Donnerstag, September 29, 2022

Feuerwehr löscht rund 60 Strohballen in Stockum

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Wer­ne (ots). Am Sonn­tag­abend (21. März) um 20:46 Uhr wur­de der Lösch­zug 3 aus Sto­ckum sowie der Lösch­zug 1 Stadt­mit­te der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Wer­ne per digi­ta­lem Mel­de­emp­fän­ger in die Alte Bocku­mer Stra­ße in Sto­ckum alar­miert. Rund 60 Stroh­bal­len brann­ten kurz hin­ter dem Gernsteinwerk.

Bereits bei der Anfahrt auf der Ham­mer Stra­ße war kurz hin­ter dem Kraft­werk ein Feu­er­schein aus einem angren­zen­den Wald­stück zu erken­nen. Laut Rück­mel­dung der ers­ten Ein­satz­kräf­te aus Sto­ckum stan­den meh­re­re gepress­te Heu­bal­len, die an einem Wald­stück gela­gert waren, in Voll­brand. Der genaue Ein­satz­ort lag hin­ter dem Kraft­werk Gerstein­werk an der Ham­mer Stra­ße ca. 500m vor dem Abzweig Ham­mer Stra­ße / Wit­te­kind­stra­ße bzw. Kreu­zung Am Laus­bach in Sto­ckum. Die Brand­ur­sa­che ist der­zeit noch unbekannt.

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Im Erstan­griff bekämpf­ten meh­re­re Trupps unter umluft­un­ab­hän­gi­gem Atem­schutz mit zwei Hohl­strahl­roh­ren die Flam­men der bren­nen­den Heu­bal­len. Die Was­ser­ent­nah­me wur­de aus den Was­ser­tanks der Groß­fahr­zeu­ge sicher­ge­stellt. Durch die nach­rü­cken­den Kräf­te der Innen­stadt wur­de eine cir­ca 220 Meter lan­ge Lösch­was­ser­ver­sor­gung zu einem Hydran­ten an der Ham­mer Stra­ße aufgebaut. 

Eine soge­nann­te Rie­gel­stel­lung sowie der mas­si­ve und schnel­le Was­ser­ein­satz ver­hin­der­ten ein Über­grei­fen der Flam­men auf die angren­zen­den Bäu­me. Die Ein­satz­stel­le wur­de mit den fest ver­bau­ten Schein­wer­fern der Lösch­fahr­zeu­ge groß­flä­chig aus­ge­leuch­tet und der rech­te Fahr­strei­fen der Fahrt­rich­tung Hamm für die Lösch­ar­bei­ten gesperrt. 

Da die Heu­bal­len dicht gepresst und eng gela­gert waren, war es schwie­rig die­se voll­stän­dig von außen zu löschen. Durch die Ein­satz­lei­tung wur­de der Kon­takt zum Eigen­tü­mer des Fel­des bzw. der Heu­bal­len her­ge­stellt. Die­ser erklär­te sich sofort bereit, mit einem Trak­tor die Ein­satz­kräf­te zu unter­stüt­zen. Mit dem Front­la­der des Tre­ckers zog er die Heu­bal­len aus­ein­an­der, so dass die Ein­satz­kräf­te die vie­len Glut­nes­ter im Inne­ren der Heu­bal­len ablö­schen konnten.

Zu die­sem Zeit­punkt wur­den bereits die ers­ten Kräf­te aus der Innen­stadt aus die­sem Ein­satz ent­las­sen, so dass die­se wie­der Ihren Stand­ort anfah­ren konn­ten. Im Ein­satz­ver­lauf muss­te die Anzahl der bren­nen­den Heu­bal­len von 20 Stück auf ca. 60 Stück nach oben kor­ri­giert wer­den. „Auf­grund der Packungs­dich­te des Heus und der umwi­ckel­ten Folie gestal­te­te sich das voll­stän­di­ge ablö­schen der Glut­nes­ter wei­ter­hin schwie­rig. Es wur­de ein soge­nann­tes Netz­mit­tel dem Lösch­was­ser zuge­mischt, um die Ober­flä­chen­span­nung des Lösch­was­sers her­ab­zu­set­zen. Dies ist nötig, damit das Lösch­was­ser tie­fer ins Heu ein­drin­gen kann und auch tief im Inne­ren sit­zen­de Glut­nes­ter gelöscht wer­den kön­nen”, berich­te­te Ober­brand­meis­ter Tobi­as Tenk.

Der Ein­satz­lei­ter Jörg Mehrings­köt­ter koor­di­nier­te vor Ort den Ein­satz. Immer wie­der ver­ge­wis­ser­ten sich die Ein­satz­kräf­te mit der Wär­me­bild­ka­me­ra, das auch alle ver­steck­ten Glut­nester­ge­löscht wer­den konnten.

Für die Brand­ur­sa­chen­er­mitt­lung der Kri­mi­nal­po­li­zei wur­de auch der hin­te­re Bereich des Fel­des durch die Feu­er­wehr­kräf­te groß­flä­chig ausgeleuchtet. 

Die Poli­zei ermit­telt wegen Brand­stif­tung, prüft einen Zusam­men­hang zu einem wei­te­ren Heu­bal­len-Brand in Kamen und sucht Zeu­gen, die ver­däch­ti­ge Beob­ach­tun­gen gemacht haben. Hin­wei­se neh­men die Wachen in Kamen unter 02307–921 3220 und Wer­ne unter 02389–921 3420 ent­ge­gen. Der Sach­scha­den, der durch bei­de Brän­de ent­stan­den ist, liegt im fünf­stel­li­gen Bereich.

Video der Feu­er­wehr zum Ein­satz: https://drive.google.com/file/d/1BkEu8XUeVeAZMDlSzIIUQEsl1zqT8CAG/view?usp=sharing

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