Samstag, Dezember 4, 2021

Bombenfund nahe der Lippe: Blindgänger ist bereits entschärft

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Werne/ Rün­the. Der Fund ein­er 500-Kilo­gramm-Weltkriegs­bombe in den Rie­selfeldern in Werne nahe der Lippe machte die Evakuierung von rund 800 Per­so­n­en auf Bergkamen­er Stadt­ge­bi­et notwendig. Die Bombe ist inzwis­chen entschärft und die Straßensper­run­gen aufge­hoben worden. 

Betrof­fen waren die Anwohn­er der Straßen­züge West­en­hell­weg bis Wier­lingstraße, In der Sied­lung, Urnen­straße, Walde­meystraße und Fürstenhof. 

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Auf Wern­er Seite waren keine Anwohn­er von der Evakuierung betrof­fen. Die Ord­nungsämter von Werne und Bergka­men waren im Einsatz.

Am frühen Nachmittag bereiteten Polizei  und Ordnungskräfte die Sperrung der Kamener Straße ab der Jockenhöfer-Kreuzung vor. Der Lidl-Supermarkt wurde für die Zeit der Evakuierungsmaßnahme ebenfalls geschlossen. Foto: Gaby Brüggemann
Am frühen Nach­mit­tag bere­it­eten Polizei  und Ord­nungskräfte die Sper­rung der Kamen­er Straße ab der Jock­en­höfer-Kreuzung vor. Der Lidl-Super­markt wurde für die Zeit der Evakuierungs­maß­nahme eben­falls geschlossen. Foto: Gaby Brüggemann

Für Anwohn­er, die keine Möglichkeit­en hat­ten, sich für die Zeit bei Ver­wandten, Bekan­nten oder ander­weit­ig aufzuhal­ten, wurde das Gäste­haus Mari­na Nord als Aufen­thal­tort bere­it­gestellt. Der Lidl-Markt in Rün­the war geschlossen.

Entschär­fung von langer Hand vorbereitet

Die Entschär­fung des Weltkriegs­fun­des durch den Kampfmit­tel­räum­di­enst der Bezirk­sregierung Arns­berg wurde von langer Hand vor­bere­it­et. Anlass sind kün­ftige Bau­maß­nah­men der Lippe-Rena­turierung. In diesem Zuge wurde der Ver­dacht­spunkt bere­its zu einem früheren Zeit­punkt  über­prüft und bestätigt. Für die heutige Aus­grabung musste allerd­ings erst noch eine Absenkung des Grund­wassers abge­wartet wer­den. Sobald die Evakuierung der betrof­fe­nen Anwohn­er abgeschlossen ist, gehen die Spezial­is­ten des Kampfmit­tel­räum­di­en­stes an die Arbeit.

„Die Polizei teilt die Posten ein und dann begin­nt die Evakuierung“ erläuterte Ste­fan Kle­ment, Leit­er des Bergkamen­er Ord­nungsamtes, gegen 14 Uhr auf dem Park­platz des Lidl-Mark­tes, wo sich die Ein­satzkräfte posi­tion­iert hat­ten. Wegen der Bushal­testellen im Bere­ich der Lippe­brücke wurde auch die Verkehrs­ge­sellschaft des Kreis­es Unna (VKU) über die notwendi­ge Sper­rung informiert.

Vom Wern­er Ord­nungsamt waren Lei­t­erin Kor­du­la Mertens, Wern­er Kneip und Petra Jäger vor Ort. „Auf Wern­er Seite ist kein Anwohn­er von der Evakuierung betrof­fen“, erläuterte Jäger, die mit der Maß­nahme befasst ist. Sie zeigte die Lage der Weltkriegs­bombe auf der Karte.

Bere­its gegen 15.15 Uhr hat­te das Team des Kampfmit­tel­räum­di­en­stes die Fliegerbombe in den Lippewiesen entschärft, gab Petra Jäger am Nach­mit­tag dann schon Ent­war­nung. Für den Spreng­meis­ter war die Entschär­fung ein Rou­tine­fall, wie er häu­fig vorkomme, hieß es.

Die Evakuierung der Anwohner/innen in Rün­the war zuvor ohne Zwis­chen­fälle zügig ver­laufen. Drei Bewohn­er wur­den von den Ret­tungskräften in Liegend-Trans­porten in Sicher­heit gebracht. Lediglich ein Anwohn­er, der sich zunächst geweigert hat­te, sich evakuieren zulassen, zeigte sich schließlich einsichtig.

Die Zusam­me­nar­beit der Ord­nungsamt-Mitar­beit­er aus Werne und Bergka­men habe sehr gut geklappt, freute sich Jäger über die gelun­gene Tea­mar­beit auf bei­den Seit­en der Stadtgrenze.

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