den ver­gan­genen Jahren seien zudem zunehmend mehr LED-Lichter für die Wei­h­nachts­deko­ra­tion ver­wen­det und auf echte Kerzen verzichtet wor­den, beobacht­en die Wehrleute einen aus ihrer Sicht erfreulichen Trend.

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