Ein Junge war unter schweren Heuballen eingeklemmt. Die Feuerwehr konnte das Kind befreien. Foto: Feuerwehr Werne
Ein Junge war unter schweren Heuballen eingeklemmt. Die Feuerwehr konnte das Kind befreien. Foto: Feuerwehr Werne
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Werne (ots). Am Dienstagabend um 17:41 Uhr wurde der Löschzug 3 aus Stockum sowie der Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne zu einem Heuunterstand auf einem Feld am Werthweg in Stockum gerufen.

Ein Junge war, vermutlich beim Spielen mit seinen Freunden, in einen Zwischenraum mehrerer übereinander gestapelter sogenannter Quaderballen gefallen. Diese bis zu 280 Kilogramm schweren Heuquader waren rund 2,80 Meter hoch unter einem Heuunterstand gelagert. Da sich der Junge aufgrund der Enge nicht selbst befreien konnte und mit den Beinen im Zwischenraum eingeklemmt war, alarmierte ein Freund die Feuerwehr.

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„Bei diesem Einsatzstichwort wird grundsätzlich ein zweiter hydraulischer Rettungssatz zur Einsatzstelle beordert“, erklärt Oberbrandmeister Tobias Tenk die Tatsache, dass sich ebenfalls auch der Löschzug 1 auf den Weg zur Einsatzstelle nach Stockum machte.

Der zeitgleich mit der Feuerwehr aus Stockum eintreffende Rettungsdienst aus Werne, übernahm sofort die Betreuung des Jungen. Vorsichtig verschafften sich die Retter von oben Zugang zum Jungen und stellten so den Erstkontakt her. Da der landgebundene Notarzt aus Werne noch in einem anderen Einsatz gebunden war, wurde ein Notarzt durch den Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen zur Einsatzstelle eingeflogen.

Der Einsatzleiter und stellvertretende Leiter der Wehr, Jörg Mehringskötter, koordinierte vor Ort die Rettungsarbeiten. Vorsichtig bewegten mehrere Einsatzkräfte per Muskelkraft die Heuballen. Bei einem letzten Quader wurde das Pressengarn aufgeschnitten und der Junge befreit. Mit einem sogenannten Spineboard übergaben die Feuerwehrleute den Patienten an den Rettungsdienst aus Werne.

Der Rettungshubschrauber brachte den Notarzt zum Einsatzort in Stockum. Foto: Feuerwehr Werne
Der Rettungshubschrauber brachte den Notarzt zum Einsatzort in Stockum. Foto: Feuerwehr Werne

Das Kind wurde vor Ort untersucht und zur weiteren Behandlung mit dem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert.

Die Ehrenamtlichen im Bereitstellungsraum traten die Rückfahrt an. Ebenso wurden die unverletzten Beteiligten durch Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes betreut.

Im Einsatz waren 28 Kräfte der freiwilligen Feuerwehr Werne mit acht Fahrzeugen,  der Rettungsdienst Werne, ein Notarzt vom RTH Christoph 8 aus Lünen, der Notarzt aus Werne sowie die Polizei.

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