EIn Flammenmeer erwartete die Einsatzkräfte kurz hinter dem Gersteinwerk in Stockum. Dort brannten mehrere Dutzend Strohballen. Foto: Feuerwehr Werne
Ein Flammenmeer erwartete die Einsatzkräfte kurz hinter dem Gersteinwerk in Stockum. Dort brannten mehrere Dutzend Strohballen. Foto: Feuerwehr Werne
Anzeige

Werne (ots). Am Sonntagabend (21. März) um 20:46 Uhr wurde der Löschzug 3 aus Stockum sowie der Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne per digitalem Meldeempfänger in die Alte Bockumer Straße in Stockum alarmiert. Rund 60 Strohballen brannten kurz hinter dem Gernsteinwerk.

Bereits bei der Anfahrt auf der Hammer Straße war kurz hinter dem Kraftwerk ein Feuerschein aus einem angrenzenden Waldstück zu erkennen. Laut Rückmeldung der ersten Einsatzkräfte aus Stockum standen mehrere gepresste Heuballen, die an einem Waldstück gelagert waren, in Vollbrand. Der genaue Einsatzort lag hinter dem Kraftwerk Gersteinwerk an der Hammer Straße ca. 500m vor dem Abzweig Hammer Straße / Wittekindstraße bzw. Kreuzung Am Lausbach in Stockum. Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt.

Anzeige

Im Erstangriff bekämpften mehrere Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz mit zwei Hohlstrahlrohren die Flammen der brennenden Heuballen. Die Wasserentnahme wurde aus den Wassertanks der Großfahrzeuge sichergestellt. Durch die nachrückenden Kräfte der Innenstadt wurde eine circa 220 Meter lange Löschwasserversorgung zu einem Hydranten an der Hammer Straße aufgebaut.

Eine sogenannte Riegelstellung sowie der massive und schnelle Wassereinsatz verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Bäume. Die Einsatzstelle wurde mit den fest verbauten Scheinwerfern der Löschfahrzeuge großflächig ausgeleuchtet und der rechte Fahrstreifen der Fahrtrichtung Hamm für die Löscharbeiten gesperrt.

Da die Heuballen dicht gepresst und eng gelagert waren, war es schwierig diese vollständig von außen zu löschen. Durch die Einsatzleitung wurde der Kontakt zum Eigentümer des Feldes bzw. der Heuballen hergestellt. Dieser erklärte sich sofort bereit, mit einem Traktor die Einsatzkräfte zu unterstützen. Mit dem Frontlader des Treckers zog er die Heuballen auseinander, so dass die Einsatzkräfte die vielen Glutnester im Inneren der Heuballen ablöschen konnten.

Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits die ersten Kräfte aus der Innenstadt aus diesem Einsatz entlassen, so dass diese wieder Ihren Standort anfahren konnten. Im Einsatzverlauf musste die Anzahl der brennenden Heuballen von 20 Stück auf ca. 60 Stück nach oben korrigiert werden. „Aufgrund der Packungsdichte des Heus und der umwickelten Folie gestaltete sich das vollständige ablöschen der Glutnester weiterhin schwierig. Es wurde ein sogenanntes Netzmittel dem Löschwasser zugemischt, um die Oberflächenspannung des Löschwassers herabzusetzen. Dies ist nötig, damit das Löschwasser tiefer ins Heu eindringen kann und auch tief im Inneren sitzende Glutnester gelöscht werden können“, berichtete Oberbrandmeister Tobias Tenk.

Der Einsatzleiter Jörg Mehringskötter koordinierte vor Ort den Einsatz. Immer wieder vergewisserten sich die Einsatzkräfte mit der Wärmebildkamera, das auch alle versteckten Glutnestergelöscht werden konnten.

Für die Brandursachenermittlung der Kriminalpolizei wurde auch der hintere Bereich des Feldes durch die Feuerwehrkräfte großflächig ausgeleuchtet.

Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung, prüft einen Zusammenhang zu einem weiteren Heuballen-Brand in Kamen und sucht Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nehmen die Wachen in Kamen unter 02307-921 3220 und Werne unter 02389-921 3420 entgegen. Der Sachschaden, der durch beide Brände entstanden ist, liegt im fünfstelligen Bereich.

Video der Feuerwehr zum Einsatz: https://drive.google.com/file/d/1BkEu8XUeVeAZMDlSzIIUQEsl1zqT8CAG/view?usp=sharing

Anzeige