Alle Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werne haben inzwischen ein Impfangebot erhalten - nach einiger Verzögerung. Foto: Archiv
Alle Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werne haben inzwischen ein Impfangebot erhalten - nach einiger Verzögerung. Foto: Archiv
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Werne. Unmut herrschte zwischenzeitlich bei den Kameraden der Feuerwehr in Werne. Hintergrund: Bei der Impf-Priorisierung des Bundes lagen die freiwilligen Einsatzkräfte weit hinten. In einer Mitteilung des Kreises Unna Ende April hieß es, dass der Personenkreis Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr weitestgehend versorgt sei.

„Zu diesem Zeitpunkt hatte aber nur rund ein Viertel unserer Feuerwehrleute die erste Impfdosis erhalten“, erklärte Feuerwehrchef Thomas Temmann im Gespräch mit WERNEplus. Kurze Zeit später gab es dann doch Restdosen für die „Blauröcke“. Die Stadt Werne und der Kreis Unna hatten einen Impfplan für die Freiwillige Feuerwehr Werne aufgestellt.

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Aufgrund kurzfristiger Angebote von Restmengen im Impfzentrum des Kreises Unna und der schnellen Reaktionszeit der Ehrenamtlichen aus Werne, ging es plötzlich ganz schnell.

Am heutigen Sonntag (9. Mai) meldet Oberbrandmeister Tobias Tenk, gleichzeitig Sprecher der heimischen Wehr: „Bisher jedem der 150 Einsatzkräfte konnte mindestens ein Impfangebot unterbreitet werden. In Summe 22 Freiwillige haben bereits die zweite und damit die letzte Impfung erhalten. Die Planungen lassen darauf schließen, dass bis zum 19. Juni die Impfungen der Einsatzkräfte abgeschlossen sind.“

Im Einsatzfall treffen die ehrenamtlichen Feuerwehrleute ebenso wie Polizisten und Sanitäter auf Mitmenschen in Not. Einsätze sind oft hektisch und es muss schnell gehen. Nicht immer können die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden, und die Ehrenamtlichen haben an der Einsatzstelle oft den ersten Kontakt zu potenziell mit COVID-19 infizierten Menschen.

Daher wäre eine flächendeckende Impfung der freiwilligen Rettungskräfte im Werner Stadtgebiet wünschenswert gewesen. Für die Feuerwehrangehörigen selbst stand die Sorge um schwere Krankheitsverläufe bei sich und ihren Familien oft im Mittelpunkt, heißt es weiter.

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