Hinter dem Kolpinghaus fing ein Altkleider-Container Feuer. Die Wehr löschte mit Schaum. Foto: Feuerwehr Werne
Hinter dem Kolpinghaus fing ein Altkleider-Container Feuer. Die Wehr löschte mit Schaum. Foto: Feuerwehr Werne
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Werne. Sonntagnacht um 0.03 Uhr wurde der Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne zu einem Containerbrand in die Alte Münsterstraße in Werne alarmiert.

Ein Altkleidercontainer auf dem Hinterhof eines Hotels ist vermutlich durch Brandstiftung in Brand geraten. Ein Trupp vom erst eintreffenden Hilfeleistungslöschfahrzeug [HLF20] der Freiwilligen Feuerwehr löschte unter atemluftunabhängigem Atemschutz mit einem C-Strahlrohr den Container ab. Mittels elektrisch betriebenem Trennschleifer wurde mit einem sauberen Schnitt das Vorhängeschloss entfernt um an die brennenden Gegenstände im Container zugelangen.

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Aufgrund der Bauart war es nicht ohne weiteres möglich, den Container mittels Schaum zu fluten. Die Wasserversorgung wurde aus dem Fahrzeugtank des Hilfeleistungslöschfahrzeug sichergestellt. Den Container leerten die Wehrleute vollständig. Die Einsatzstelle wurde grob mit Besen und Schaufel gesäubert an die Polizei übergeben.

Nach der Kontrolle der umliegenden Container mit der Wärmebildkamera auf Glutnester rückten die freiwilligen Kräfte wieder ab. Im Einsatz waren zwölf Feuerwehrleute mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug, der Drehleiter, dem Tanklöschfahrzeug sowie die Polizei und dem Rettungsdienst aus Werne.

Am Samstag hatte die Kolpingsfamilie wieder Bekleidung gesammelt. Diese werde aber direkt auf einen Anhänger geladen und abgefahren, die Container seien nur für spontane Spender gedacht, berichtete Benno Jäger von der Kolpingsfamilie. Er zeigte sich aber entsetzt über den Verdacht der Brandstiftung. Die nächste Altkleidersammlung findet am Karsamstag statt.

Motorrad in Vollbrand vor Einfamilienhaus

Einige Stunden zuvor eilte der Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne zu einem brennenden Motorrad. Der Einsatzort lag in der Straße Heitkamp in Werne. Bereits auf der Anfahrt über die Straße Baaken war eine Rauchentwicklung aus dem angrenzenden Wohngebiet ersichtlich. Die Erkundung vom ersteintreffenden Gruppenführer bestätigte ein brennendes Motorrad vor einer Garage an einem Einfamilienhaus.

Ein Trupp unter Atemschutz löschte das im Vollbrand stehende Motorrad mit dem Schnellangriff vom Hilfeleistungslöschfahrzeug. Im Anschluss der Löscharbeiten kontrollierte der Trupp mit der Wärmebildkamera die Garage und suchte im verwinkelten Motorraum des Motorrades nach letzten Brandnestern.

Um 15:30 Uhr am Samstagnachmittag wurde per digitalem Meldeempfänger mit dem Einsatzstichwort „FEUER_2 – brennendes Motorrad“ der Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne zu einem brennenden Motorrad alarmiert. Der Einsatzort lag in der Straße Heitkamp in Werne. Foto: Feuerwehr Werne

Großer Ast hält Feuerwehr stundenlang in Atem

Am Freitag um 15.50 Uhr wurde der Löschzug 3 aus Stockum zu einem technischen Hilfeleistungseinsatz in die Straße im Hanloh in Werne-Horst alarmiert. Ein großer Ast drohte aus einem Baum auf einen Gehweg zu stürzen.

Ein Anwohner wollte sich selbst um die Gefahrenlage kümmern, kam jedoch nicht mit seinen Gerätschaften an die richtige Stelle im Baum. Die Erkundung ergab, dass ein großer Ast aus einem ca. 15 Meter hohen Baum abgebrochen war und halb dort noch hing und zusätzlich bei einem angrenzenden Baum sich verhakt hatte.

Um sicher in einer Höhe von rund zehn Metern arbeiten zu können, wurde die Drehleiter, die am Löschzug 1 Stadtmitte stationiert ist, nachalarmiert. Im ersten Versuch sollte ein Drahtseil an den Ast angeschlagen werden, damit der Eigentümer diesen mittels Winde und Trecker herunter zieht. Das misslang. Mit Hilfe der Drehleiter konnte im zweiten Versuch der Teil des Baumes abgetragen werden, der über dem Gehweg bzw. über der Straße hing.

Mehrmals wurde die Drehleiter wieder in Stellung gebracht um auf engstem Raum zwischen Stromleitungen, Bäumen, Wurfschatten des Astes bzw. Baumes und möglicher fester Aufstellfläche den großen Ast für die anstehende Fällung vorzubereiten. Am Ende wurde der Ast mit der Kettensäge so präpariert, dass er mit der Winde von einem in einer Wiese positionierten Trecker heruntergezogen werden konnte.

Die Straße im Hanloh war für die komplette Dauer der Sicherungsarbeiten voll gesperrt. Mit der Übergabe der Einsatzstelle an die Eigentümer endete der Einsatz für die 14 Einsatzkräfte mit ihren drei Fahrzeugen nach rund 3,5 Stunden um ca. 19 Uhr.

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