Trotz des immensen Abstands zwischen erster Sitzreihe und Bühne sprang der Funke beim Auftritt von „Red Ivy“ mit Sängerin Hannah Wetter schnell über. Foto: Volkmer
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Werne. Selbst wenn es offiziell keine Generalprobe für die kommenden Straßenkunst-Veranstaltungen in der Freilichtbühne gewesen ist – das Konzert am Freitagabend mit „Fina“, „Annie’s Style Band“ und „Red Ivy“ hat wieder große Lust auf Live-Events in Wernes größtem Open-Air-Theater hinterlassen.

Auch wenn am Ende etwas mehr als die Hälfte der 485 zur Verfügung stehenden Plätze nicht besetzt war – das Bild zum Finale des den Abend anschließenden Auftritts der Lokalmatadoren von „Red Ivy“ sprach Bände. Denn als die Werner Band um kurz vor 22 Uhr ihren regulären Auftritt mit dem Song „Catch Me If You Can“ beendete, saß kein Besucher mehr auf seinem Platz.

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Singer-Songwriterin „Fina“ eröffnete den Abend mit eingängigen, melancholisch angehauchten Liedern. Foto: Volkmer

Eröffnet hatte den Abend die Singer-Songwriterin „Fina“, die mit eingängigen, meist melancholisch angehauchten Liedern viel Applaus erntete. „Wirklich schön, endlich mal wieder vor Zuschauern zu spielen“, sagte die Sängerin und sollte damit während des musikalischen Abends nicht die Letzte mit dieser Aussage sein.

„Die Leute sind nach der langen Pause einfach hungrig nach Live-Events“, so Heiko Steinweg von der Freilichtbühne, der sich besonders über die Mischung der Besucher freute. „Wir haben ein sehr heterogenes Publikum. Wir haben junge und alte Leute und Familien – das finde ich super.“ Die drei Live-Konzerte hintereinander unter dem Motto „FreiLiveBühne Vol.1“ stellten die erste größere Veranstaltung auf dem Gelände seit den Straßenkunst-Aufführungen vor knapp einem Jahr dar.

Die Indie-Pop-Band „Annie’s Style Band“ enterte als zweiter Act die Bühne und überzeugte mit druckvollen, rockigen Songs, die auf der Bühne noch eine Ecke knackiger als in den Studio-Versionen herüberkamen. Ganz offensichtlich waren einige der Besucher extra wegen der Band aus Münster nach Werne gekommen, denn es wurde lautstark mitgesungen und teils sogar an den Sitzen getanzt.

Auch wenn am Ende etwas mehr als die Hälfte der 485 zur Verfügung stehenden Plätze nicht besetzt war, herrschte gute Stimmung. Foto: Volkmer

„Die musikalische Mischung ist klasse, die Durchführung in allen Belangen professionell und es macht Spaß zu sehen, wie diszipliniert sich die Besucher an die Corona-Regeln halten. Das macht mir Hoffnung für das kommende Wochenende“, sagte David Ruschenbaum von Werne Marketing, der ab dem Startschuss der Straßenkunst am kommenden Freitag, 27. August, zudem auf ähnlich gutes Wetter – und noch ein paar Zuschauer mehr hofft.

Die erwartungsgemäß meisten Fans lockte zweifellos der Auftritt von „Red Ivy“ an. Trotz des immensen Abstands zwischen erster Sitzreihe und Bühne sprang der Funke der rockigen Alternative-Formation um Sängerin Hannah Wetter schnell über, sodass sich der Auftritt binnen weniger Songs zum umjubelten Heimspiel entwickelte. Teils suchte die Band auch selbst die Nähe zum Publikum, denn einige der ruhigeren Songs präsentierte ein Teil der Band auf einer Fläche vor der Bühne. Klar, dass die Band nicht ohne ein paar Zugaben den Abend beenden durfte.

Am Montag lesen Sie bei WERNEplus ein Interview mit „Red Ivy“. Dazu finden Sie in Kürze noch eine Online-Galerie der Veranstaltung auf dieser Seite.  

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