Monika Eichmanns ist neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Werne. Foto: Stadt Werne
Monika Eichmanns ist die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Werne. Foto: Stadt Werne
Anzeige

Werne. Die Gleichstellungsbeauftragte Monika Eichmanns  lädt am Sonntag, 7. März 2021, alle Werner Frauen zum ersten Internationalen Frauentag – online in Werne ein.

Der Internationale Frauentag hat eine lange Tradition. Er geht auf die Arbeiterinnenbewegung von Mitte 19. bis 20. Jahrhunderts zurück. 1909 kam es zum Streik von 20.000 Näherinnen in New York. Sie forderten höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und kürzere Arbeitszeiten, bessere Wohn- und Lebensbedingungen und wehrten sich damit gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung.

Anzeige

In Deutschland schlug die sozialistische Politikerin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin am 27. August 1910 auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor. Im Folgejahr 1911 wurde dann erstmals der „Internationale Frauentag“ gefeiert.  Hauptforderung war das aktive und passive Wahlrecht für Frauen. Mehr als eine Millionen Frauen gingen auf die Straße. In den Folgejahren schlossen sich viele Länder dem Frauentag an und einige erklärten den Tag sogar als gesetzlichen Feiertag. In Deutschland wird der Weltfrauentag seit 2019 nur in einem Bundesland, und zwar in Berlin, zum gesetzlichen Feiertag  erklärt. Weltweit ist der Weltfrauentag in insgesamt 26 Ländern gesetzlicher Feiertag.

Auch in Werne hat der „Internationale Frauentag“ eine lange Tradition

Mit der damalige Gleichstellungsbeauftragte Maria Jockenhöfer schlossen sich Frauen aus der Ersten Frauenalternative e.V. (efa), der DKP, der CDU-Frauenvereinigung des „Arbeitskreises Sozialdemokratischer Frauen (ASF), der Grünen, des Dritten Welt Arbeitskreises, der Friedeninitiative sowie der Gewerkschaft HBV zusammen, um den ersten Weltfrauentag in Werne zu feiern.

Unter dem Motto „Ohne uns läuft nichts!“ wurde mit Musik, Kunst und Kultur sowie frauenpolitischen Themen der Tag begangen. Das Erfolgsrezept war geschrieben und der Weltfrauentag wurde von da an im Zusammenwirken vieler engagierter und tatkräftiger Frauen Jahr für Jahr erfolgreich durchgeführt.

Mit dem diesjährigen Internationalen Frauentag werden Frauen neue Wege bestreiten, um sich und den Tag zu feiern und zu vernetzen. Die Initiatorinnen haben ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt und wirken aktiv mit. Eröffnet wird die digitale Veranstaltung durch ein Grußwort von Bürgermeister Lothar Christ. Die Gleichstellungsbeauftragte Monika Eichmanns führt durch viele weitere Programmpunkte.

Den Aufschlag des Programms wird Anette Haida von der Lesewelt Werne mit der  Buchvorstellung, „Ich hasse Männer“ von Pauline Harmange machen. In ihrem kurzen, pointierten Essay appelliert sie offenherzig, provokativ und nicht ohne Witz an alle Frauen, es ihr gleichzutun und sich nicht mehr darum zu scheren, was eine männerdominierte Umwelt ihnen entgegenbringt.

„Ziel ist es, das Sie sich mit anderen Frauen auch nach dem Weltfrauentag selbstorganisiert, persönlich oder digital treffen können“,

Monika Eichmanns, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Werne

Es folgt Katja Artelt mit ihrem flotten Kurzvortrag „Keine alleine!? Was hat Corona mit Ihrer Rolle als Frau in der Familie gemacht? Welche Krisen und großen Herausforderungen müssen Sie meistern? Dabei gilt es Frauen zu feiern, zu loben und Möglichkeiten aufzuzeigen – wie Männer gleichberechtigt in die Kinderbetreuung und Pflege eingebunden werden und wie wir Frauen uns vernetzen können, um uns gegenseitig zu stärken.

Die Kaktusblüten aus Werne, mit Liane Jäger, Irmgard Schlierkamp, Ulli Sonderhüsken und Julia Klunkert, werden die Teilnehmerinnen mit Kreativem und Humorvollen locker machen.

Hannah Wetter mit ihrer Band Red Ivy (mit Jean-Michel Kellermann, Felix Möller) werdne zu Anfang „Nothing Out Of Reach“ singen und zum Abschluss der Veranstaltung das traditionelle Lied „Brot und Rosen“ als Coverversion darbieten. Der Slogan Brot und Rosen stammt aus einer Rede der New Yorker Gewerkschafterin Rose Schneiderman im Jahr 1911. Das ursprüngliche Gedicht  wurde 1912 zur Streik-Parole und als Lied der Textilarbeiterinnen bekannt. Seitdem gehört das Lied zur Internationalen Gewerkschaftsbewegung und zur Frauenbewegung.

Im Verlauf des Programms können sich die Teilnehmerinnen zu den Themen „Rollenverteilung in der Corona-Krise“, „Catcalling“ und „Internationaler Frauentag 2022“ in sogenannten Breakout Rooms mit anderen Frauen treffen und austauschen. „Ziel ist es, das Sie sich mit anderen Frauen auch nach dem Weltfrauentag selbstorganisiert, persönlich oder digital treffen können“, erklärt Monika Eichmanns.

Die Veranstaltung findet am Sonntag, 7. März 2021, statt. Beginn ist um 11 Uhr, bereits ab 10.45 können sich Teilnehmende verlinken und einen Technikcheck durchführen. Vor der Veranstaltung wird rechtzeitig der Streaming-Link zugeschickt.

Die Anmeldung ist auch für Kurzentschlossene ist bis zum 5. März auf der Website vhs-werne.de oder  unter vhs@werne.de möglich.

Anzeige