Die Polizei in Kamen löste eine Corona-Party auf und stieß dabei auf Widerstand. Foto: pixabay
Die Polizei war im Einsatz. Foto: pixabay
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Werne. Am frühen Samstagmorgen ( 10.04.2021 ) gegen 5 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass ein aus Werne stammender 31-jähriger Mann mit Verbrennungen im Gesicht und an den Armen in einem Krankenhaus erschienen sei. Die Verletzungen hatte er sich nach eigenen Angaben beim Hantieren mit Chemikalien in seiner Wohnung in Werne zugezogen.

Die Wohnung in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße wurde daraufhin durch Einsatzkräfte der Polizei mit Unterstützung der Feuerwehr Werne aufgesucht. Ermittler der Kriminalpolizei und ein Team von Sprengstoff-Experten des Landeskriminalamtes Düsseldorf wurden noch hinzugeholt.

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Bei der Erkundung der Wohnung und den weiteren Ermittlungen wurde festgestellt, dass der Mann offenbar verschiedene Substanzen miteinander vermischt hatte und es dabei zu einer unbeabsichtigten Zündung des Gemisches gekommen war. Zwei weitere Gemische wurden durch die Sprengstoff-Experten des Landeskriminalamtes zur Vermeidung weiterer Gefahren gegen 10.20 Uhr auf einem freien Feld im Bereich zwischen der Helmuth-von-Moltke-Straße und dem Beckwinkelweg vorsorglich kontrolliert gesprengt.

Im Rahmen der polizeilichen Durchsuchung der Wohnung wurden außerdem noch illegale Betäubungsmittel, Computer und Speichermedien aufgefunden und sichergestellt. Der 31-jährige Werner wird weiterhin aufgrund seiner erlittenen Verbrennungen in einem Unfallkrankenhaus behandelt.

Zum jetzigen Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass er lediglich Böller in Eigenregie herstellen wollte. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an. Weitere Detailfragen in dieser Sache werden wahrscheinlich erst am Montag (12. April) oder an den folgenden Tagen durch die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Unna beantwortet werden können.

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