Schützenhilfe: Tim Haselhoff und Marco Klaus gaben ihre Unterschriften am BIN-Stand ab. Foto: Gaby Brüggemann
Schützenhilfe: Tim Haselhoff und Marco Klaus gaben ihre Unterschriften am BIN-Stand ab. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Buchstäblich Schützenhilfe erhielt die Bürgerinitiative gegen das Gewerbe- und Industriegebiet Nordlippestraße (BIN) am Freitagvormittag an ihrem Stand in der Steinstraße, als die beiden Bürgerschützen Tim Haselhoff und Marco Klaus ihren Namenszüge unter die Forderung des Bürgerbegehrens setzten.

Die beiden Schützen zeigten Präsenz in der Fußgängerzone, weil an diesem ersten Juli-Wochenende ja eigentlich das große Bürgerschützenfest hätte stattfinden sollen, das wegen Corona abgesagt werden musste. Gleichzeitig positionierten sie sich mit ihren Unterschriften zur Entwicklung des Gewerbe – und Industriestandorts nördlich der Nordlippestraße. Der Stadtrat hatte die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens wie berichtet in seiner Sitzung vor der Sommerpause (23. Juni) einstimmig bestätigt.

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Neben den beiden Schützen, die die Gelegenheit zur demokratischen Beteiligung nutzten, unterzeichneten weitere Werner Bürger die Unterschriftenliste mit der Frage „Sind Sie dafür, dass im Bereich der Nordlippestraße Nord KEIN neues Gewerbe-/Industriegebiet entwickelt wird?

Nach dem Auftakt am Dienstag (29. Juni), als am Stand der Initiative in der Fußgängerzone bereits 150 Unterschriften eingeholt wurden, war man auch an diesem Freitag erfolgreich, berichtete BIN-Mitglied Werner Thiemann auf zwischenzeitliche Nachfrage von WERNEplus von rund 50 weiteren Namen auf der Liste. „Das Bürgerbegehren findet guten Anklang“, meldete er zurück. Einige Unterstützter seien von sich aus gekommen, ansonsten leiste man Aufklärungsarbeit. „Wir wollen überzeugen, nicht überreden“, ergänzte er.

Nach dem Beschluss leitete der BIN-Vorstand um Ina Müller (Vorsitzende) und Silvia Sökeland (2. Vorsitzende) die Aktionen ein. Etwa 50 BIN-Mitmacher sammeln nun an den Haustüren Unterschriften. Außerdem liegen in zahlreichen Ladenlokalen wie z.B. bei Overmann, dem Eine Welt-Laden, Provinzial Versicherungen Rüthers sowie diversen Arztpraxen, Kindergärten, Seniorenheimen, der Familienbildungsstätte und dem Capitol Cinema Center die Listen der Initiative aus, teilte BIN-Pressesprecher Axel Kersting mit.

Bereits am Vorabend der Ratssitzung hatten sich fünf Vorstandsmitglieder zum Meinungsaustausch Bürgermeister Lothar Christ getroffen. In dem konstruktiven und respektvollen Austausch seien aus Sicht der BIN aber Fragen offen geblieben, wie etwa nach der „Notwendigkeit eines solchen Vorhabens in einer eher konjunkturstarken Region wie Werne und dem Kreis Unna“, schreibt Kersting ferner.

Neben den Unterschriften-Aktion plant die BIN ihre inzwischen 3. Protest-Radtour. Die soll am 18. Juli durch den Werner Norden führen. Weiterhin steht BIN allen Interessierten für Fragen und Anregungen zur Verfügung und weist darauf hin, dass die eigene Homepage aufgrund behördlicher Regularien noch nicht in vollem Umfang freigegeben wurde. Daher können noch keine Anmeldungen auf diesem Weg entgegengenommen werden können.

 E-mail: BIN-Werne@posteo.de

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