Für Werne meldet das Kreis-Gesundheitsamt am Mittwoch 38 neue Coronafälle. Foto: Volkmer
Für Werne meldet das Kreis-Gesundheitsamt neue Infektionen mit dem Coronavirus. Foto: Volkmer
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Kreis Unna/Werne. Dem Gesundheitsamt Unna wurden am Dienstag (30. März) sechs neue Infektionen mit dem Coronavirus in Werne gemeldet.

Zwölf Menschen gelten in Werne als wieder gesund, so dass die aktiven Fälle in der Lippestadt um sechs von 102 auf 96 sinken. Die Anzahl der britischen Mutation B.1.1.7 in bereits festgestellten Proben erhöht sich um drei.

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Am Dienstag ist der Gesundheitsbehörde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden. Gestorben ist eine 78-jährige Frau aus Lünen am 27. März.

64 neue Fälle sind heute kreisweit registriert worden. Insgesamt sind damit im Kreis Unna 14.106 Fälle gemeldet worden. 144 Personen mehr als am Montag gelten als wieder genesen. Damit liegt die Zahl der aktuell infizierten Personen bei 880.

Der maßgebliche 7-Tages-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner wird vom Landeszentrum Gesundheit veröffentlicht. Dieser liegt für den Kreis Unna bei 105,3 (+4,8) und damit am dritten Tag hintereinander über 100.

Wie am Montag bereits berichtet, ordnet das Land NRW für den Kreis Unna die Corona-Notbremse an. Weil die 7-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen seit drei Tagen in Folge über dem Wert von 100 liegt, gilt die Notbremse ab Mittwoch, 31. März. Der Kreis Unna nutzt aber mögliche Spielräume und zieht die so genannte Test-Option, damit unter anderem der Einzelhandel geöffnet bleiben darf.

Kontaktbeschränkungen beachten

Mit der Corona-Notbremse gelten wieder strengere Kontaktbeschränkungen, die das Land festgelegt hat: Kontakte sind nur zwischen einem Hausstand und maximal einer weiteren Person erlaubt. Kinder unter 14 werden nicht mitgerechnet. Eine Ausnahme gilt an Ostern (1.- 5. April). In diesem Zeitraum dürfen sich alternativ auch zwei Hausstände mit maximal fünf Personen im öffentlichen Raum treffen. Kinder unter 14 sind auch hier nicht mitgerechnet.

Infektionen im Privaten

Kreis-Gesundheitsdezernent Uwe Hasche unterstreicht, dass ein großer Teil der Infektionen nach wie vor im Privaten stattfindet: „Das sehen die Kolleginnen und Kollegen in der Kontaktverfolgung tagtäglich.“ Um die dritte Welle in den Griff zu kriegen, komme es daher entscheidend auf jeden einzelnen an. „Bitte halten Sie sich an die bestehenden Regeln, an die Kontaktbeschränkungen, tragen Sie medizinische Masken, halten Sie Abstand und nutzen Sie die Testmöglichkeiten“, appelliert Hasche.

Test-Option

Dass der Kreis Unna die Notbremse mit Test-Option nutzen kann, ist dem großen Engagement zahlreicher Anbieter zu verdanken, die im Kreis Unna flächendeckend Schnelltest-Zentren aufgebaut haben. Insgesamt gibt es bereits rund 60 öffentliche Anlaufstellen. Weitere befinden sich im Aufbau. Das bedeutet konkret: Wer mit einem Termin z.B. im Bekleidungsgeschäft, Möbelhaus oder Elektrofachmarkt einkaufen möchte oder beispielsweise eine Kosmetik-Behandlung wahrnehmen will, muss einen tagesaktuellen Schnelltest mit negativem Ergebnis vorlegen. Der Test darf nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Ein zu Hause ausgeführter Selbsttest ist nicht ausreichend. Es muss sich um einen bestätigten Schnell- oder Selbsttest einer offiziellen Teststelle handeln. 

Nach wie vor sind keine Schnelltests in den Geschäften des täglichen Bedarfs nötig (z.B. Supermarkt, Drogerie, Futtermittelhandel etc.).  

Wo im Kreis Unna offizielle Tests angeboten werden, ist auf der Internetseite des Kreises zusammengefasst: www.kreis-unna.de/schnelltest. PK | PKU

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