Bei den Kontrollen des Ordnungsamtes in 2020 hat sich herausgestellt, dass Maskenverweigerer in Werne kein großes Problem darstellen. Foto: Volkmer
Bei den Kontrollen des Ordnungsamtes hat sich herausgestellt, dass Maskenverweigerer in Werne kein großes Problem darstellen. Dennoch habe sich Corona-Müdigkeit, besonders bei Jugendlichen, breit gemacht. Foto: Volkmer
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Werne. Infektionen, städtisches Testzentrum, Impfaktionen und Bußgeldbescheide: Im Ausschuss für Soziales, öffentliche Ordnung, Integration und Inklusion gab Dezernent Frank Gründken Auskunft über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie in Werne.

1.250 Menschen in Werne haben sich (Stand: 20. Mai) bislang mit Sars-CoV-2 nachweislich infiziert, davon konnte in 191 Fällen die britische Variante B.1.1.7 nachgewiesen werden. 1.140 Personen sind wieder genesen, 55 in Zusammenhang mit COVID-19 gestorben, hieß es im Ausschuss.

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Das städtische Testzentrum Am Hagen laufe „hervorragend“, so Gründken weiter. Stand 19. Mai seien 26.843 Personen getestet worden. „48 Tests waren positiv, was eine Quote von 0,18 Prozent ausmacht. Das waren aber Menschen ohne Symptome, so dass wir frühzeitig diese frühzeitig in Quarantäne schicken und so Infektionsketten unterbrechen konnten.“

Auch die verschiedenen Impfaktionen unter Leitung von Dezernent Alexander Ruhe in der Linderthalle, bislang fünf an der Zahl, seien dank des Engagements der städtischen Mitarbeitenden sehr erfolgreich gewesen. Dafür erntete Gründken stellvertretend viel Lob und Dank von allen Fraktionen im Ausschuss. Am 12./13. Juni öffnet das Impfzentrum zwei weitere Mal, unter anderem auch um Geflüchtete in den städtischen Unterkünften zu immunisieren.

Weiterhin bestehe auch die Hilfestellung von Verwaltung und Verkehrsverein Werne, ältere Mitbürgerinnen und Bürger mit einem Fahrdienst zum Impfzentrum nach Unna zu bringen. Darauf wiesen die Ausschussmitglieder und Frank Gründken noch einmal ausdrücklich hin.

Bußgelder: Corona-Müdigkeit macht sich breit

In Sachen Bußgelder sind seit Ausbruch der Pandemie vor rund 14 Monaten 75 Verfahren abgeschlossen, 58 laufen noch und 53 werden geprüft. Diese Zahlen stellte Frank Gründken ebenfalls im Ausschuss vor. „Wenn alle Bußgelder fließen, kommen wir auf 57.350 Euro. Wenn man die Zeitspanne bedenkt, ist das verschwindend gering. Die Menschen zeigen viel Verständnis für die Maßnahmen. Das hat man auch an den Feiertagen gesehen. Es waren keine großen Gruppen unterwegs“, sagte der Dezernent.

Allerdings stelle das Ordnungsamt eine gewisse Corona-Müdigkeit fest, vermehrt bei Jugendlichen, berichtete Gründken weiter. „Zunächst erfolgt immer eine Ansprache. Nur wer komplett aus der Rolle fällt, muss schließlich zur Anhörung in einem Bußgeldverfahren.“

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