Die Aufrechterhaltung und teilweise Intensivierung der internationalen Beziehungen in Corona-Zeiten ist dem Anne-Frank-Gymnasium wichtig. Foto: AFG
Die Aufrechterhaltung und teilweise Intensivierung der internationalen Beziehungen in Corona-Zeiten ist dem Anne-Frank-Gymnasium wichtig. Foto: AFG
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Werne. Rund um den Globus herum ist die Pandemie das zentrale Thema, überall werden Probleme diskutiert, jeder sieht die verschiedensten Schwierigkeiten. Aber inmitten jeder Schwierigkeit liegt auch die Möglichkeit.

Heike Armbrust, Kaja Bork und Laura Parthe, Lehrerinnen am Anne-Frank-Gymnasium, bleiben auch in der Zeit des Distanzlernens nah am Geschehen und sondieren Möglichkeiten, die internationale Reichweite der Schule nicht nur zu erhalten, sondern auch noch zu vergrößern.

So wurden für den Bereich Europa wertvolle Kontakte zu OPENION, einer deutschen Kinder – und Jugendstiftung geknüpft und unter anderem eine Projektarbeit gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern begonnen. Betreut werden sie dabei auf Seiten des AFG von Lehramtsanwärter Johannes Brysch sowie den Kolleginnen Laura Parthe und Kaja Bork. Dazu kommen zwei externe Partnerinnen: Dr. Constanze Döhrer vom Stadtmuseum Werne und Verena Effgen vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Das Projekt mit dem Titel „Nichts gelernt? Spurensuche in Werne und Bailleul – aus den Kriegen von gestern für das Europa von morgen lernen“ schärft nicht nur das historisch-politische Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler, es hilft zudem auch, die Beziehungen zur französischen Partnerstadt zu festigen.

Die Zusammenarbeit mit OPENION ist nicht nur der Rezertifizierung des Status Europaschule zuträglich, sondern weist auch dem alljährlichen Schüleraustausch des AFG mit Frankreich den Weg. Da eine Austauschbegegnung in der Partnerstadt Bailleul durch die Pandemie vereitelt ist, können neue digitale Wege eingeschlagen werden, um einerseits mit Schülerinnen und Schülern in Bailleul in Kontakt zu treten, aber andererseits auch vor der eigenen Haustür auf Spurensuche in der Vergangenheit zu gehen und eine besondere Art des interkulturellen Lernens zu erleben.

Kaja Bork (v.l.), Laura Parthe und Heike Armbrust engagieren sich in der Projektarbeit. Foto: AFG
Kaja Bork (v.l.), Laura Parthe und Heike Armbrust engagieren sich in der Projektarbeit. Foto: AFG


Gleichermaßen wurde am virtuellen Sprung auf den anderen Kontinent gearbeitet, denn auch die für den vergangenen November geplante Austauschbegegnung in Bowling Green/Kentucky (USA) ist der Pandemie zum Opfer gefallen. Hier hat das Koordinationsteam von einem interessanten Angebot des Pädagogischen Austauschdienstes der Kultusministerkonferenz Gebrauch gemacht. Im Rahmen von GAVE (German American Virtual Exchange) haben die Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums bereits viel auf die Beine gestellt. Um die virtuelle und die reale Welt der Partnerschulen beider Länder zu verbinden, wurden von der AFG Schülerfirma „AuFGehts 3D Druck“ 100 Schlüsselanhänger in den jeweiligen Nationalfarben hergestellt und später als Symbol der Zusammengehörigkeit an die Greenwood High School in Bowling Green verschickt.

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Andere Schülerteams produzierten Videos über ihre Heimat, virtuelle Präsentationen über die Geschichte ihres Landes, digitale Broschüren, in denen zum Beispiel Klischees und Wahrheit über die Menschen der Partnernation verglichen werden und vieles mehr. Durch den Austausch solch kreativer Produkte wird den Schülerinnen und Schülern beider Länder ein virtuelles Eintauchen in eine andere Kultur ermöglicht.

Die intensive wie kreative Arbeit, die am Anne-Frank-Gymnasium Werne zur Pflege und Intensivierung der internationalen Verbindungen in Europa und USA geleistet wird, stößt im Referat für Öffentlichkeitsarbeit des Pädagogischen Austauschdienstes auf großes Interesse. Sie wird sowohl auf dessen Social Media Seiten als auch in Artikeln des PAD Magazins „Austausch bildet“ als Beispiel guter Praxis präsentiert.

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