Die Anzahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Menschen steigt in Werne auf 60. Foto: Volkmer
In der Werner Innenstadt gilt seit Mitte Oktober von 8 bis 18 Uhr die Maskenpflicht. Foto: Volkmer
Anzeige

Werne. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in der Innenstadt von Werne soll fallen. Das fordert die FDP-Fraktion in einem Antrag an den Stadtrat. Der Bürgermeister soll mit der Aufhebung der Allgemeinverfügung vom 2. November 2020 beauftragt werden.

„Die Maßnahme ist nicht mehr notwendig und die Aufhebung daher der richtige Schritt in Richtung Normalität. Eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen ist vollkommen ausreichend“, erläutert der Ortsvorsitzende Artur Reichert in der Medienmitteilung zum Antrag.

Anzeige

Fraktionsvorsitzende Claudia Lange schreibt in ihrer Begründung: „Auch bei der Maskenpflicht in der Fußgängerzone handelt es sich um einen, wenn auch vergleichsweise milden, Grundrechtseingriff. Eingriffe in Grundrechte müssen jedoch stets geeignet, erforderlich und angemessen sein.“ An einer Maskenpflicht im Freien bestünden aber erhebliche Zweifel, argumentiert sie.

„Viele Wissenschaftler bezweifeln schon lange die Notwendigkeit einer Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Freien, wie zum Beispiel Dr. Muge Cevik von der University of St. Andrews in Schottland“, legt auch Benedikt Lange dar: „Man vertritt die Ansicht, dass eine Ansteckung an der frischen Luft bei Einhaltung des geeigneten Abstandes kaum stattfindet“. Eine Maskenpflicht außerhalb von geschlossenen Räumen sei daher nicht notwendig. Als Beweis dafür werde in der Wissenschaft unter anderem angeführt, dass es keine bekannten „Superspreader-Ereignisse“ an der frischen Luft gäbe, heißt es weiter.

Auch andere Städte hätten daher von dieser Regelung Abstand genommen, fügt Claudia Lange hinzu und sieht in der Abschaffung der Maskenpflicht zudem eine Entlastung des Ordnungsamtes.

Die Maskenpflicht gilt u.a. in Werne seit dem 20. Oktober 2020, täglich von 8 bis 18 Uhr. Sie wurde Absprache mit den jeweiligen Städten vom Kreis Unna beschlossen.

Anzeige