Für werdende Eltern gibt es gute Neuigkeiten, denn erstmals ist für Werne ein Schwangerschaftswegweiser zusammengestellt worden. Foto: Volkmer
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Werne. Erneut muss in diesem Jahr die Elternmesse von Jugendamt und Familiennetz wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Doch für werdende Eltern gibt es trotzdem gute Neuigkeiten, denn erstmals ist ein handlicher Schwangerschaftswegweiser zusammengestellt worden, der ab sofort in den Beratungsstellen und im Jugendamt ausliegt. 

Mit Beginn der Schwangerschaft und der Geburt eines Kindes beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die ganze Familie. Vieles ist neu und etliche formelle Dinge müssen geregelt werden. Bis sich der Alltag wieder eingestellt hat, braucht es Zeit, Geduld und manchmal auch gute Nerven. Da ist es gut, wenn mit Hilfe des Schwangerschaftswegweisers passende Unterstützung schnell zu finden ist und so Anforderungen besser zu bewältigen sind. „Das Elternwerden ist eine dynamische Situation. Da ist es schön, einen Wegweiser zu haben, der sich an den verschiedenen Phasen orientiert“, erklärt Jugendamtsleiter Maik Rolefs.

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Die Broschüre ist übersichtlich gegliedert, sodass ohne großes Suchen wichtige Informationen und die entsprechenden lokalen Ansprechpartner zu finden sind. Genau das sei auch die Zielsetzung des Projekts gewesen, sagen Elisabeth Meßner und Bettina Stilter vom Familiennetz. „Nicht textlastig und großformatig, sondern klein und kompakt zum Mitnehmen“, beschreibt Meßner das bereits Ende des vergangenen Jahres erschienene Infoheft.

Maik Rolefs, Bettina Stilter, Hildegard Wiegert-Fahnert, Elisabeth Meßner und Theresa Borgmann stellten den Wegweiser vor. Foto: Volkmer

Der Wegweiser listet auch die Schwangerschaftsberatungsstelle des Katholischen Sozialdienstes am Roggenmarkt und das donum vitae-Büro mit Sitz in Dülmen auf. Beide Institutionen bieten einmal in der Woche Sprechstunden unter dem Dach des Familiennetzes an. „In den Gesprächen geht es um behördliche Angelegenheiten bis hin zur psychosozialen Betreuung“, berichtet donum vitae-Beraterin Theresa Borgmann. Coronabedingt erfolgen die Beratungen zur Zeit meist per Telefon, persönliche Gespräche unter Einhaltung der Hygienevorschriften sind aber ebenso möglich. Die Beratungsangebote werden gern angenommen, so habe die Zahl der Erstberatungen zuletzt zugenommen, berichtet Hildegard Wiegert-Fahnert vom Katholischen Sozialdienst.

Der erste Schwangerschaftswegweiser ist zudem eine Ergänzung zum Babybegrüßungspaket, welches die Neugeborenen – im Schnitt 220 Kinder im Jahr – von der Stadt erhalten. Jugendamtsleiter Rolefs kündigte an, dass diese sogenannte „Kidsbox“ derzeit überarbeitet und mehr ins Digitalzeitalter transformiert werde, um dieses Angebot der kinder- und familienfreundlichen Stadt künftig noch zeitgemäßer präsentieren zu können.

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