Montag, Januar 24, 2022

BIN feiert 5.800 Unterschriften contra Industriegebiet

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Werne. Rund 5.800 Unter­schriften, gesam­melt von der Bürg­erini­tia­tive gegen das Indus­triege­bi­et Nordlippes­traße (BIN), wur­den heute Mit­tag (30. Juli) vor dem Stadthaus Werne an den Dez­er­nen­ten für Stadt­pla­nung, Ralf Bülte, übergeben. 

Gaby Peisker, Mar­tin Schw­erdt und Dr. Peter Böhm als Vertre­tungs­berechtigte strahlten mit den zahlre­ichen BIN-Mit­gliedern und Unter­stützern um die Wette, als sie die Kisten mit den Lis­ten offiziell weit­er­re­icht­en und sich von Ralf Bülte und Matthias Stiller, neuer Leit­er der Wirtschafts­förderung, die Über­gabe quit­tieren ließen. 

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Grund genug hat­ten sie dazu, denn die Wern­er Bürger/innen haben mit der beachtlichen Anzahl an Unter­schriften ein klares Sig­nal geset­zt. Denn die Min­destzahl von 2.009 Unter­schriften, frist­gerecht ein­gere­icht bis zum 31. Juli, wurde mehr als deut­lich über­schrit­ten. Ein Erfolg, den die BIN-Mit­glieder und ihre Unter­stützer, vor dem Stadthaus mit viel Applaus feierten. 

Gaby Peisker, Mar­tin Schw­erdt und Dr.Peter Böhm übergeben als offizielle Antrag­steller des Bürge­begehrens rund 5.800 Unter­schriften gegen das geplante Indus­triege­bi­et Nordlippes­traße an Ralf Bülte, Dez­er­nent für Stadt­pla­nung. Foto: Gaby Brüggemann

„Ein wun­der­bar­er Wind weht durch die Stadt“, fand die zweite Vor­sitzende Sylvia Söke­land angesichts der großen Unter­stützung und Zus­tim­mung, die der BIN zuteil gewor­den ist. „Das war ein großer Kraftakt in so kurz­er Zeit“, betonte sie. Erre­icht wurde dies mit Unter­schriften­samm­lun­gen an der Haustür, mit Info-Stän­den in der Stadt, drei Protestrad­touren. Auch mit Broschüren und Fly­ern hat­ten die BIN und ihre Mitmacher/innen für das Bürg­er­begehren getrom­melt. „Wir haben uns eine Mei­n­ung gebildet“, hieß es stolz.

Vor­sitzende Ina Müller pflichtete ihr bei. „Mit Kopf, Herz und Hand“ sei man vorge­gan­gen. Das war ein wun­der­bar­er Prozess, der Zus­tim­mung aus allen Teilen der Gesellschaft gebracht habe. „Was für eine Gemein­schaft, wir bren­nen für unsere Heimat“, lobte sie die basis­demokratis­che Auseinan­der­set­zung. Aus­drück­lich hob Müller die pos­i­tive Unter­stützung und Begleitung durch die Ver­wal­tung bei der for­malen Durch­führung des Bürg­er­begehrens hervor. 

Die Vor­sitzen­den Ina Müller (r.) und Sylvia Söke­land freuen sich über den erfol­gre­ichen Aus­gang der Unter­schriften­samm­lung zum Bürg­er­begehren. Foto: Gaby Brüggemann

Stadt­plan­er Ralf Bülte zeigte sich beein­druckt. „Das Bürg­er­begehren ist genau das richtige Mit­tel, nun wer­den wir sehen wie es weit­erge­ht.“ Matthias Stiller griff das Wort von Gaby Peisker auf: „Wir wollen her­aus­find­en, was das Beste für die Stadt ist.“

Der näch­ste Schritt auf diesem Weg wird am 29. Sep­tem­ber gegan­gen. Dann hat der Stad­trat das Wort und muss entschei­den, ob er an dem Beschluss zur Entwick­lung des Gewerbe- und Indus­triege­bi­etes fes­thal­ten will. Ist das der Fall, fol­gt in dem zweistu­fi­gen demokratis­chen Ver­fahren der Bürg­er­entscheid. Voraus­sichtlich Ende des Jahres wer­den dafür dann die wahlberechtigten Bürg­erin­nen ab 16 Jahre an die Wahlur­nen gerufen.

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