Dienstag, Mai 17, 2022

Die Sparkasse wird digitaler

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Lünen/Werne. Das Jah­res­bi­lanz­ge­spräch mit der Spar­kas­se an der Lip­pe zeigt vor allem eins: Die Kun­din­nen und Kun­den wer­den digi­ta­ler, nut­zen immer sel­te­ner Bar­geld zum Bezah­len und infor­mie­ren sich am Tele­fon. Ein Grund mehr für den Vor­stand, ein digi­ta­les Ser­vice­cen­ter gleich neben der Haupt­stel­le in Lünen zu bauen.

Ab Ende Juli sol­len Kun­din­nen und Kun­den der Spar­kas­se an der Lip­pe per Tele­fon oder Video­chat bera­ten wer­den kön­nen. Die Anzahl der Tele­fon­an­ru­fe stieg 2020 um 40 Pro­zent. „Unter den Nut­ze­rin­nen und Nut­zern sind zum Bei­spiel Stu­die­ren­de, die in einer ande­ren Stadt woh­nen, aber trotz­dem bei ihrer Spar­kas­se blei­ben wol­len“, schil­dert Vor­stands­vor­sit­zen­der Hei­ko Rau­tert. Auch die­se Ziel­grup­pe soll die neue, größ­te Geschäfts­stel­le unter­stüt­zen. Einen „mitt­le­ren, sechs­stel­li­gen Bereich“, so Vor­stands­mit­glied Mar­tin Abding­hoff, habe die Spar­kas­se dafür investiert.

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Doch nicht nur in der Bera­tung zeig­te sich die Kund­schaft im Jahr 2020 digi­tal: Auch das kon­takt­lo­se Bezah­len gewann an Bedeu­tung. 60 Pro­zent der Kund­schaft nutz­te in dem Jahr das Online­ban­king, das sind zehn Pro­zent mehr als im Jahr 2019. Auch ande­re Mög­lich­kei­ten, wie Apple Pay, konn­ten in die­sem Jahr erst­mals genutzt wer­den, hieß es weiter.

Durch sin­ken­de Aus­ga­ben auf­grund der Pan­de­mie leg­ten mehr Leu­te ihr Geld an. „Wir wur­den regel­recht mit Kun­den­ein­la­gen geflu­tet“, sagt Rau­tert, „frü­her war das super, wir konn­ten das Geld auf der ande­ren Sei­te als Kre­di­te her­aus­ge­ben.“ Aller­dings konn­te durch das stark gestie­ge­ne „Vor­sichts­spa­ren“ nicht alles für Kre­di­te wei­ter­ver­wen­det wer­den. Des­halb und auch auf­grund des Nied­rig­zins sei ein Ver­wah­rent­gelt unum­gäng­lich, betref­fe aber nur rund zwei Pro­zent der ange­leg­ten Konten. 

Auch das Wert­pa­pier­ge­schäft boom­te im Jahr 2020. Die Anzahl an Wert­pa­pier­spar­ver­trä­gen stieg um mehr als 2.000 an. „Die Kun­din­nen und Kun­den den­ken lang­fris­tig und möch­ten sich so im Alter absi­chern“, erläu­tert Abding­hoff. Damit ein­her­ge­hend stei­ge auch der Bedarf an Nach­hal­tig­keit im Bereich der Geld­an­la­gen. Das bedeu­tet, dass vor allem die Zusam­men­set­zung der Wert­pa­pie­re „grün“ wird und sie zum Bei­spiel Öko­strom- statt Rüs­tungs­fir­men ent­hal­ten, infor­mier­ten die Vorstände.

Zur­zeit sind nicht alle Filia­len der Spar­kas­se an der Lip­pe besetzt. Eini­ge muss­ten auf­grund der Pan­de­mie vor­über­ge­hend schlie­ßen. Einen Betrag in sechs­stel­li­ger Höhe habe die Spar­kas­se für die Coro­na­maß­nah­men (Sicher­heits­dienst, Ple­xi­glas und Hygie­ne­ar­ti­kel) zah­len müs­sen. „Wir pla­nen aber natür­lich, alle Filia­len wie­der zu öff­nen und schau­en dann, wie das neue Ser­vice­cen­ter anläuft“, so Rau­tert abschließend.

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