Enthüllten das neue Modell der Stadt Werne auf dem Marktplatz (von links): Martin Abdinghoff (Sparkasse), Bürgermeister Lothar Christ, Carolin Brautlecht und Christoph Schwartländer (beide Werne Marketing GmbH). Foto: Klaus Brüggemann
Enthüllten das neue Modell der Stadt Werne auf dem Marktplatz (von links): Martin Abdinghoff (Sparkasse), Bürgermeister Lothar Christ, Carolin Brautlecht und Christoph Schwartländer (beide Werne Marketing GmbH). Foto: Klaus Brüggemann
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Werne. Die Werner Innenstadt ist um eine weitere Attraktion reicher: Auf dem Markplatz bietet ein neues Bronzekunstwerk den Bürgern und auswärtigen Besuchern die Möglichkeit, die Werner Altstadt zu sehen, zu fühlen und zu begreifen. Die Stiftung der Sparkasse an Lippe hat dieses Modell gespendet, das seinen Platz auf einem Sandsteinsockel vor dem Modehaus Kroes erhalten hat. Feierlich enthüllt wurde es am Freitagnachmittag, 26. März, von Bürgermeister Lothar Christ, dem Vorsitzenden der Sparkassen-Stiftung, Martin Abdinghoff, sowie Carolin Brautlecht und Christoph Schwartländer von der Werne Marketing GmbH.

Das Bronze-Modell ergänzt eine Reihe von vier weiteren Exponaten, die vor historischen Gebäuden stehen und auch Sehbehinderten und Blinden die Möglichkeit geben, die Stadt zu entdecken. Geschaffen wurde es erneut vom Künstler Egbert Broerken aus Welver, der bereits 2012 die Modelle der Kirche St. Christophorus, des Alten Rathauses, des Stadtmuseums und eines Gründerzeit-Hauses an der Steinstraße gefertigt hatte.

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Bürgermeister Lothar Christ freute sich über das Engagement der Sparkassen-Stiftung, die bereits seit Jahrzehnten durch ihre Spenden für eine künstlerische Gestaltung der Innenstadt sorgt. Der Ausrufer auf dem Markt war das erste Kunstwerk, weitere folgten, wie der Händler auf dem Roggenmarkt, die Widerspenstige an der Steinstraße und der Brunnen Volksweisheiten vor der Sparkasse. „Die Stiftung der Sparkasse hat es sich seit Jahren zum Ziel gesetzt, Maßnahmen hier vor Ort zu fördern, die den Bürgerinnen und Bürgern von Werne zugute kommen und zusätzlich die Stadt Werne auch für auswärtige Besucher attraktiver machen“, sagte Martin Abdinghoff. Insbesondere mit Blick auf die aktuelle Situation in den Innenstädten in Anbetracht der Corona-Krise sei es wichtig, zusätzliche Anreize zu schaffen. „Wir glauben, dass uns dies mit dem neuen Bronze-Modell gelingt. Es ist sicherlich ein spannender Anziehungspunkt“, so Abdinghoff.

Bürgermeister Lothar Christ sprach von einer großen Bereicherung für die Innenstadt. „Das Modell würdigt die Schönheit unseres historischen Stadtkerns und ist ein beeindruckender Mehrwert für die Kunst im öffentlichen Raum.

Die Initiative stammt von Christoph Schwartländer, der bei der Werne Marketing GmbH für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. „In unserer Arbeit fördern wir stets die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt“, betonte Marketing-Geschäftsführerin Carolin Brautlecht und dankte ihrem Mitarbeiter Christoph Schwartländer für die Idee: „Das Ergebnis ist ein wunderbares Modell zum Entdecken und Anfassen.“

Das Modell gibt naturgetreu den gesamten Innenstadtbereich wieder, Straßennamen und besonderes Gebäude sind in Blinden- und Normalschrift gekennzeichnet. Foto: Klaus Brüggemann

In der Realisierung steckt viel Vorbereitungszeit, denn der Künstler hat sich im vergangenen Jahr intensiv mit der Stadt beschäftigt. Er verschaffte sich anhand eines Katasterplans einen Überblick und fotografierte sämtliche Gebäude. Im Atelier wurde dann aus dem gesammelten Material das Bronze-Werk. Broerken erfasste die gesamte Fläche des Stadtkerns, baute sie im Maßstab 1:1500 nach und vollendete das Objekt mit dem sogenannten Wachsausschmelzverfahren in der Kunstgießerei Schwab in Münster.

Das Projekt habe ihm viel Freude bereitet, sagte der 71-jährige Egbert Broerken, der bislang rund 200 Modelle im In- und Ausland gefertigt hat. „Wenn ich eine Stadt kennenlerne, die ihren alten Charakter bewahrt hat, bin ich jedes Mal begeistert. Vor allem deshalb war es schön, Werne mit seinen architektonischen Details zu modellieren. Hier wird Stadtsein gelebt“, so der Künstler.

Die Vorstellung des Modells sei erst der Auftakt für eine Reihe über die Bronzeplastiken in der Stadt, kündigte Christoph Schwartländer an. In einem Buch soll die Geschichte der Kunstwerke ausführlich erzählt werden, außerdem seien Stadtführungen zum Thema geplant. Beides werde in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt.

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