Sonntag, April 2, 2023

Ab Montag Notbetreuung für die Jüngsten auch in Werne

Anzeige

Wer­ne. Im Rah­men der „Bun­des­not­brem­se“, die am Sams­tag (24. April) in Kraft tritt, gilt für die Kitas und die Tages­pfle­ge in Wer­ne ein „Betreu­ungs­ver­bot mit bedarfs­ori­en­tier­ter Not­be­treu­ung“. Jugend­amts­lei­ter Maik Rolefs erklärt: „Durch die neue Rege­lung müs­sen Eltern eine Eigen­erklä­rung abge­ben, wenn sie die Kin­der­be­treu­ung nicht ander­wei­tig sicher stel­len können.“

Er regis­trie­re, dass die „Eltern über­wie­gend sen­si­bel reagie­ren und die Kin­der nur brin­gen, wenn es wirk­lich erfor­der­lich ist“, sag­te Rolefs am Frei­tag (23. April) gegen­über WERN­Eplus. Das zeig­ten auch die Zah­len der ver­gan­ge­nen Tage, teil­te der Jugend­amts­chef mit. In der Tages­pfle­ge habe die Betreu­ungs­quo­te zwi­schen Diens­tag und Don­ners­tag bei durch­schnitt­lich 55 Pro­zent gele­gen, in den Ein­rich­tun­gen bei 40 Pro­zent. „Die­se Zah­len decken sich in etwa mit denen von ande­ren Kom­mu­nen“, ord­ne­te Rolefs ein.

- Advertisement -

Der Sie­ben-Tage-Inzi­denz­wert von 165 wird in Wer­ne und im Kreis Unna deut­lich über­schrit­ten (244,9 am 23. April 0 Uhr). Für die Kin­der­ta­ges­stät­ten beginnt am kom­men­den Mon­tag (26. April) das Betreu­ungs­ver­bot mit bedarfs­ori­en­tier­ter Not­be­treu­ung. Über die deutsch­land­weit gel­ten­de Bestim­mun­gen zur Bun­des­not­brem­se und der damit ver­bun­de­nen Not­be­treu­ung in den Kitas hat NRW-Fami­li­en­mi­nis­ter Joa­chim Stamp (FDP) am Don­ners­tag (22. April) die Ein­rich­tun­gen infor­miert. Bei dem bis­her übli­chen blo­ßen Appell an die Eltern, die Kin­der selbst zu betreu­en, bleibt es dem­nach nicht mehr.

Viel­mehr sol­len alle, die die Not­be­treu­ung für die Kin­der in Anspruch neh­men wol­len, der Kin­der­ta­ges­stät­te schrift­lich bestä­ti­gen, an wel­chen Tagen in der Woche sie ihr Kind in die Betreu­ung geben möch­ten, erläu­ter­te Ste­fa­nie Hei­der, Ver­bund­lei­tung der vier katho­li­schen Kin­der­ta­ges­stät­ten der Pfarr­ge­mein­de St. Chris­to­pho­rus, auf Nach­fra­ge von WERN­Eplus die Rege­lung. Dafür gebe es ein Mus­ter­for­mu­lar, das eben­so wie das minis­te­ri­el­le Schrei­ben auf der Home­page des Ver­bunds unter kita-werne.de zu fin­den sei.

„Mit mei­ner Unter­schrift bestä­ti­ge ich, dass ich an fol­gen­den Tagen eine Betreu­ung nicht auf ande­re Wei­se sicher­stel­len kann und daher auf eine Not­be­treu­ung ange­wie­sen bin“, heißt es in dem For­mu­lar. Die Eltern kön­nen der Kita ihre Betreu­ungs­wün­sche anzei­gen, indem sie Wochen­tag und Datum ein­tra­gen. Die Beschrän­kung auf sys­tem­re­le­van­te Berufs­grup­pen wie zu Beginn der Pan­de­mie gibt es nicht mehr.

Auch die künf­ti­gen Schul­kin­der kön­nen wei­ter­hin ihre Kita besu­chen, eben­so Kin­der mit beson­de­rem Bedarf (z.B. Jugend­hil­fe) und Kin­der mit Beeinträchtigungen/Behinderungen. Kin­der die in extrem beeng­ten Wohn­ver­hält­nis­sen leben, kön­nen die Not­be­treu­ung in der Kita eben­falls in Anspruch neh­men. „Die Kita-Lei­tun­gen wis­sen dar­um“, schil­der­te Ste­fa­nie Heider.

Mit einer gro­ßen Redu­zie­rung der Kin­der­zah­len in den Ein­rich­tun­gen rech­net die Ver­bund­lei­te­rin eher nicht. Des­halb dürf­te sich auch am Per­so­nal­ein­satz kaum etwas ändern. Das wer­de man nach den Anmel­de­zah­len für die Not­be­treu­ung ent­schei­den. Bei vie­len Eltern und Mit­ar­bei­tern der Kin­der­ta­ges­stät­ten sei ein­fach die Luft raus. Das ist eine ermü­den­de Situa­ti­on, vie­le krie­gen es nicht anders hin, weiß Hei­der um die Über­for­de­rung in vie­len Familien.

In der Not­be­treu­ung blei­ben die Kin­der auf ihre jewei­li­ge Grup­pen beschränkt. Grund­sätz­lich wer­den sie von ihren Eltern nur noch bis zur Kita-Tür gebracht und dort von den Erzie­hungs­kräf­ten in Emp­fang genom­men, schil­der­te die Ver­bund­lei­te­rin zu den ohne­hin mas­si­ven Kon­takt­re­du­zie­run­gen. Alle Eltern tra­gen Mas­ken, die Luca-App sei eben­falls bereits in allen vier Kitas instal­liert. Seit einem Jahr etwa habe es in den vier Ein­rich­tun­gen auch kei­nen bekann­ten posi­ti­ven Fall gege­ben, hieß es.

„Was die Mit­ar­bei­ter leis­ten, ist wirk­lich enorm“, strich Ste­fa­nie Hei­der den Ein­satz der Kita-Teams her­aus, die an „vor­ders­ter Front“ arbei­te­ten. „Sie ver­su­chen und schaf­fen es auch, den Kin­dern einen unbe­schwer­ten All­tag zu geben und ihnen die Schwe­re zu neh­men“, brach­te sie die Ziel­set­zung auf den Punkt.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Warnung vor Nikotin-Pouches: Kontrollen angekündigt

Kreis Unna. Sie sind klein, schmecken nach Erdbeere und versprechen einen Nikotin-Kick – Nikotin-Pouches (auch Nikotinbeutel genannt) werden bei Schülerinnen und Schülern immer beliebter....

Nachwuchs der LippeBaskets schaut gemeinsam „Space Jam 2” im Kino

Werne. Der Förderverein der LippeBaskets Werne hat den kleinen Korbjäger/innen eine besondere Osterüberraschung bereitet. Für die Mannschaften U6 bis U14 wurde am vergangenen Donnerstag...

Pfarrei St. Christophorus: Osterfest mit viel Musik

Werne. Kirchenmusik in vielen Klangfarben wird dem Osterfeierlichkeiten (6. bis 9. April) in der Pfarrei St. Christophorus einen ganz besonderen Rahmen geben. Das kündigten...

Ev. Kirche lädt rund um Ostern ein

Werne. Die Osterwoche startet bereits am morgigen Sonntag (2. April) mit dem Palmsonntag. Die Evangelische Kirchengemeinde lädt dann und in den darauf folgenden Tagen...