Mittwoch, Juli 6, 2022

BIN feiert 5.800 Unterschriften contra Industriegebiet

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Wer­ne. Rund 5.800 Unter­schrif­ten, gesam­melt von der Bür­ger­initia­ti­ve gegen das Indus­trie­ge­biet Nord­lip­pe­stra­ße (BIN), wur­den heu­te Mit­tag (30. Juli) vor dem Stadt­haus Wer­ne an den Dezer­nen­ten für Stadt­pla­nung, Ralf Bül­te, übergeben. 

Gaby Peis­ker, Mar­tin Schwer­dt und Dr. Peter Böhm als Ver­tre­tungs­be­rech­tig­te strahl­ten mit den zahl­rei­chen BIN-Mit­glie­dern und Unter­stüt­zern um die Wet­te, als sie die Kis­ten mit den Lis­ten offi­zi­ell wei­ter­reich­ten und sich von Ralf Bül­te und Mat­thi­as Stil­ler, neu­er Lei­ter der Wirt­schafts­för­de­rung, die Über­ga­be quit­tie­ren ließen. 

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Grund genug hat­ten sie dazu, denn die Wer­ner Bürger/innen haben mit der beacht­li­chen Anzahl an Unter­schrif­ten ein kla­res Signal gesetzt. Denn die Min­dest­zahl von 2.009 Unter­schrif­ten, frist­ge­recht ein­ge­reicht bis zum 31. Juli, wur­de mehr als deut­lich über­schrit­ten. Ein Erfolg, den die BIN-Mit­glie­der und ihre Unter­stüt­zer, vor dem Stadt­haus mit viel Applaus feierten. 

Gaby Peis­ker, Mar­tin Schwer­dt und Dr.Peter Böhm über­ge­ben als offi­zi­el­le Antrag­stel­ler des Bür­ge­be­geh­rens rund 5.800 Unter­schrif­ten gegen das geplan­te Indus­trie­ge­biet Nord­lip­pe­stra­ße an Ralf Bül­te, Dezer­nent für Stadt­pla­nung. Foto: Gaby Brüggemann

„Ein wun­der­ba­rer Wind weht durch die Stadt“, fand die zwei­te Vor­sit­zen­de Syl­via Söke­land ange­sichts der gro­ßen Unter­stüt­zung und Zustim­mung, die der BIN zuteil gewor­den ist. „Das war ein gro­ßer Kraft­akt in so kur­zer Zeit“, beton­te sie. Erreicht wur­de dies mit Unter­schrif­ten­samm­lun­gen an der Haus­tür, mit Info-Stän­den in der Stadt, drei Pro­tes­trad­tou­ren. Auch mit Bro­schü­ren und Fly­ern hat­ten die BIN und ihre Mitmacher/innen für das Bür­ger­be­geh­ren getrom­melt. „Wir haben uns eine Mei­nung gebil­det“, hieß es stolz.

Vor­sit­zen­de Ina Mül­ler pflich­te­te ihr bei. „Mit Kopf, Herz und Hand“ sei man vor­ge­gan­gen. Das war ein wun­der­ba­rer Pro­zess, der Zustim­mung aus allen Tei­len der Gesell­schaft gebracht habe. „Was für eine Gemein­schaft, wir bren­nen für unse­re Hei­mat“, lob­te sie die basis­de­mo­kra­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung. Aus­drück­lich hob Mül­ler die posi­ti­ve Unter­stüt­zung und Beglei­tung durch die Ver­wal­tung bei der for­ma­len Durch­füh­rung des Bür­ger­be­geh­rens hervor. 

Die Vor­sit­zen­den Ina Mül­ler (r.) und Syl­via Söke­land freu­en sich über den erfolg­rei­chen Aus­gang der Unter­schrif­ten­samm­lung zum Bür­ger­be­geh­ren. Foto: Gaby Brüggemann

Stadt­pla­ner Ralf Bül­te zeig­te sich beein­druckt. „Das Bür­ger­be­geh­ren ist genau das rich­ti­ge Mit­tel, nun wer­den wir sehen wie es wei­ter­geht.“ Mat­thi­as Stil­ler griff das Wort von Gaby Peis­ker auf: „Wir wol­len her­aus­fin­den, was das Bes­te für die Stadt ist.“

Der nächs­te Schritt auf die­sem Weg wird am 29. Sep­tem­ber gegan­gen. Dann hat der Stadt­rat das Wort und muss ent­schei­den, ob er an dem Beschluss zur Ent­wick­lung des Gewer­be- und Indus­trie­ge­bie­tes fest­hal­ten will. Ist das der Fall, folgt in dem zwei­stu­fi­gen demo­kra­ti­schen Ver­fah­ren der Bür­ger­ent­scheid. Vor­aus­sicht­lich Ende des Jah­res wer­den dafür dann die wahl­be­rech­tig­ten Bür­ge­rin­nen ab 16 Jah­re an die Wahl­ur­nen gerufen.

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