Frank Langer weiß nicht, wann er sein Sport- und Gesundheitscenter am Fürstenhof wieder öffnen darf. Dafür haben er und sein Feel-Fit-Team eine App entwickelt, die Kunden zu Hause in Bewegung bringt. Foto: Volkmer
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Werne. Besucher von Fitnessstudios stehen derzeit vor verschlossenen Türen. Auch Frank Langer weiß nicht, wann er sein Sport- und Gesundheitscenter am Fürstenhof wieder öffnen darf, denn die verlängerten Corona-Regeln dauern mindestens bis Mitte Februar. Langeweile ist in der Zeit ohne Besucher dennoch kein Thema für das Team von Feel-Fit Werne, die nicht nur Optimierungen in der Einrichtung vornehmen, sondern mit einer eigenen App die Kunden zu Hause in Bewegung halten.

Seit Wochen sind auf dem über 3.000 Quadratmeter großen Center für vielseitige Übungen und Kurse keine Kunden mehr zu sehen. Doch dass hier wenig los ist, stimmt nicht, denn vor einer Wiedereröffnung wird derzeit die Installation eines neuen Lüftungssystems und einer  Klimaanlage abgeschlossen. „Die arbeitet statt mit Umluft mit Frischluft von außen“, freut sich Inhaber Frank Langer über die in Corona-Zeiten wichtige Besonderheit der Anlage.

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Ventilatoren, die in die Wände eingebaut wurden, saugen sechs mal in der Stunde die komplette verbrauchte Luft aus den über fünf Meter hohen Räumen. Zusätzlich sind Luftreinigungsgeräte, die auch Corona-Viren aus der Luft filtern, angeschafft worden. Neu sind überdies die Abstände auf den Trainingsflächen, denn die Geräte sind nun so positioniert, dass es zum nächsten Platz bis zu drei Meter Abstand gibt. „Wir werden außerdem einen Temperatur-Scanner am Einlass anbringen, um rechtzeitig Hinweise auf mögliche Erkrankungen noch vor Einlass in Studio zu erkennen. Wer also Fieber hat, kommt gar nicht mehr rein“, erklärt der Unternehmer.

Mitarbeiterin Gina Mengelkamp nimmt den Kontakt zu den Feel-Fit-Kunden unter anderen durch selbstproduzierte Videos auf. Foto: Volkmer

Neue Wege der sportlichen Unterstützung

Doch nicht nur Handwerker sind im Sport- und Gesundheitscenter im Einsatz. Schon seit dem ersten Lockdown haben Schulungen der Mitarbeiter in den Bereichen Trainingslehre und neue Kursformate stattgefunden. Dazu hat sich das Team dafür fit gemacht, Mitgliedern  Betreuungsmöglichkeiten auch Online zugänglich zu machen. Das Ergebnis liegt seit kurzer Zeit in Form einer „Feel-Fit Digital“-App vor. „Das ist ein komplettes Online-Studio“, bringt es Langer auf den Punkt.

Die Kunden bleiben durch das Programm mit ihren Trainern vernetzt und können an Online- und Live-Kursen teilnehmen. Kunden bekommen zudem Trainingspläne, die sich den Gegebenheiten zu Hause anpassen und erhalten eine individuelle Ernährungsberatung. Langer erklärt: „Ich glaube, dass es in dieser Zeit wichtig ist, den Leuten Zuversicht zu geben und für ein wenig Normalität zu sorgen. Unterstützt durch die App können wir helfen, dass die Menschen ihre Ziele erreichen.“ Der Chef freut sich, dass in den letzten Wochen auch viele ältere Kunden die Chance genutzt haben, um sich Trainingspläne für ihre jeweilige Situation erstellen zu lassen. Die Angebote der App sind übrigens auch für Nicht-Mitglieder buchbar.

Individuelle Betreuung für mehr Gesundheit

Die Einführung der App sei eine logische Konsequenz aus der ohnehin intensiven Kunden-Betreuung des Studios. „Wir legen wert auf Service, sodass wir die Vornamen der Leute kennen, die hier trainieren. Die Menschen sind hier nicht einfach nur eine Nummer“, unterstreicht der Inhaber. Zwei Mitarbeiter im Homeoffice sind für die Online-Betreuung der Mitglieder aktiv, andere sorgen für die Erstellung der Videos für alle Zielgruppen des Studios, die an Handy, Laptop oder Fernseher zum Mitmachen motivieren. Viele der beliebtesten Kurse werden sogar live übertragen, damit die Kunden daheim zu ihren gewohnten Zeiten mittrainieren können.

Die Pandemie und geschlossene Center sind nach Ansicht des Fitness-Experten also kein Grund, die Gesundheit zu vernachlässigen. „Wer nicht zum Trainieren ins Fitnessstudio gehen kann, aber gesund ist, sollte seine Muskeln zu Hause durch einfache Übungen wie Klimmziehen, Kniebeugen, Hockstrecksprünge und Liegestütz trainieren, um das Immunsystem leistungsfähig zu erhalten, bis ein reguläres Training wieder im Studio möglich ist.“

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