Matthias Stiller, Leiter der Wirtschaftsförderung, quittierte in Vertretung von Bürgermeister Lothar Christ. Foto: Gaby Brüggemann
Matthias Stiller, Leiter der Wirtschaftsförderung, quittierte in Vertretung von Bürgermeister Lothar Christ. Foto: Gaby Brüggemann
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Werne. Rund 5.800 Unterschriften, gesammelt von der Bürgerinitiative gegen das Industriegebiet Nordlippestraße (BIN), wurden heute Mittag (30. Juli) vor dem Stadthaus Werne an den Dezernenten für Stadtplanung, Ralf Bülte, übergeben.

Gaby Peisker, Martin Schwerdt und Dr. Peter Böhm als Vertretungsberechtigte strahlten mit den zahlreichen BIN-Mitgliedern und Unterstützern um die Wette, als sie die Kisten mit den Listen offiziell weiterreichten und sich von Ralf Bülte und Matthias Stiller, neuer Leiter der Wirtschaftsförderung, die Übergabe quittieren ließen.

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Grund genug hatten sie dazu, denn die Werner Bürger/innen haben mit der beachtlichen Anzahl an Unterschriften ein klares Signal gesetzt. Denn die Mindestzahl von 2.009 Unterschriften, fristgerecht eingereicht bis zum 31. Juli, wurde mehr als deutlich überschritten. Ein Erfolg, den die BIN-Mitglieder und ihre Unterstützer, vor dem Stadthaus mit viel Applaus feierten.

Gaby Peisker, Martin Schwerdt und Dr.Peter Böhm übergeben als offizielle Antragsteller des Bürgebegehrens rund 5.800 Unterschriften gegen das geplante Industriegebiet Nordlippestraße an Ralf Bülte, Dezernent für Stadtplanung. Foto: Gaby Brüggemann

„Ein wunderbarer Wind weht durch die Stadt“, fand die zweite Vorsitzende Sylvia Sökeland angesichts der großen Unterstützung und Zustimmung, die der BIN zuteil geworden ist. „Das war ein großer Kraftakt in so kurzer Zeit“, betonte sie. Erreicht wurde dies mit Unterschriftensammlungen an der Haustür, mit Info-Ständen in der Stadt, drei Protestradtouren. Auch mit Broschüren und Flyern hatten die BIN und ihre Mitmacher/innen für das Bürgerbegehren getrommelt. „Wir haben uns eine Meinung gebildet“, hieß es stolz.

Vorsitzende Ina Müller pflichtete ihr bei. „Mit Kopf, Herz und Hand“ sei man vorgegangen. Das war ein wunderbarer Prozess, der Zustimmung aus allen Teilen der Gesellschaft gebracht habe. „Was für eine Gemeinschaft, wir brennen für unsere Heimat“, lobte sie die basisdemokratische Auseinandersetzung. Ausdrücklich hob Müller die positive Unterstützung und Begleitung durch die Verwaltung bei der formalen Durchführung des Bürgerbegehrens hervor.

Die Vorsitzenden Ina Müller (r.) und Sylvia Sökeland freuen sich über den erfolgreichen Ausgang der Unterschriftensammlung zum Bürgerbegehren. Foto: Gaby Brüggemann

Stadtplaner Ralf Bülte zeigte sich beeindruckt. „Das Bürgerbegehren ist genau das richtige Mittel, nun werden wir sehen wie es weitergeht.“ Matthias Stiller griff das Wort von Gaby Peisker auf: „Wir wollen herausfinden, was das Beste für die Stadt ist.“

Der nächste Schritt auf diesem Weg wird am 29. September gegangen. Dann hat der Stadtrat das Wort und muss entscheiden, ob er an dem Beschluss zur Entwicklung des Gewerbe- und Industriegebietes festhalten will. Ist das der Fall, folgt in dem zweistufigen demokratischen Verfahren der Bürgerentscheid. Voraussichtlich Ende des Jahres werden dafür dann die wahlberechtigten Bürgerinnen ab 16 Jahre an die Wahlurnen gerufen.

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