Die Bürgerinitiative lädt am kommenden Sonntag zur dritten Protest-Radtour ein. Derweil laufe die Unterschriftensammlung sehr gut, so der BIN-Vorstand. Archivfoto: Gaby Brüggemann
Die Bürgerinitiative lädt am kommenden Sonntag zur dritten Protest-Radtour ein. Derweil laufe die Unterschriftensammlung sehr gut, so der BIN-Vorstand. Archivfoto: Gaby Brüggemann
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Werne. Zu ihrer 3. Protest-Fahrradtour gegen das geplante Industriegebiet „Nordlippestraße“ ruft die Bürgerinitiative Industriegebiet Nordlippestraße (BIN) auf.

Die Demonstration beginnt am Sonntag, 18. Juli, um 15 Uhr und wird wie gehabt unter Beachtung der Pandemie-Bestimmungen durchgeführt. Der Treffpunkt für alle Interessierten, die sich an der Protest-Runde beteiligen möchten, ist das Betriebsgelände der Firma Plaß, Stiegenkamp 3.

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Von dort führt die Tour in Richtung Grüner Winkel und weiter über Feld- und Waldwege durch „unsere wunderschöne münsterländische Landschaft“ zum Bereich Hustebecke. Wie bereits bei der Radtour vor vier Wochen sei es seitens der BIN unbedingt erwünscht, dass auch Kinder teilnehmen, da es schließlich um ihre Zukunft in Werne gehe, schreibt BIN-Sprecher Axel Kersting in der Ankündigung.

Die Strecke von etwa sieben Kilometern Länge beinhalte zwar einen cirka 100 Meter langen Anstieg, hier werden die Räder dann aber geschoben. Den Initiatoren sei es wichtig, dass auch Menschen mit Handicap sowie Ältere die Teilnahme ermöglicht werde, denen die Zukunft ihrer Kinder und Enkel am Herzen liege. Deshalb werden auch wieder Mitfahrgelegenheiten in Elektro-Fahrzeugen angeboten.

Da das Platzangebot begrenzt ist, bittet die BIN um eine Voranmeldung per Mail unter bin-werne@posteo.de. Zur Protest-Radtour könnten selbst gestaltete Plakate oder die (BIN)-Warnwesten mitgeführt werden. „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“, betont Kersting.

Mindestzahl von 2.000 Unterschriften wird erreicht

Derweil setzen viele freiwillige Mitmacher/innen der BIN die Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren fort. Der aktuelle Zwischenstand gebe allen Grund zur Zuversicht, dass man die notwendige Mindestzahl von gut 2.000 Unterschriften deutlich überschreiten werde, heißt es in der Mitteilung weiter. „Sollte ein persönlicher Hausbesuch ausbleiben, können Unterschriften in einer Vielzahl von Werner Geschäften und Praxen sowie an den Marktvormittagen auch direkt bei den BIN-Mitgliedern am Stand geleistet werden“, informiert Axel Kersting und weist parallel auf die eigene Homepage www.BINdabei-Werne.de hin. Hier finden Interessierte alle Informationen zum Thema und können sich als Mitglied anmelden.

Die Frist für die Einreichung der Unterschriftensammlung zum Bürgerbegehren endet am 31. Juli. Da es sich dabei um einen Samstag handelt, ist eine öffentliche Abgabe vor dem Werner Stadthaus bereits am 30. Juli um 10 Uhr geplant. Dazu sind alle Werner Bürger/Innen eingeladen.

Der BIN-Sprecher verweist zudem auf das Statement des Pfarreirates der St.-Christophorus-Pfarrgemeinde zur geplanten Ausweisung des Industrie- und Gewerbegebietes an der Nordlippestraße unter www.christophorus-werne.de/aktuelles:

Der Pfarreirat hat sich in seiner Sitzung im Juni mit dem Thema befasst. Wir sind besorgt, über die Dimensionierung des Projektes und seine möglichen ökologischen Auswirkungen. In Anerkennung der Tatsache, dass die Stadt Werne auch weitere Entwicklungsmöglichkeiten braucht, bittet der Pfarreirat die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung, das Thema mit Augenmaß zu behandeln und gerade unter dem Aspekt des akuten Klimawandels Verwendungszweck und Ausmaß der zu nutzenden Fläche verantwortungsvoll zu prüfen. Der Kirchenvorstand hat bereits in einer früheren Sitzung den Beschluss gefasst, dass die eventuell auch infrage kommenden Flächen der Gemeinde nicht zum Verkauf stehen. Der Pfarreirat begrüßt die Bemühungen, diesem Thema über das Anstreben eines Bürgerentscheides eine breite öffentliche Aufmerksamkeit zu widmen und letztlich die direktdemokratische Teilnahme an einer Entscheidungsfindung zu ermöglichen.“

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